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Krull

Ich gehe gerade viele alte Filmperlen der 70er und 80er durch und dank eines Kumpels, der die UHD vor einigen Tagen rezensiert hatte, hatte ich gestern Abend Bock, diesen edlen Fantasy-Klassiker einzuwerfen und zu genießen. Die Story ist so simpel gestrickt, dass man darüber gar nicht lange nachdenken muss:

Ein böses Ungeheuer aus dem All greift den mittelalterlichen Planeten Krull an. Dort vereinen sich zwei verfeindete Königreiche über die Hochzeit von Prinz Corwin und Prinzessin Lissa zu einer großen Armee. Doch bevor der Bund des Lebens endgültig geschlossen werden kann - allein für die Zeremonie muss man den Film schon lieben - stürmen die Slayers das Schloss, killen die zwei Könige und entführen die Prinzessin.

Natürlich muss Prinz Corwin nun ran und seine Prinzessin aus den Klauen des unbeschreiblichen Ungeheuers aus der schwarzen Festung befreien. Doch die verschwindet bei jedem Sonnenaufgang einfach und erscheint irgendwo anders auf dem Planeten, was die Suche reichlich erschwert. Doch Corwin ist nicht allein, sondern bekommt Unterstützung von einem weisen Alten aus den Granitbergen (der selige Freddie Jones (Der Elefantenmensch)) und auf dem Weg zur Festung auch noch Hilfe von einer Räuberbande (u.a. Liam Neeson und Robbie Coltrane), einem bizarren Magier namens Ergo der Prächtige ("Klein an Statur, groß an Macht! Immer nah am Ziel und von enormer Weitsicht!") sowie einem smaragdgrünen alten Wahrsager-Hutzel und dessen sehr jungen Lehrling.

Bis zu der schwarzen Festung müssen sie einige gefährliche Abenteuer erleben, auf Berge kraxeln und sich durch Sümpfe schleichen. Und immer wieder werden sie von den Slayers und anderen Schergen des Ungeheuers angegriffen. Der Film ist an sich ein Witz, denn ohne das ganze fantastische Brimborium bleibt nicht viel übrig.

Was im Grunde egal ist, denn eben darum geht es in Krull. Viel Fantasy-Unsinn, Laserwaffen, Schwerter, unheimliche Kreaturen, Prinzen und Prinzessinnen. Bums, aus, fertig. Technisch ist der Film in großen Teilen auf der Höhe der Zeit, wobei einige Bluescreen-Einstellungen ziemlich schlecht gealtert sind. Dafür sprudelt der Film über vor wundervollen und gruselig-schönen Einfällen, bietet tolle Maskeneffekte und ganz viel Abenteuer-Feeling auf. Allein der Soundtrack von James Horner (u.a. Titanic) ist ständig ein bisschen drüber und die Ähnlichkeiten zu "Star Trek II: Der Zorn des Kahn" sind unüberhörbar.

Die Blueray macht zumindest einiges her, auch wenn ich den Vergleich zur UHD nicht vornehmen kann, da ich sie nicht habe. Eventuell kaufe ich sie irgendwann mal nach, wobei es höchstens wegen des englischen Originaltons wäre. Aber da ich meine Filme eh meistens auf Deutsch sehe, ist das schon fast zu vernachlässigen.

Ein toller Fantasy-Streifen aus den frühen 80ern, der neben "Conan der Zerstörer", "Die unendliche Geschichte" und anderen Titeln absolut bestehen kann.

4 von 5 Gehirndingern die im Boden verschwinde