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„Österreich für dich“ – die wichtigsten Nachrichten der Woche

Willkommen zur neuen Ausgabe von „Österreich für dich“.
Schön, dass du wieder dabei bist.

In den letzten Tagen waren das die wichtigsten Themen in den österreichischen Medien:

🔸 Gift im Baby-Brei: Verdächtiger gefasst
🔸 Job für Partei-Freund: Politiker wurde verurteilt

🔸 Song Contest in Wien: Was Fans wissen sollten

Damit die Informationen auch für dich nützlich sind, schreiben wir unsere Texte so, dass du sie gut verstehen kannst, auch wenn Deutsch nicht deine Muttersprache ist. Dieser Newsletter richtet sich an alle, die leicht verständliche Nachrichten schätzen.

Gift im Baby-Brei: Verdächtiger in Haft

Wochenlang sorgte Ratten-Gift in Baby-Nahrung für große Aufregung. Jemand hatte Gläschen der Firma Hipp mit Gift versetzt und wollte damit das Unternehmen erpressen. Gefordert wurden zwei Millionen Euro in einer Krypto-Währung.

In Österreich, Tschechien und der Slowakei sollen insgesamt fünf Hipp-Gläschen mit Ratten-Gift versetzt worden sein. Vier davon wurden gefunden. Eines fehlt bis heute. Zum Glück kam niemand zu Schaden.

Das Bild zeigt zwei Hände einer Person, die mit Handschellen gefesselt sind.
Am Samstag wurde ein Verdächtiger festgenommen. Er ist ein ehemaliger Mitarbeiter die Firma Hipp. Foto: iStock/Andrey Mikhaylov

Festnahme. Am Samstag wurde nun in Salzburg ein 39-jähriger Mann festgenommen. Seit Dienstag sitzt er in Untersuchungs-Haft. Bei einer Haus-Durchsuchung fand die Polizei zwei verschiedene Sorten Ratten-Gift und mehrere Hipp-Gläschen. Der Mann bestreitet alle Vorwürfe. Das Ratten-Gift habe er für seine Land-Wirtschaft gebraucht. Für ihn gilt die Unschulds-Vermutung.

Ehemaliger Mitarbeiter. Der 39-Jährige hat sechs Jahre bei Hipp gearbeitet. In diesem Jahr hat er die Firma verlassen. Einige Medien berichten, dass Hipp mit seiner Arbeit nicht zufrieden war und ihm vorwarf, Fehler gemacht zu haben.

Ende März kam es dann zu einer sogenannten einvernehmlichen Kündigung. Das heißt: Beide Seiten waren mit der Kündigung einverstanden. Das letzte Gespräch bei Hipp soll genau an dem Tag stattgefunden haben, an dem die Erpresser-Mail bei der Firma ankam. Das berichten Medien wie „Profil“ und „Krone“.

Die Anklage. Fachleute prüfen gerade, wie gefährlich die Menge Ratten-Gift für ein Baby gewesen wäre. Das Ergebnis ist wichtig. Denn davon hängt ab, was dem Verdächtigen genau vorgeworfen wird.

Im Moment ermittelt die Staats-Anwaltschaft wegen zwei Punkten: Der Mann soll andere Menschen bewusst in Gefahr gebracht haben. Und er soll versucht haben, jemanden schwer zu verletzen.

Sollte das Gutachten zeigen, dass die Menge des Ratten-Giftes für ein Kind tödlich gewesen wäre, könnte auch versuchter Mord dazukommen.

Hipp wieder im Regal. Die Supermarkt-Kette Spar bringt die Hipp-Produkte wieder in die Regale. Jedes Gläschen wird dabei aber extra genau kontrolliert.

Die Sorte „Karotten mit Kartoffeln" wird komplett neu bestellt. Denn genau diese Gläschen waren mit Gift versetzt worden. In Eisenstadt bekommt Spar alle Hipp-Produkte frisch geliefert.

