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Weite & Kompass am 23.3.

Mir gefällt die Stimmung, die alles um die Literatur herum umgibt, unfassbar gut. Seit meiner Buchhandelsausbildung – vor fast zwanzig Jahren – denke ich: Ich schwimme so gern in diesen Gewässern.

Ich fühle mich wohl, so viel Zeit mit Literaturmenschen verbringen zu dürfen. Mit denen, die schreiben, veröffentlichen, begleiten, lesen. Wenn ich – wie in den vergangenen Wochen voller Gespräche, Moderationsvorbereitungen, Lesungen und Programmbesprechungen – ständig mit Verlagsmenschen und Schreibenden im Austausch bin, wenn die gerade zurückliegende Buchmesse dieses Gemeinschaftsgefühl noch verstärkt, dann überwiegt ein grundlegendes Einverständnis: an etwas zu glauben, das keiner Erklärung bedarf.

Selbst wenn wir ringen, Missstände benennen, uns weiterentwickeln wollen – es bleibt ein Privileg, meinen Lebensunterhalt in einer Umgebung zu verdienen, in der wir unausgesprochen und ausgesprochen teilen, wie sehr wir an gut erzählte Geschichten glauben.

Über dieses Glück vergesse ich manchmal, was es auch ist:

Argomento Weite & Kompass

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