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Weihnachten mit Hund – Sicher, entspannt und harmonisch durch die Festtage

Auch junge Hunde können schon trainiert werden, als Grundlage für eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung. Foto: Jürgen Brand
Auch junge Hunde können schon trainiert werden, als Grundlage für eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung. Foto: Jürgen Brand

Weihnachten gehört für viele Menschen zu den schönsten Zeiten des Jahres: Lichterglanz, festliche Stimmung und geselliges Beisammensein prägen die Feiertage. Für Hunde jedoch bedeutet diese Zeit vor allem Veränderung. Neue Gerüche, ungewohnte Abläufe und mehr Besucher können für Vierbeiner aufregend, aber auch belastend sein. Wer Weihnachten gemeinsam mit Hund verbringt, sollte deshalb einige Aspekte berücksichtigen, um das Fest für alle entspannt und sicher zu gestalten.

Von Isabel Scheu

(ist ausgebildete Hundetrainerin und leitet die Hundeschule Pfotenliebe Stuttgart (Si apre in una nuova finestra) in Stuttgart-Ost)

Weihnachtsbaum und Dekoration: Festlich, aber nicht ungefährlich

Der Weihnachtsbaum bildet in vielen Haushalten das Zentrum des Festes – und gerade hier lauern einige Risiken. Ein stabil verankerter, standsicherer Baum verhindert, dass er durch eine unbedachte Bewegung oder ein freudiges Schwanzwedeln umkippt. Heruntergefallene Tannennadeln sollten regelmäßig entfernt werden, denn sie können Magen-Darm-Reizungen verursachen. Auch das oft behandelte Baumwasser sollte abgedeckt werden, damit Hunde es nicht trinken.

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Beim Baumschmuck ist Vorsicht geboten: Glaskugeln können splittern und Schnittverletzungen verursachen, während Lametta und Engelshaar beim Verschlucken zu gefährlichen Darmverschlüssen führen können. Ganz tabu sind selbstgebastelte Salzteig-Anhänger – ihr hoher Salzgehalt kann für Hunde lebensbedrohlich sein. Lichterketten und Kabel sollten so verlegt werden, dass neugierige Vierbeiner sie weder erreichen noch anknabbern können. Offene Kerzen sollten niemals unbeaufsichtigt brennen; wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu LED-Kerzen.

Die Hundetrainerin Isabel Scheu und ihre eigenen Vierbeiner. Foto: Isabell Scheu
Die Hundetrainerin Isabel Scheu und ihre eigenen Vierbeiner. Foto: Isabell Scheu

Gefährliche Versuchungen: Weihnachtsleckereien und ihre Risiken

Viele kulinarische Highlights der Festtage sind für Hunde ungeeignet oder sogar giftig. Schokolade, Rosinen, Weintrauben, Zwiebeln, Knoblauch und alkoholhaltige Speisen gehören zu den häufigsten Auslösern von Vergiftungen rund um Weihnachten. Auch stark gewürzte oder besonders fettige Speisen – darunter Gänse- oder Entenhaut, Bratensauce oder Raclette-Reste – können den Hundemagen schwer belasten und im schlimmsten Fall eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen.

Ebenso gefährlich sind gekochte Knochen, die leicht splittern und innere Verletzungen verursachen können. Deshalb gilt: Reste vom Festmahl sind für Hunde ungeeignet. Wer seinem Vierbeiner etwas Besonderes anbieten möchte, setzt stattdessen auf kleine Portionen ungewürzten Fleisches, verträgliches Gemüse oder speziell für Hunde hergestellte Kekse.

Geschenkpapier und Kleinkram: Das Chaos birgt Risiken

Beim Auspacken der Geschenke entsteht oft Trubel: Schleifen, Bänder, Folie und kleine Dekoteile liegen verstreut herum. Was für Menschen harmlos aussieht, kann für Hunde gefährlich werden. Verschluckte Geschenkbestandteile können Erstickungsanfälle oder Darmverschlüsse verursachen. Sinnvoll ist es daher, einen Müllsack bereitzuhalten und Ordnung zu schaffen, während der Hund beispielsweise mit einem Kauspielzeug oder Snack beschäftigt wird.

