Passa al contenuto principale

Schlupflid oder Schlupfglied?

Logo »TITANIC-Wochenrückblick. Der endgültige Newsletter«

Liebe Leser*innen,

wenn Sie die letzten Tage das Radio angeschaltet oder Spotify geöffnet haben, sind Sie bestimmt nicht drum herumgekommen: Donald Trump ist ins Musikbusiness eingestiegen und dominiert schon jetzt mit Songs wie »Anx-ICE-ty« und »Magacadabra« die Charts. Trotz dieser Erfolge ging der US-Präsident bei den Grammys leer aus, wurde aber darüber hinweggetröstet:

Donald Trump bei der Verleihung des FIFA-Friedenspreises. Er hält den Preis in der Hand, der so bearbeitet wurde, dass er einer Musiknote ähnelt. Dazu der Text: "Nach Kritik an Grammys: Trump bekommt FIFA-Musikpreis".
anzeige
Die Heftcover der letzten drei Monate. 
Text: 3 Monate testen und 37% sparen mit dem TITANIC-Probeabo für nur 13,50% (Si apre in una nuova finestra)

Doch die Grammys werden in den USA gerade von monströsen Ereignissen überschattet, bei denen Europa nur verständnis- und tatenlos zusehen kann. Die Rede ist natürlich vom Super Bowl. Doch keine Angst, mit den TITANIC-Powersätzen sind Sie gut auf das Footballspiel vorbereitet:

Powersätze für den Super Bowl

  • »NFL-Badeschlappen da, NFL-Duschtuch da, NFL-Trinkhelm mit Ketchup und Senf da – ich bin vorbereitet!«

  • »Der Ball ist ja gar nicht rund!«

  • »Wann geht es weiter?«

  • »Ich kannte mal einen Hund, der hatte auch so einen Käfig vor dem Gesicht.«

  • »Foul!«

  • »Ein bisschen Vorbereitung hätte der Halbzeitshow gutgetan.«

  • »Wann geht es denn nun weiter?«

  • »Die Amerikaner haben wirklich immer die interessantesten Mannschaftssportarten!«

  • »Hat ICE wirklich gerade den Quarterback vom Spielfeld weg verhaftet?«

  • »Ich gehe schlafen, das hier dauert ja noch eine Weile.«

Viele junge Menschen erben die Begeisterung für Football von ihren Eltern. Mit schlimmen Konsequenzen: Sie müssen bis spät in die Nacht auf dem Sofa sitzen und sich in den Werbepausen über die Versuche von Megakonzernen, lustig zu sein, freuen. Doch mit diesem Schicksal sind sie nicht allein. Viele Menschen erben, ohne es zu wollen:

  • Haarausfall

  • Niedriger IQ

  • Schlupflid

  • Schlupfglied

  • Puschelige Augenbrauen

  • Das alte Raclettegerät, das schon seit Jahren nicht mehr richtig funktioniert

  • Ideelle Werte (z. B. Demut oder Koriander lecker finden)

  • Schulden (Geld)

anzeige
(Si apre in una nuova finestra)

Doch nicht nur Menschen erben Eigenschaften von ihren Eltern, auch Titanen werden durch ihre Vorfahren geprägt und übernehmen zum Beispiel deren Unentschlossenheit beim Shoppen:

Gezeichneter Cartoon: Atlas kniet mit der Weltkugel auf dem Rücken in einem Bekleidungsgeschäft und betrachtet skeptisch die Hose, die er gerade anprobiert. Seine Partnerin sagt zu ihm: "Ach, du kannst doch alles tragen!"
Cartoon von Hahn und Jordan

Was die Gen Z wohl über diesen Cartoon denkt? Wie oft die Gen Z wohl shoppen geht? Ob die Gen Z wohl weiß, was ein Titan ist? Und wieso stellen so viele Menschen immerzu so viele Fragen zur Gen Z? Das hat sich diese Woche auch unser Kolumnist Torsten Gaitzsch gefragt:

Torsten Gaitzsch trinkt eine Tasse Kaffee und schaut in die Kamera

Heute: Talkin bout my generation

Keine Woche vergeht, ohne dass man irgendwo von den neuesten Trends unter Angehörigen der Generation Alpha und vor allem der Generation Z liest. Hier ein paar (vier) Schlagworte aus rezenten Newsmeldungen, deren Bedeutung ich freilich nicht recherchieren werde: »Sunset Clause«, »Chinamaxxing«, »Ralph Lauren Christmas«, »Bhajan Clubbing«. Hat man – und mit »man« meine ich in erster Linie die Medien – sich je zuvor so sehr für die Leidenschaften, Hobbys und Gedanken einer Generation interessiert? Was ist an der Gen Z so besonders, dass man sie derart genau beobachtet, dokumentiert und zu analysieren versucht?

Ich gehöre zu den ältesten Vertretern der Generation Y und kann mich nicht erinnern, dass »wir« vor fünfzehn, zwanzig Jahren irgendjemanden großartig interessiert hätten. Ja, es hat sogar bis Anfang der 2010er Jahre gedauert, bis die Millennials überhaupt ihren Namen verliehen bekamen (»Millennials«). Der Wikipedia-Artikel über die Generation Y enthielt in seinem Quellenverzeichnis lange Zeit einen Link auf TITANIC Online, weil dort einer der ersten Beiträge (Si apre in una nuova finestra) über diese Alterskohorte veröffentlicht wurde (geschrieben übrigens von mir). Zugegeben, die Ypsies sind und waren relativ langweilig. Selbst wenn die einschlägigen Magazine über Millennial-Trends berichten wollten, es gäbe schlicht keine. Der erste Eintrag, der erscheint, wenn man »new trend among millennials« googelt, lautet: »Why Timeless Clothing is the New Standard for Millennials«. Das sagt ja wohl alles.

Vielleicht könnte ich mich mit viel Wohlwollen gerade noch so der Gen X zurechnen lassen? Problem: Ich habe Meinungen und mag keinen Grunge.

Verabschiedet sich und wünscht ein gut informiertes Wochenende:

Ihre TITANIC-Redaktion

TITANIC empfiehlt:

(Si apre in una nuova finestra)

DER Hoodie für Die-Hard-TITANIC-Fans, die nicht nur regelmäßig bekleidet sind, sondern noch dazu einen Faible für hochwertig verarbeitete Stick-Applikationen haben.

Hier bestellen (Si apre in una nuova finestra)

TITANIC-Logo

TITANIC-Verlag Georg-Büchner-Verlagsbuchhandlung GmbH & Co. KG

Hamburger Allee 39
60486 Frankfurt am Main

Argomento Newsletter

0 commenti

Vuoi essere la prima persona a commentare?
Abbonati a Titanic e avvia una conversazione.
Sostieni