10. April 2026

Guten Tag,
in Schwerin wirkt vieles auf den ersten Blick ruhig. Wer durch die Innenstadt geht, sieht Menschen in Cafés sitzen, Spaziergänger am Pfaffenteich, Familien auf dem Markt. Die Stadt hat etwas Entschleunigtes, gerade im Vergleich zu großen Metropolen.
Und doch beschäftigt viele hier eine Frage, die man nicht sofort sieht: Bleiben die jungen Menschen eigentlich noch in Schwerin?
Lange Zeit war die Antwort darauf eindeutig. Nach der Wende verließen vor allem junge Menschen Mecklenburg-Vorpommern. Sie gingen für Ausbildung, Studium oder Arbeit – meist in größere Städte wie Hamburg oder Berlin. Ganze Jahrgänge fehlten plötzlich. Die Region wurde älter, die Bevölkerung schrumpfte.
Diese Entwicklung ist bis heute spürbar. Mecklenburg-Vorpommern gehört inzwischen zu den ältesten Bundesländern. Auch in Schwerin sind junge Menschen deutlich in der Minderheit, während ältere Jahrgänge stärker vertreten sind.
Doch die Zahlen zeigen inzwischen auch eine andere Entwicklung.
In Schwerin ziehen wieder mehr Menschen zu als weg. Besonders in der Altersgruppe der 18- bis 30-Jährigen gibt es inzwischen ein leichtes Plus. Das ist genau die Gruppe, die früher besonders häufig gegangen ist.
Das klingt zunächst nach einer Trendwende.
Aber so einfach ist es nicht.
Genau darum geht es heute in diesem Newsletter: um die Frage, was Schwerin tun muss, damit junge Menschen bleiben und warum das für die ganze Stadt entscheidend ist.
Heute im KURS-Brief:
Bleiben junge Menschen in Schwerin? Zwischen Trendwende und Wirklichkeit
OB-Kandidaten bewerten Stadtentwicklung
Schwerins Plan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung
Initiative PRÜF kündigt Demonstrationsoffensive an