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Über EU-Sanktionen gegen Journalisten und KI-Texte von Medienbossen

Liebe Übonnentin, lieber Übonnent,

zum ersten Mal überhaupt ist ein deutscher Journalist mit EU-Sanktionen belegt worden. Bereits seit Mai 2025 hat der Berliner Hüseyin Doğru keinen Zugriff mehr auf seine Konten. Der Vater dreier Kinder darf nur über rund 500 Euro im Monat verfügen, und darüber hinaus keine weiteren finanziellen Zuwendungen erhalten. Zwischenzeitlich war auch das Konto seiner Frau eingefroren, dann sogar das seiner Mutter. Kurz: Es ist ein existenzieller staatlicher Eingriff in das Leben eines deutschen Staatsbürgers.

Wenn Sie nun zum ersten Mal von dieser Sache hören, dann liegt das vermutlich daran, dass es bis heute zu diesem Fall so gut wie keine Berichterstattung in den meisten großen Medien gibt. Keine Meldung in der „Tagesschau“, keine Recherche der „Zeit“, kein Interview der „Süddeutschen Zeitung“. Und auch keine Solidaritätsbekundungen oder Proteste von Journalistenverbänden.

Das mag damit zu tun haben, dass der Fall Doğru deutlich komplexer ist, als es mein Einstieg hier vermuten lässt. Denn Doğru steht auf der Liste des Sanktionspakets gegen Russland, das der Rat der Europäischen Union beschlossen hat. Es soll „den Druck auf Russland erhöhen, ernsthafte Verhandlungen zu Bedingungen aufzunehmen, die für die Ukraine akzeptabel sind“.

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