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Tipps zum Fernreisen ohne Flieger – und zum Lesen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik 

Liebe Leser:innen,

habt ihr das Interview von Dunja Hayali mit Dirk Peglow, dem Vorsitzenden des Bundes Deutscher Kriminalbeamter im ZDF heute journal vom 20.4. gesehen? Dort bespricht Peglow die Polizeiliche Kriminalitätsstatistik (PKS) 2025 – laut der PKS sind Gewalttaten gegen Frauen im vergangenen Jahr um 8,5 % gestiegen. Hayali fragt also, was Peglow denn Frauen raten würde, um sich zu schützen. Er, trocken und zugespitzt: Statistisch gesehen am besten nicht mit einem Mann zusammenleben.

Diese Aussage wurde millionenfach im Netz geteilt, geklickt, geliked – und gehasst. Dabei hat Peglow lediglich mit Fakten auf Hayalis Frage geantwortet. Und Fakt ist, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen häufig im engsten Umfeld ausgeübt wird, in der PKS erfasst als häusliche oder innerfamiliäre Gewalt.

Aber eben nicht im Stadtbild, wie von manchen gerne behauptet wird, etwa von rechten Populist:innen, die uns ständig erzählen, Deutschland werde immer unsicherer, und das natürlich wegen migrantischer Menschen. Nein. Tatsächlich, jedenfalls nach PKS (Si apre in una nuova finestra), wird es hierzulande immer sicherer: die registrierten Kriminalitätsfälle sind in den vergangenen 20 Jahren um 14 Prozent gesunken. Während gleichzeitig die Anzahl der Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen, um 108 Prozent gestiegen ist. Beispiel gefällig? 2025 etwa sank die Zahl der angezeigten Verbrechen um 5,6 Prozent, die Gewaltkriminalität nahm ebenfalls um 2,3 Prozent ab. (Der Volksverpetzer (Si apre in una nuova finestra) entlarvt das rechte Narrativ über die PKS wunderbar detailliert).

Ist jetzt alles gut? Nein, natürlich nicht, denn auch nach PKS nehmen die erfassten geschlechtsspezifischen Gewalttaten zu, vielleicht auch weil sie häufiger angezeigt werden und neuere Gesetze wie die etwa Reform des Gewaltschutzgesetzes die Übergriffe überhaupt justiziabel machen. Das Dunkelfeld wird noch höher sein. Aber lassen wir uns nicht einreden, dass es in Deutschland überhaupt und grundsätzlich krimineller geworden ist und das auch noch wegen migrantischer Menschen. Das ist ein rechtes Narrativ. Die Good News ist: Es wird sicherer. Der Hass im Netz allerdings, der nimmt zu. 

Ein sicheres Wochenende wünscht euch

Bianca

Aus dem Magazin

Über Wasser und Land

Wegen überwältigender Nachfrage auf Anjas Reportage (Si apre in una nuova finestra)von letzter Woche über ihre fliegerfreie Reise von Lanzarote nach Berlin, mit Fähre und Zug, hat sich unsere Reporterin, längst zurück in Berlin, noch einmal für euch hingesetzt und Tipps und Tricks zusammengetragen, inklusive Buchungs-Plattformen, spezialisierter Reisebüros und Tourenbüchern. Vielleicht habt ihr ja auch mal Lust, es auszuprobieren. Eins ist klar: Wenn man bei Google Maps als Start Lanzarote und als Ankunft Berlin eintippt, dann passiert – nichts. System überfordert. Und so geht es vielen, die längere Strecken, über verschiedene Länder, über Land- und Seewege hinweg planen möchten. Wo also anfangen? Hier (Si apre in una nuova finestra)!

In diesem Artikel erfahrt ihr:

  • Wann eine Fernreise eine Fernreise ist

  • Ob man mit dem Zug bis nach Thailand fahren kann

  • Und wo man eine lange Zugreise so zusammengestückelt bekommt, dass auch wirklich alles zusammenpasst

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Schätz mal!

... wie viel, wie hoch, wie schwer? Schätz mal!

