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Mein Alter? Unwirklich. Autismus beeinflusst mein Zeitgefühl. Trauma ließ mich jahrelang als anderer Mensch feststecken. (Teil 2)

Stillstand und Zeitlosigkeit: Wieso ich ohne wirkliches Alter bin und wie sich Zeit für mich anfühlt

Jahrelang war ich eine andere Version von mir. Das Trauma hat mich gefangen gehalten, ich war wie ein anderer Mensch. Viele, besonders Autist:innen, kennen dieses Gefühl: Zeit ist schwer greifbar, Alter abstrakt. Seit ich wieder an meine frühere Version anknüpfe – die Version mit 29 – fühlte es sich an, als wäre diese Zeit nie vergangen.

Am Ende meiner 30er fühle ich mich, als hätten sie noch nicht begonnen.

Ich bin 39 und dieser Post gehört zu einer Serie, in der ich auf meine 30er zurückblicke. Die waren nämlich echt heftig und ich möchte das einmal alles verarbeiten, mit dir teilen, damit du weißt, was mein Hintergrund ist, warum ich mit dir über diese Themen rede und woher diese ganzen Erfahrungen und Learnings überhaupt kommen, die ich dir weitergebe.

Über meinen Newsletter (Si apre in una nuova finestra) bekommst du übrigens jeden Post, den ich dazu mache, sofort geschickt.

2015 vs. 2025 – und trotzdem fühle ich mich, als wäre keine Zeit vergangen.

2015
2025
2025

Das Gefühl, wie alt man ist, konnte ich noch nie so wirklich greifen. Alter war für mich immer sowas nicht wirklich Existentes.

Es mag eine Dauer geben, die man bisher auf dieser Welt verbracht hat. Es mag äußerlich sichtbare Veränderungen geben, sowie im Körper spürbare. Wir entwickeln uns, wir lernen viel dazu, wir reifen heran.

Ich habe trotzdem nicht das Gefühl, ich bin 39 und als ich 30 wurde, hatte ich auch nicht das Gefühl, dass ich 30 bin. Ich hatte nie so wirklich ein Alter, das ich mich fühle.

Immer dieses, "Oh, du bist jetzt schon so und so alt, dann ist ja jetzt bald dies, dann passiert ja jetzt bald das. Ab 30 geht alles bergab.”

Über den letzten Punkt habe ich in meinem letzten Beitrag (Si apre in una nuova finestra) gesprochen, dass das tatsächlich bei mir wirklich zutraf.

Aber ansonsten habe ich nie verstanden, woher das kommt, dass in einem bestimmten Alter irgendwas sein muss, wie es in dem Alter so angeblich ist.

https://youtube.com/shorts/HIpcDnghlYA?feature=share (Si apre in una nuova finestra)

Am ehesten fühle ich mich noch so wie in meinen 20ern und ich glaube, das liegt daran, dass meine 30er kompletter Ausnahmezustand waren, es kam mir vor, als würde ich stillstehen, feststecken.

Und das spielt eine Rolle dabei, warum ich mich noch so alt fühle wie vorher.

In meinen 30ern konnte ich vieles nicht verwirklichen, was ich eigentlich längst hätte verwirklichen wollen und hatte das Gefühl, stillzustehen oder teilweise sogar in der Vergangenheit hängen zu bleiben.

Ich war nicht mehr die Version von mir, die ich vorher war. Ich war wie ein anderer Mensch. Ich war eigentlich eine Kindversion von mir.

Darauf werde ich auch noch viel mehr eingehen, wieso das so ist, dass Trauma einen manchmal wieder wie ein Kind sein lässt oder immer noch Kind sein lässt.

Es ging einfach gar nichts mehr. Ich war gar nicht mehr fähig, ein normales Leben zu führen. Und das habe ich gespürt. Ich habe das Gefühl gehabt, die Zeit läuft weiter, aber mein Leben bleibt stehen, ich verpasse alles Mögliche, ich lebe nicht das Leben, was ich gerade leben sollte, sondern bin stuck.

Jahrelang.

Der Großteil meiner 30er.

Die ganze Zeit war ich aber auch auf einem Heilungsweg. Und weil ich es geschafft habe, wieder an die Version von mir anzuknüpfen, die ich war, bevor alles so krass aus den Fugen geriet — aber 2.0, eine neue Version davon, eine erwachsenere Version davon — deshalb fühle ich mich, als wäre wieder davor, als wäre wieder vor 10 Jahren, als wären die 30er gar nicht passiert.

Natürlich sind sie passiert, ich erinnere mich an alles. Es hat mich extrem geprägt, aber es fühlt sich so an, als hätte eine andere Version von mir das erlebt. Und ich bin die Version, die ich vorher war.

Was auch eine Rolle spielt, ist Autismus, denn ich habe erfahren, dass auch andere autistische Menschen dieses Gefühl kennen, nicht so wirklich ein Alter zu haben, ein anderes Zeitgefühl haben, kein Zeitgefühl haben, kein Gefühl für ihr Alter so wirklich haben oder das sehr unterschiedlich und individuell empfinden und wahrnehmen.

https://youtube.com/shorts/aWyhmxGT-zc?feature=share (Si apre in una nuova finestra)

Das sind also zwei Gründe, die ich so ausmachen kann, warum ich mich so ohne richtiges Alter fühle.

Es ist ein Gefühl, was ich schwer beschreiben kann, aber vielleicht geht es dir ja ähnlich und vielleicht bist du ja jemand, der das versteht.

Und wenn nicht, ist das auch total okay. Deswegen rede ich ja mit dir darüber, damit du es vielleicht ein bisschen besser nachvollziehen kannst.

Ich rede in den nächsten Beiträgen weiter darüber, was in meinen 30ern passiert ist und wie mich das geprägt hat, was ich daraus lerne und dir weitergeben will.

Also bleib dran, teil diesen Post, um mit mir zusammen zu erreichen, dass mehr Menschen das verstehen, folg mir und bleib bei mir, damit diese gesamte Geschichte einen Sinn hat und nicht umsonst war.

Verfolge meine E-Mails (Si apre in una nuova finestra) um die vollständige Serie nicht zu verpassen, das komplette Video dazu findest du auf meinem YouTube Kanal (Si apre in una nuova finestra), und falls du mir zum neuen Lebensjahrzehnt eine Freude machen willst, findest du hier verschiedene Wege meine Arbeit zu fördern (Si apre in una nuova finestra) und sogar eine Liste, über was ich mich persönlich freuen würde (Si apre in una nuova finestra).

Schreib mir, dann schicke ich dir den Link.

Deine Rebecca

Argomento 30er: meine Geschichte

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