Saltar para o conteúdo principal

Wir können es auch schön machen

Wenn du ein Abo abgeschlossen hast, kannst du diesen Beitrag anhören:

https://open.spotify.com/episode/5AZ48GSixMCvZp3dXfDIDO?si=897878885cb44995 (Abre numa nova janela)

(Abre numa nova janela)

Seit zwei Wochen bin ich wieder zurück in Deutschland. Nach meinem epischen Ruanda-Trip. Meine Therapeutin fragte mich gestern: „Haben Sie sich verändert?“ Ich dachte eine Weile nach. Dann antwortete ich: „Ich glaube ja. Es gab innere Verschiebungen. Aber ich weiß nicht, ob sie bleiben oder ob sie vom alten Leben wieder aufgefressen werden.“

Mein altes Hier-und-Jetzt-Leben. Es hat mich wieder. Der Heilige Alltag, der sich in den letzten Monaten nicht heilig anfühlte, sondern lästig. Anstrengend. Auslaugend. 

Es lässt sich nicht vermeiden, dass man im Laufe des Lebens wie ein Magnet Verpflichtungen ansammelt. Menschen, um die ich mich kümmere. Tiere, die ich versorge. Routinen, die ich am Laufen halten muss. Ein Haus und ein Garten. Ein Körper, der gepflegt werden will. Rechnungen, die gezahlt werden müssen. 

(Abre numa nova janela)

Täte ich das alles nicht, versänke mein Besitz im Chaos. Dann würden sich Haare auf meinen Beinen ausbreiten (wäre das tatsächlich so schlimm?). Dann würde unsere Katze verwildern und Ratten verspeisen. Dann würden Gläubiger an der Haustür klingeln. Dann würden Spinnen ihre Netze in unseren Zimmern aufhängen und der Kühlschrank bliebe leer. 

Ich wünschte mir so sehr, der größte Teil meines Lebens dürfte dem Abenteuer, dem Reisen, der Kunst, dem Schreiben gehören. 

Aber es sind die Instandhaltungsmaßnahmen, die mich – uns! -  fordern.

Das Leben will instandgehalten werden.

Wir bauen und flicken jeden Tag die Mauern unseres Lebenshauses, damit es uns trägt. 

0 comentários

Gostaria de ser o primeiro a escrever um comentário?
Torne-se membro de Einfach Leben Einfach Glauben e comece a conversa.
Torne-se membro