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Wochenrückblick

Sieben Tage, sieben Good News

Hier sind unsere Nachrichten für realistische Optimist:innen: Die sieben besten Good News der Woche aus unserer Redaktion:

  • ​​​​​​👏​​ Kinderarbeit auf den Philippinen deutlich gesunken

    Laut Zahlen der Regierung ist die Kinderarbeit auf den Philippinen stark zurückgegangen. Innerhalb von zwei Jahren ist die Anzahl der arbeitenden Kinder um fast 40 Prozent gesunken. Das liegt unter anderem an verschiedenen Hilfsprogrammen, die z. B. Familien mit wenig Einkommen finanziell unterstützen. Quelle: WDR COSMO (Si apre in una nuova finestra)

  • ​​🍽️​ Frankreich führt 1-Euro-Menüs für alle Studierenden ein

    Frankreich weitet das Angebot von 1-Euro-Mahlzeiten in Hochschulmensen aus. Künftig stehen die vergünstigten Menüs landesweit allen Studierenden, Berufsschülern, Doktoranden und Zivildienstleistenden zu. Die finanzielle Situation spielt dabei, anders als bisher, keine Rolle mehr. Quelle: MERKUR (Si apre in una nuova finestra)

  • 🟢​ Deutschland: Härtere Strafen für Umweltverbrechen geplant

    Die Bundesregierung plant strengere Strafen für schwere Umweltdelikte. Wer vorsätzlich große Ökosysteme zerstört oder Menschen gefährdet, soll künftig wegen eines Verbrechens statt nur eines Vergehens angeklagt werden können. Auch mögliche Geldbußen für Unternehmen steigen deutlich, auf bis zu 40 Millionen Euro. Quelle: TAZ (Si apre in una nuova finestra)

  • ​​❌​ ​EU will KI-Apps für sexualisierte Deepfakes verbieten

    Künftig sollen KI-Anwendungen verboten werden, die Menschen ohne ihre Zustimmung entkleidet oder pornografisch darstellen. Das geplante Verbot richtet sich nicht nur gegen die Verbreitung solcher Bilder, sondern erstmals auch direkt gegen die Technik dahinter. Betroffene sollen so besser vor digitaler Gewalt geschützt werden. Quelle: SPIEGEL ONLINE (Si apre in una nuova finestra)

  • ​​​​🫶​ Berlin benennt Platz vor dem Abgeordnetenhaus nach Margot Friedländer

    Berlin erinnert an Margot Friedländer: Der Platz vor dem Berliner Abgeordnetenhaus soll ab dem 7. Mai offiziell ihren Namen tragen. Mit der Ehrung würdigt die Stadt Friedländers jahrzehntelangen Einsatz für Erinnerungskultur, Menschlichkeit und demokratisches Miteinander. Quelle: WDR COSMO (Si apre in una nuova finestra)

  • ​​​​📚​ Hamburg fördert unabhängige Verlage

    Mit einem neuen Förderprogramm stellt Hamburg künftig jährlich 700.000 Euro für kleine, konzernunabhängige Buchverlage bereit. Damit soll die kulturelle Vielfalt in der Literatur gestärkt werden. Hamburg ist das erste Bundesland mit einer eigenen strukturellen Förderung für unabhängige Verlage.Quelle: DLF KULTUR (Si apre in una nuova finestra)

  • ​​​​🐟​ Thunfisch kehrt in die Ostsee zurück

    Der Atlantische Thunfisch war jahrzehntelang fast verschwunden, jetzt ist er zurück im Öresund zwischen Dänemark und Schweden. Dank strenger Fangquoten und Schutzmaßnahmen haben sich die Bestände deutlich erholt. Die Rückkehr gilt als Erfolg im Kampf gegen Überfischung. Quelle: TAGESSCHAU (Si apre in una nuova finestra)

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„Der Reisebericht zu den Kanaren“ (Anmerkung: Das bezieht sich auf diesen Artikel (Si apre in una nuova finestra) unserer Redakteurin Anja Dilk)

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👋Bis nächste Woche

Wir wünschen dir ein schönen Start ins Wochenende. Bleibt optimistisch!

Dein Good Impact Team,

Anja, Bianca, Sophie, Selina, Simon & Juliane

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