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Worldbuilding: Von groß nach klein?

Oder: Warum AERA nicht mit einer Taverne angefangen hat

Aktuell arbeite ich für meine Spielies an einer Homebrew-Welt für meine Daggerheart-Runden. Für mich ist das ein ziemlich ambitioniertes Projekt, weil ich noch nie ernsthaft in diesem Maßstab gearbeitet habe. Und da nächste Woche bereits die erste Session in dieser Welt stattfindet, bin ich… sagen wir… leicht in Zeitnot geraten. Classic DM-Stuff.

Also: Wie fängt man an, wenn man nur einen leeren Ozean vor sich hat?

Am Anfang waren die Götter…

AERA funktioniert nach einem 4er-Pantheon bzw. einem 4-Länder-Modell. Jedes dieser Länder hat einen gesellschaftlichen Schwerpunkt:

  • Das Land des Krieges

  • Das Land des Wissens

  • Das Land des Glaubens

  • Das Land des Wohlstands

Jedes dieser Länder steht für sich. Gleichzeitig basiert der Frieden in AERA auf einem sehr vorsichtigen Miteinander. Ein instabiles Gleichgewicht, das nur funktioniert, solange jedes Land vom Wissen und Fortschritt der anderen profitiert.

Damit hatte ich direkt eine solide Grundlage. Jeder versteht intuitiv, wie diese Welt funktioniert, und ich konnte mich an großen Vorbildern orientieren. Wenn man weiß, wie klar definierte Kulturen miteinander interagieren, hat man sofort Spannung im System.

Wichtig war mir aber: Diese Länder dürfen nicht wie starre Ideologie-Blöcke wirken. Sie sollen ein klares Profil haben, ohne steif oder indoktriniert zu sein.

Das habe ich so gelöst:
Je weiter man sich vom Regierungssitz (also von der Hauptstadt) entfernt, desto mehr verschwimmen die kulturellen Grenzen. Die Einflüsse der anderen Länder werden stärker. Handel, Migration und Austausch sorgen dafür, dass kein Land komplett isoliert existiert.

Damit habe ich zwei Probleme gleichzeitig gelöst:

  1. Jedes Land hat ein klares Alleinstellungsmerkmal.

  2. Die Welt fühlt sich trotzdem organisch und lebendig an.

Und das Beste: Ich habe ein stabiles Grundgerüst gebaut, ohne mich direkt in Detailarbeit zu verlieren.

Die erste Gruppe soll am Ende mitentscheiden dürfen, wo und wie sie startet. Sie werden aktiv am Worldbuilding teilnehmen und eigene Städte und Dörfer erschaffen – ganz im Sinne der Daggerheart-Regeln.

Natürlich gebe ich den Spielern damit mehr Einfluss. Aber genau das ist der Punkt. Ich glaube, dass sie sich langfristig stärker mit dieser Welt verbunden fühlen, wenn ein Teil davon wirklich von ihnen kommt. Wenn ihre Ideen darin leben, wird ihnen auch ihr Schicksal wichtiger.

Ich freue mich riesig darauf, AERA endlich mit Leben zu füllen.
Als nächstes schauen wir uns das Pantheon und die vier einzelnen Länder genauer an.




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