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Serie: Über’s Bücherschreiben

Erste Ausgabe: Guten Morgen Tel Aviv

Guten Morgen Tel Aviv (Si apre in una nuova finestra) war mein erstes Buch. Der Titel stammte damals nicht von mir, sondern von einem Freund, der jetzt wahrscheinlich zu Recht beim Spiegel ist, aber leider nicht mehr so recht ein Freund, weil er zu viele aus meiner Sicht völlig abstruse Sachen zu Israel gepostet hat. Anyway. Guten Morgen Tel Aviv war der Titel, den er mir damals zurief, als wir über meine Idee, über Israel zu schreiben, sprachen. Bei meinen früheren Büchern fiel mir die Titelsuche noch schwer, mittlerweile bin ich darin, wie ich finde, ganz gut geworden (vielleicht auch, weil ich seit ALEF (Si apre in una nuova finestra) nur noch ein Wort-Titel für die Romane aussuche).

Die Grundidee von Guten Morgen Tel Aviv war aber nicht das Buch, das es dann wurde, sondern ein Blog bei der Welt. Was viele nicht wissen: Ich bin mit einem Journalistenstipendium der deutschen Studienstiftung (Si apre in una nuova finestra) nach Israel gekommen. Ein tolles Programm, das viel zu unbekannt ist (vor allem auch deshalb, weil die elitäre Studienstiftung es eigentlich nur unter ihren Stipendiaten bewirbt - und so hätte auch ich 2009 nichts davon mitbekommen, wenn nicht eine meiner engsten Freundinnen eine Studienstiftlerin gewesen wäre, und mir die Anzeige dafür zugeschickt hätte). Zu meinem unermesslichen Erstaunen wurde ich, die damals noch in der PR arbeitete, für das Stipendium genommen und so sicherte ich mir für mein erstes Jahr in Tel Aviv ein monatliches Grundgehalt. Im Rahmen des Stipendiums arbeitete ich die ersten drei Monate bei der dpa und dann schrieb ich den Rest der Zeit den Blog (das Blog?) für die Welt.

Ich hatte damals eine sehr gute Freundin, die bereits ein paar Bücher bei riesigen Verlagen veröffentlicht hatte (seht ihr übrigens, was sich hier durchzieht? Mir haben so so viele Freunde auf meinem Weg geholfen!!! Danke euch allen an dieser Stelle!) und die dann zu mir sagt: “Hey Katharina, das sind doch super lustige Geschichten, die du da schreibst, mach gleich n Buch draus. Ich connecte dich mal mit meiner Agentin.” Meine Freundin war es auch, die mir dann zeigte, wie man ein Expose schreibt und nachdem ich das, plus etwa 20 Seiten Leseprobe, fertiggestellt und verschickt hatte, rief ihre Agentin mich direkt am nächsten Tag an: “Es gibt Leute, die können schreiben und es gibt Leute, die haben was zu erzählen. Du hast beides und ich würde dich gerne vertreten.” So bin ich 2010 zu meiner Agentin Petra Eggers (Si apre in una nuova finestra) gekommen, die so ziemlich das Who is Who der deutschen Buchbranche bei sich im Laptop hat. Das Expose füge ich euch am Ende von diesem Beitrag übrigens mal ein, dann habt ihr mal gesehen, wie so etwas aussehen sollte, denn vor allem für sogenannte Sachbücher (also alles, was nicht Belletristik ist), ist so ein Exposé schon ziemlich wichtig.

Meine Agentin nahm mein Exposé und die Leseprobe dann mit auf die Frankfurter Buchmesse und stellte sie einigen Verlagen vor. Noch am gleichen Tag trudelte ein erstes Angebot für knapp

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