Job für Partei-Freund: Politiker verurteilt

Vom Gericht schuldig gesprochen wurde diese Woche August Wöginger. Er ist ein wichtiger Politiker der ÖVP.

Das Bild zeigt den ÖVP-Politiker August Wöginger. Er trägt einen blauen Anzug und spricht vor der österreichischen Flagge und der EU-Flagge.
August Wöginger stand vor Gericht: Er soll einem Partei-Freund zu einem Chef-Posten beim Finanz-Amt verholfen haben. Foto: BKA/Tarek Wilde

Die Anklage. Wöginger soll dafür gesorgt haben, dass ein Partei-Freund eine wichtige Stelle beim Finanz-Amt in Braunau (Oberösterreich) bekommt. Das nennt man Posten-Schacher.

Was ist Posten-Schacher?
Jemand bekommt einen Job nicht wegen seiner Fähigkeiten, sondern weil er die richtigen Freunde oder die richtige Partei hat. Das ist strafbar und heißt Amts-Missbrauch.

Beamtin übergangen. Christa Scharf war die beste Kandidatin für den Chef-Posten beim Finanz-Amt Braunau. Trotzdem bekam sie den Job nicht. Stattdessen wurde ein ÖVP-Bürgermeister eingesetzt, der weniger geeignet dafür war. Scharf kämpfte neun Jahre lang für ihr Recht. Jetzt hat ihr das Gericht Recht gegeben.

Die Strafe. Wöginger wurde zu sieben Monaten bedingter Haft verurteilt. Außerdem muss er 43.200 Euro bezahlen.

Das Urteil ist noch nicht rechts-kräftig. Das heißt: Es gilt noch nicht als endgültig. Wögingers Anwalt hat Berufung eingelegt. Ein höheres Gericht prüft den Fall also noch einmal.

Aber nicht nur Wöginger wurde verurteilt. Auch die zwei Beamten, die bei der Posten-Vergabe mitgeholfen haben, erhielten eine bedingte Haft-Strafe und eine Geld-Strafe.

Rücktritt. Wöginger ist als Chef des ÖVP-Klubs zurückgetreten. Als Abgeordneter im Parlament bleibt er aber weiter tätig.

Diskussion. Dieses Urteil hat das Thema Posten-Schacher neu zur Diskussion gebracht. Denn nicht nur die ÖVP hat in der Vergangenheit Freunde und Partei-Mitglieder in wichtige Jobs gebracht. Das haben andere Parteien gemacht.

Expert:innen sind sich nicht sicher, ob sich wirklich etwas ändern wird. Das Urteil gegen Wöginger könnte aber ein Zeichen setzen: Wer Freunden wichtige Jobs besorgt, muss in Zukunft mit Konsequenzen rechnen.

Song Contest: Was Fans wissen sollten

Die Vorbereitungen für den 70. Eurovision Song Contest laufen in Wien auf Hochtouren.
Die großen Liveshows sind am 12., 14. und 16. Mai, jeweils um 21 Uhr. Zusätzlich gibt es mehrere Shows vor Publikum, insgesamt finden neun Shows in der Wiener Stadthalle statt.

Das Bild zeigt den Sänger Cosmos, der mit ausgebreiteten Armen und einem Lächeln vor der Wiener Stadthalle steht. Im Hintergrund ist ein großes Banner mit der Aufschrift „United by Music" und den Daten 12, 14 und 16 Mai zu sehen.
Für Österreich tritt der Sänger COSMÓ und dem Lied „Tanzschein“ an. Foto: ORF/Roman Zach-Kiesling

Proteste. Der Wettbewerb findet zum dritten Mal in Wien statt. Heuer nehmen 35 Länder teil. Dieser Song Contest sorgt auch politisch für Diskussionen.

Weil auch Israel teilnimmt, haben Island, Irland, die Niederlande, Slowenien und Spanien den Song Contest abgesagt. Die Polizei rechnet daher rund um die Veranstaltung auch mit Protesten.

