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Social Media als Selbsthilfegruppe?

Ich hatte überlegt, ob ich diesen Instagram Post auch hier über Steady teilen soll. Vor allem, weil er jetzt auch noch außerplanmäßig nicht am Sonntag kommt. Ich wollte ja einen regelmäßigen Newsletter und euch auch nicht überfrachten. Andererseits ist das, was mich auf Instagram stört ja genau dieses planen und takten statt das impulsive aus dem Gefühl heraus. Zudem ist der Newsletter gedacht, meine Gedanken mit euch hier zu teilen, damit sie auf Instagram nicht verlorengehen. Deswegen sollten diese Worte euch auch gerade hier erreichen.

Lasst es mich gerne wissen, wenn ihr von diesem Newsletter mehr Struktur erwartet, vor allem eine Regelmäßigkeit oder ob das für euch voll okay ist, wenn mal zwei in einer Woche kommen und mal keiner. Falls ihr mögt.


Hier jetzt mein heutiger Beitrag zu Social Media als Marketing für Autor:innen und seine unerwarteten Nebeneffekte:

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Zuerst einmal möchte ich mich tausendfach bei allen von euch bedanken, die auf meinen letzten Beitrag reagiert haben

Es bedeutet mir so unendlich viel, diese Unterstützung zu fühlen, wenn ich strauchle

Ja, in dem Beitrag hat sich ganz viel akuter Frust entladen

Der Release und der Newsletter waren enttäuschend

Aber nur für das Ego, das einfach immer mehr wollte

Nicht für den Künstler in mir

Und es war wie ein Befreiungsschlag

Als hätte ich hingeworfen

Aber nicht Instagram als Ganzes

Sondern den Wunsch, damit Erfolg zu haben

Zumindest vorübergehend

Das hat mir die Möglichkeit gegeben

Wieder zu sehen, was dann bleibt

So viel Zuspruch, so viel Wärme, so viel Fürsorge

So viel Inspiration, so viel künstlerische Energie

Im Austausch mit @stories_of_yv habe ich gemerkt, was viele von uns wissen:

Instagram fühlt sich sinnlos an,

wenn ich es als Marketing-Plattform betrachte

Aber was, wenn ich das nicht mehr tue?

Denn in dem Gespräch ist mir klargeworden, was Instagram wirklich für viele von uns ist:

Eine Selbsthilfegruppe für Autor:innen

Schriftstellerei war für die meisten schon immer wenig lukrativ

Aber früher war es vor allem auch eins:

Einsam

Als ich 2010 mein Debüt veröffentlicht habe,

gab es keine Buchbubble,

ich konnte mich nicht austauschen

Weder beim Schreiben

Noch beim Veröffentlichen

Ich kannte ein paar Autor:innen,

aber jeder hat so sein Ding gemacht

Was die Buchbubble für mich leistet, ist,

mit dem einsamen Schaffen des Schreibens nicht mehr alleine zu sein

Vielleicht verkaufen die meisten von uns durch die Bubble kein einziges Buch mehr

Aber jetzt haben wir eine Gemeinschaft, mit der wir diese Erfahrung zusammen halten können

Das Frustrierende am Veröffentlichen,

aber auch das Wunderschöne am Schreiben

Und wenn wir das in den Fokus rücken

Dann fühlt sich das vielleicht nicht mehr ganz so ätzend an, wie es das oft tut

Einige von euch sehen das schon so,

für mich muss immer wieder eine Erinnerung her

Vielleicht für ein paar von euch auch

Hier ist sie

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit 🥰