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Schmeiß deinen Weihnachtsbaum nicht weg!

Nadeln für Heidelbeeren, Zweige für den Frostschutz, Stamm fürs Insektenhotel: Wie du deinen Weihnachtsbaum sinnvoll im Garten verwerten kannst.

Frohes Neues! Ich hoffe, du hast schön ins neue Jahr gefeiert ❤️.

Anfang Januar liegt aber auch er jetzt da: der Weihnachtsbaum, der eben noch festlich geschmückt im Wohnzimmer stand. Die Kerzen sind runtergebrannt, die Kugeln verstaut, und zwischen den Zweigen rieseln unfassbar nervig Nadeln auf den Boden. Jetzt stellt sich die Frage, was mit ihm passieren soll. Die meisten Menschen stellen ihren Baum an den Straßenrand, wo die Müllabfuhr ihn abholt und zur Kompostieranlage bringt. Dabei lässt sich jeder Teil des Baums im eigenen Garten verwenden, vom Stamm bis zur letzten Nadel.

Bevor du loslegst, prüfe kurz, ob dein Baum dafür geeignet ist. Bäume aus konventionellem Anbau können mit Pestiziden behandelt sein, und auch Schnee- oder Glitzersprays machen die Verwertung im Garten unmöglich. Falls du unsicher bist, frag beim Verkäufer nach oder entscheide dich im nächsten Jahr gleich für einen Baum aus ökologischem Anbau. Solche Bäume erkennst du an Siegeln wie Bioland, Naturland oder dem FSC-Siegel. Auch Bäume vom regionalen Forstbetrieb, die als Durchforstungsmaßnahme geschlagen wurden, eignen sich gut.

Nadeln für saure Beete

Die Nadeln sind das Erste, was sich vom Baum löst. Statt sie mühsam zusammenzukehren, nur, um sie dann in die Biotonne zu werfen, sammelst du sie in einem Eimer. Fichtennadeln, Tannennadeln und Kiefernnadeln enthalten Gerbstoffe und organische Säuren, die beim Zersetzen den pH-Wert des Bodens senken. Genau das brauchen Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen: Heidelbeeren, Preiselbeeren, Cranberrys, aber auch Rhododendren, Azaleen und Hortensien. Verteile die Nadeln als dünne Mulchschicht um diese Pflanzen herum. Eine Schicht von etwa drei Zentimetern reicht aus. Die Nadeln zersetzen sich langsam über mehrere Monate und geben dabei kontinuierlich ihre Inhaltsstoffe ab. Der Effekt summiert sich über die Jahre, wenn du jedes Jahr nach Weihnachten eine neue Schicht aufbringst. Gleichzeitig hält eine dicke Nadelschicht den Boden feucht und unterdrückt Beikraut. Ich leg auch gern mal ganze Zweige unter meine Heidelbeeren.

Argomento Gartenwissen allgemein

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