Im TV. Der ORF überträgt die drei Liveshows live in ORF 1 und auf ORF ON: das erste Halbfinale am 12. Mai, das zweite Halbfinale am 14. Mai und das Finale am 16. Mai, jeweils ab 21 Uhr.

Fans. Für die Shows in der Stadthalle wurden 95.000 Tickets verkauft. Fans reisen aus 75 Ländern nach Wien. Wer kein Ticket hat, kann den Song Contest gemeinsam mit anderen verfolgen.

Public Viewing: Wo man gemeinsam schauen kann

  • Eurovision Village, Rathausplatz, 1010 Wien
    Halbfinale am 12. und 14. Mai, Finale am 16. Mai, jeweils ab 21 Uhr. Eintritt frei. Es gibt Kontrollen beim Eingang.

  • Strandbar Herrmann, Herrmannpark, 1030 Wien
    Alle drei Live-Shows werden gezeigt. Eintritt frei, keine Reservierung möglich. Plätze gibt es, solange Platz ist.

  • Volksoper Wien, Währinger Straße 78, 1090 Wien
    Finale im Zuschauer-Raum. Eintritt frei, aber man braucht kostenlose Platz-Karten.

  • Votiv Kino, Währinger Straße 12, 1090 Wien
    Finale auf der Kinoleinwand. Plätze gibt es, solange der Saal nicht voll ist.

  • Ottakringer Brauerei, Ottakringer Platz 1, 1160 Wien
    Finale mit Public Viewing und danach Feier. Dafür braucht man ein Ticket.

Strenge Kontrollen

In der Wiener Stadthalle gilt eine strenge Regel: Dort sind keine Taschen erlaubt! Rucksäcke, Handtaschen, Bauchtaschen und größere Taschen dürfen nicht mit hinein.

Mitnehmen darf man nur das Nötigste: Handy, Geldbörse, Schlüssel oder ein kleines durchsichtiges Täschchen.

Auch am Rathausplatz sind nur kleine Taschen erlaubt. Beim Finale sind die Regeln besonders streng: Am besten kommt man ohne Tasche und steckt nur das Nötigste ein. Getränke dürfen keinen Alkohol enthalten und höchstens 0,5 Liter haben. Glasflaschen und Dosen sind verboten.

Verkehr und Öffis – das ändert sich

Rund um die Stadthalle:

  • Sperren und Zufahrtsbeschränkungen von 9. bis 17. Mai

  • Hütteldorfer Straße zwischen Gürtel und Vogelweidplatz voraussichtlich jeweils von 16 bis 19.30 Uhr gesperrt

  • Auch Löhrgasse und Zinckgasse sind teilweise betroffen

  • Staus sind rund um Stadthalle, Gürtel und Westbahnhof möglich

Rund um den Rathausplatz:

  • Sperren am 10., 12., 14. und 16. Mai

  • Der Universitätsring entlang des Rathausplatzes ist ab 12 Uhr gesperrt.

  • Betroffen sind die Straßenbahnlinien D, 1 und 71.

  • Diese Linien werden umgeleitet oder kurzgeführt.

Anreise mit den Öffis:

  • Zur Stadthalle: mit der U6 bis Burggasse-Stadthalle oder mit der U3 bis Westbahnhof.

  • Zum Rathausplatz: mit der U2 bis zur Station Rathaus oder über Volkstheater.

  • Wer ein Ticket für eine Show in der Stadthalle hat, kann es am Veranstaltungstag auch als Fahrschein innerhalb Wiens nutzen.

Das waren die wichtigsten Nachrichten der Woche. Wir hoffen, dass auch für dich etwas Interessantes dabei war.

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Der nächste Newsletter erscheint am Donnerstag, dem
14. Mai 2026. Bis dahin wünschen wir dir alles Gute.

Liebe Grüße

Petra und Michi
Team „Österreich für dich“