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Ausgetretene Pfade: Warum sich Familienkultur so schwer verändert – und wie es doch gelingt

Familienkultur entsteht wie ein Trampelpfad: Schritt für Schritt, fast unbemerkt. Einmal ausgetreten, fällt es schwer, einen anderen Weg zu gehen. Und doch lässt sich Kultur verändern – wenn man weiß wie.

Ein verwackeltes Bild von einem Pfad neben einem Bach

Ein Gespräch, das alles ändern sollte

Es ist Samstagabend. Die Familie sitzt entspannt auf dem Sofa. Andrea nutzt die Gelegenheit.

„Ich möchte mit euch über etwas sprechen, das mich beschäftigt", sagt sie.

Alle Köpfe wenden sich ihr zu.

„Ich habe den Eindruck, dass ich viele Dinge aufräume, die nicht von mir stammen. Zum Beispiel liegen jeden Tag Dinge auf dem Fußboden, die niemand aufhebt. Das macht mich traurig. Es wirkt dann so, als ob ihr einfach davon ausgeht, dass ich mich darum kümmere. Dabei habe ich auch so schon unendlich viel Arbeit und kaum eine Pause."

Ben schmiegt sich an Andrea. Mia schaut sie an. Stefan nickt.

Plötzlich springt Ben auf, hebt seinen Pullover auf, der tatsächlich genau vor dem Sofa liegt, und bringt ihn in die Wäsche. Andrea lacht und umarmt ihn, als er zurückkommt.

„Ab jetzt räumt jeder seine eigenen Sachen weg. Okay?", sagt Stefan.

Alle nicken. Andrea lehnt sich erleichtert zurück.

Doch als sie am nächsten Morgen in die Küche kommt, stutzt sie: Liegen dort nicht zwei Socken unter dem Tisch?

Andrea seufzt. Sie ahnt: Wollen allein reicht nicht.

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