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22 Grenzen für das Trinken der anderen

In der aktuellen Podcastfolge beantworten wir mal wieder ein paar Fragen aus der Community. Die größten Probleme machen bekanntermaßen die anderen Leute. Und für die braucht man Grenzen. Diese wiederum erlernt man mit der Zeit. Sie können sich verändern oder auch situativ ein bisschen anders aussehen. Trotzdem habe ich mit den Jahren bei gewissen Dingen Klarheit bekommen – in vielen Fällen auch dadurch, dass ich eine Grenze erst überschritten habe und im Nachhinein gemerkt habe, wie mies sich das angefühlt hat – in manchen Fällen auch mehrfach.

Hier ist Mikas Liste mit 22 Grenzen:

Darf ich Alkohol mit zu dir bringen?
Nein. Alkohol kommt mir nicht in die Wohnung.

Stört es dich, wenn ich mir ein Bier bestelle?
Ja, aber du kannst es trotzdem machen.

Beteiligst du dich am Geschenk für Günther? Wir schenken ihm eine gute Flasche Wein.
Nein. Ich kauf ihm einen Topf Basilikum.

Bringst du mir ein paar Bier vom Kiosk mit?

Nein.

Würdest du die Weihnachtsfeier vom Betrieb organisieren – es sollte schon auch Alkohol geben?
Ja, wenn jemand anderes sich um die Getränke kümmert.

Würdest du mich daten, wenn ich hin und wieder trinke?
Ja, aber nur, wenn du in jeder anderen Hinsicht überzeugend bist.

Würdest du mich daten, wenn ich viel trinke?
Nein.

Würdest du mich küssen, wenn ich getrunken habe?
Nein.

Würdest du neben mir (oder mit mir) schlafen, wenn ich was getrunken habe?
Nein.

Würdest du in einem Hotelzimmer mit Minibar schlafen?
Ja.

Würdest du auf eine Party gehen, auf der getrunken wird?
Ja, wenn ich jederzeit gehen kann oder einen Rückzugsraum zum Schlafen habe (gilt eigentlich auch für Partys auf denen nicht getrunken wird).

Würde es auf deinem eigenen Geburtstag Alkohol geben?
Never ever. Ist doch mein Geburtstag.

Ich mache mir Sorgen, dass ich zu viel trinke. Kann ich mit dir darüber reden?
Ja – wenn wir uns kennen oder du mir gerade gegenüber sitzt.
Nein – wenn du mir auf Instagram schreibst. Dann kann ich dir einen guten Podcast empfehlen.

Kann ich dir davon erzählen, wie wichtig Alkohol mir ist?
Klaro. Ich geh nur noch mal eben schnell aufs Klo und komme nicht wieder, oke?

Fährst du mich nach Hause, wenn ich was getrunken habe?
Ich habe keinen Führerschein. Aber sonst glaube ich nur, wenn ich dich sehr liebe und das kein regelmäßiges Ding ist.

Willst du was von meinem Tiramisu (meiner Rotweinsauce, meinem Bierbraten)?
Nein.

Kommst du mit in die Kneipe?
Vielleicht – aber du hast dort wahrscheinlich mit anderen Leuten mehr Spaß.

Wir wollen danach noch weiter – kommst du mit?
Nein.

Stößt du mit mir an, wenn in meinem Glas Alkohol ist?
Ja.

Willst du diesen alkoholfreien Gin probieren?
Ja.

Willst du diesen alkoholfreien Wein probieren?
Nein.

Findest du nicht, dass du das alles ein bisschen zu extrem siehst? Frage ich mich auch manchmal. Aber komme immer wieder zu dem Schluss: Nein.

Grenzen sind nichts Starres und schon gar kein Angriff auf andere. Sie sind ein Werkzeug, um gut für sich zu sorgen – und manchmal auch, um Beziehungen überhaupt möglich zu machen. Vielleicht erkennst du dich in manchen Punkten wieder, vielleicht sehen deine ganz anders aus. Beides ist völlig in Ordnung.

Argomento Bi-Weekly

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