Es gibt Momente im Leben, in denen etwas so stark in uns resoniert, dass wir nicht einmal erklären können, wieso. Manche Dinge fühlen sich einfach richtiger an als andere. Und genau darüber habe ich nachgedacht.
https://youtu.be/qlqiTgOawtg (Si apre in una nuova finestra)Ich persönlich glaube nicht an eine äußere Macht, die da oben irgendwo sitzt und unser Leben lenkt. Vielleicht an eine höhere Macht – ja. Aber nicht äußere. Weil ich glaube, dass, wenn es diese höhere Instanz gibt, wir alle aus ihr gemacht sind. Wir sind nicht getrennt davon. Wir sind ein Ausdruck davon. Jeder von uns, in seiner Individualität, ist ein individueller Ausdruck des großen Ganzen.
Und genau deshalb glaube ich, dass wir als Individuen, als Ich-bin-Bewusstsein, selbst entscheiden, wer wir sind. Dass wir selbst entscheiden, wer wir sein wollen, was wir erleben wollen, welche Erfahrungen wir in dieses Leben holen.
Warum aber gibt es dann Dinge, die sich anfühlen, als wären sie “für uns bestimmt”?
Ich erlebe etwas, ich gehe durch verschiedene Situationen, und plötzlich gibt es etwas, das so stark mit mir schwingt, dass ich denke: Das gehört zu mir. Das ist wie für mich gemacht.
Und manchmal fühlt es sich fast an wie eine höhere Bestimmung. Wie etwas, das mich ruft. Etwas, das mich zieht.
Aber habe ich das entschieden?
Habe ich das bewusst gewählt?
Oder war es eine Entscheidung, die ich unbewusst getroffen habe?
Manchmal fühlt es sich wirklich so an, als hätte eine äußere Macht da ihre Finger im Spiel – obwohl ich eigentlich nicht an so etwas glaube.
Vielleicht beginnt alles viel früher, als wir denken
Eine Idee hat mich nicht losgelassen:
Vielleicht entscheiden wir das alles bevor wir inkarnieren. Oder während wir inkarnieren. Denn inkarnieren ist ein Prozess, der immer weiter geschieht.
Wir werden geboren, wir sterben, und das Bewusstsein, das alles durchzieht, bleibt.
Wenn dieses Bewusstsein wirklich neutral und allesumfassend ist, gibt es eigentlich keinen Grund, warum bestimmte Dinge mehr “für uns” sein sollten als andere.
Also – wer entscheidet das?
Vielleicht wir selbst.
Nicht hier. Nicht jetzt.
Sondern vorher.
Das physische Leben als Spiel mit Regeln
Vielleicht entscheiden wir uns bewusst, in dieses physische Spiel zu inkarnieren. Ein Spiel voller Limits. Ein Spiel, in dem nicht alles gleichzeitig möglich ist, auch wenn im großen Ganzen alles grenzenlos ist.
Vielleicht sagen wir – bevor wir Mensch werden:
„Ich werde als dieser Mensch inkarnieren, mit diesen Neigungen und Abneigungen, diesen Charakterzügen, diesem Temperament.“
Weil klar ist:
Wenn wir Mensch sein wollen, wenn wir dieses Spiel spielen wollen, dann gibt es Grenzen.
Dann gibt es schwarz oder weiß, ja oder nein.
Dann können wir nicht gleichzeitig in Köln und Kalifornien sein.
Dann sind wir in diesem Leben nun mal entweder oder.
Und vielleicht war uns das bewusst – bevor wir hier gelandet sind.
Aber wir bleiben trotzdem grenzenlos
Denn am Ende sind wir in Wahrheit Bewusstsein. Grenzenlos.
Wir können zu dieser Wahrheit erwachen.
Und wenn wir das tun, merken wir:
Der einzige echte Moment ist der jetzige.
Alles andere spielt sich in unserer Vorstellung ab.
Und genau dort – in dieser Vorstellung – können wir alles entscheiden.
Alles fühlen.
Überall hinreisen.
Alles sein.
Ich weiß nicht, ob das ein endgültiges Fazit ist. Vielleicht müsste ich länger darüber nachdenken.
Aber es sind Gedanken, die bleiben.
Gedanken, die ich einfach mal so stehen lassen will – als Inspiration, als Anstoß, als Einladung tiefer zu fühlen.
Vielleicht trifft dich dieser Gedanke gerade mehr, als du zugeben würdest.
Vielleicht resoniert er mit einem Teil von dir, den du bisher nicht in Worte fassen konntest.
Und vielleicht… fühlt er sich gerade deshalb so richtig an.
Sag nur Bescheid.

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