Besuch, Kinder und laute Räume: Den Hund nicht überfordern

Zu Weihnachten füllen sich viele Wohnzimmer mit Familie und Freunden. Für manche Hunde ist dieser Trubel aufregend, für andere vor allem stressig. Ein ruhiger Rückzugsort – am besten in einem separaten Zimmer – hilft, Überforderung zu vermeiden. Dieser Bereich sollte für alle Besucher tabu sein.

Kinder sollten im Umgang mit Hunden angeleitet werden: Nicht bedrängen, nicht festhalten, nicht im Schlaf stören und keine Leckereien ohne Erlaubnis geben. Auch auf Besucher, die vielleicht Angst vor Hunden haben, sollte Rücksicht genommen werden – in solchen Fällen kann zeitweiliges Abtrennen oder Anleinen sinnvoll sein.

Stress erkennen: Frühzeitig handeln, statt den Hund zu überfordern

Hunde zeigen Stress auf unterschiedliche Weise: Hecheln ohne Anstrengung, vermehrtes Gähnen, Anspannung, Lefzenlecken oder Rückzug sind typische Hinweise. Wer diese Signale wahrnimmt, sollte den Hund aus der Situation nehmen und ihm Ruhe ermöglichen. Wichtig ist, den Hund nicht zu zwingen, am Fest teilzunehmen. Überforderung ist an Weihnachten schnell passiert – eine kurze Pause kann viel bewirken.

Sinnvolle Geschenke für Hunde: Qualität statt Quantität

Viele möchten ihrem Vierbeiner an Weihnachten etwas schenken. Sinnvoll sind robuste Kauspielzeuge, Denkspiele oder hochwertige Kauartikel. Auch ein neues Hundebett kann eine willkommene Überraschung sein. Billiges Spielzeug sollte man meiden: Es kann splittern oder Schadstoffe enthalten.

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Reisen mit Hund: Gut vorbereitet durch die Festtage

Wer Weihnachten außer Haus verbringt, sollte auch den Hund auf die Reise vorbereiten. Eine sichere Transportmöglichkeit im Auto – etwa eine Box oder ein Sicherheitsgurt – ist unerlässlich. Regelmäßige Pausen und ein leichter Magen erleichtern den Transport. Am Zielort unterstützen vertraute Decken, Näpfe oder Spielzeuge die Eingewöhnung. Vorher sollte geklärt sein, ob Hunde willkommen sind und wie sicher die Umgebung ist.

Foto: Isabel Scheu
Foto: Isabel Scheu

Routine bewahren: Bewegung und Ruhe im Gleichgewicht

Trotz Feiertagsstress sollte der Tagesablauf des Hundes möglichst konstant bleiben. Spaziergänge und Fütterungszeiten geben Sicherheit und Struktur. Besonders hilfreich sind ruhige, ausgedehnte Spaziergänge sowie kleine Denk- und Suchspiele, die mental auslasten und entspannen.

Silvester im Blick behalten: Vorsorge für die lautesten Tage des Jahres

In vielen Regionen beginnt die Knallerei schon zwischen den Jahren. Hunde sollten daher beim Spaziergang ab dieser Zeit an der Leine geführt werden. Ein gut vorbereiteter Rückzugsort, gedämpfte Geräusche oder Musik können dazu beitragen, die Silvesterangst zu lindern. Bei besonders ängstlichen Hunden empfiehlt sich frühzeitiger Rat bei Trainer oder Tierarzt.

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Ein Klick auf die Illustration (Gemini/KI) führt zur Prämie. (Si apre in una nuova finestra)
Ein Klick auf die Illustration (Gemini/KI) führt zur Prämie.

Fazit: Weihnachten mit Hund bewusst und sicher gestalten

Weihnachten mit Hund kann eine wunderbare, bereichernde Erfahrung sein – vorausgesetzt, die Bedürfnisse des Vierbeiners stehen ebenso im Fokus wie die eigene Festgestaltung. Mit etwas Vorbereitung, einem sicheren Umfeld, ruhigen Rückzugsorten und geeigneten Leckereien wird das Fest nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde zu einer angenehmen und harmonischen Zeit. Ein Hund, der sich wohl und sicher fühlt, trägt maßgeblich zur entspannten Atmosphäre bei – und genau das macht Weihnachten so besonders.

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Argomento Baden-Württemberg

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