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Sleeper-Quarterbacks in College Woche Neun

Hier kommt Woche Neun im College Football. Zuerst sehen wir die Group-of-Five-Spitze mit South Florida gegen Memphis. Tempo-Offense trifft auf strukturierte, red-zone-feste Defense, ein Prüfstand für Draft-Prospects und Coaches. Im Mittelblock setzt Baylor @ Cincinnati den Big-12-Puls, wenn effizientes Quarterback Play auf die High Scoring Maschine der Bears trifft. Und spät am Abend dreht das Rivalry Game zwischen Michigan und Michigan State die Lautstärke dieses Gamedays nochmal hoch.

South Florida Bulls #18 @ Memphis Tigers

6–1 trifft auf 6–1 und beide Programme verkörpern eine klare Identität. USF lebt vom Tempo und der Explosivität seines Dual-Threat-Quarterbacks Byrum Brown. Memphis von Balance und einer Defense, die 2025 deutlich strukturierter tackelt und in der Red Zone zupackt. Die Tigers gehen mit einer Top-25-Scoring-Defense in den Samstag, USF gleichzeitig mit einer Top-10-Offense in Points per Game — das riecht nach „Stärken gegen Stärken“ in der American Athletic Conference

Matchup: QB Byrum Brown vs. Memphis Defense

Brown spielt eine Saison, die Scouts lieben. Er zeigt explosive QB-Runs, genügend Arm für den vertikalen Schuss und, wichtig in den Augen von NFL-Scouts, ausreichend Antizipation und Rhythmus. Seine Stats in 2025 unterstreichen beide Qualitäten, denn nach 7 Spielen bringt es Brown auf 1.695 Pass-Yds, 16 TD, 475 Rush-Yds und 6 TD. Gegen Memphis hat er im letzten Spiel 2023 bereits 357 Yards und 5 TD aufgelegt. 

Doch die Tigers haben sich seitdem verändert. Sie spielen diszipliniert in der Defense und führen durch starken Situational Football die Gegner an den Rand der Verzweiflung. DC Jordon Hankins zwingt Teams häufig in drei statt in sieben Punkte, weshalb es für Brown und die Bulls vor allem darum geht, bei frühen Downs und in der Red Zone akkurat zu arbeiten. 

Für den Draft zählen hier weniger die Highlight-Würfe und dafür mehr die Spielverarbeitung und Struktur, die Byrum Brown seinem Team in diesem kritischen Duell geben kann. Der QB ist seit dem letztjährigen Saisonbeginn auf meinem Radar. Denn er ist stärker einzuschätzen als zum Beispiel Jalen Milroe, der in der vergangenen Saison zeitweise als bester Spielmacher gehandelt wurde. 

Baylor Bears @ Cincinnati Bearcats #21

Fühlen wir ab 21:30 Uhr unserer Zeit den Puls der Big-12, die wieder einmal sehr spannend wird. Cincinnati kommt mit effizientem, fehlerarmem QB-Spiel, Baylor mit einer passlastigen Offense, aber einer Defense, die ihre Kontinuität noch sucht. Die Bearcats sind deshalb daheim leicht favorisiert. 

Matchup: RB Bryson Washington & TE Michael Trigg vs. LB Jake Golday

Baylor hat mit Washington (Power/Contact Balance, gutes Pad-Level) und Trigg (Seam-threat, YAC) zwei „Down-to-Down-Stabilisatoren“. Washington liefert verlässlich Effizienz, Trigg steht auf der Mackey-Watchlist und ist 2025 vertikal gefährlicher geworden. 

Linebacker Jake Golday ist Cincinnatis Taktgeber in der Box, spielt physisch downhill, mit hoher Produktivität in Tackles for Loss und Total Tackles. Das Duell in den Hashes gegen beide Playmaker der Bears entscheidet, ob Baylor die Defense von Cincinnati binden kann und so zu schnellen Drives und vielen Punkten kommt. Denn der Gast braucht einen wilden Shootout zum Sieg. 

Matchup: Baylor Defense vs. QB Brendan Sorsby

Sorsby spielt eine bemerkenswert saubere Saison (18 TD, 1 INT; Top-10-QBR) und attackiert gerne tiefe/„over“-Konzepte im Play-Action-Fenster. Baylor generiert dagegen bislang zu wenig Pass Rush. Wenn Baylor das erneut nicht gelingt, hält Sorsby das Pendel bei Cincy im Takt. Erledigt Golday mit seiner Abwehr den Rest, kann es sogar deutlich werden. 

Aus Sicht der NFL-Scouts zahlt Sorsby als sicherer Game Manager gerade mehr auf sein Konto ein als andere Playmaker mit wesentlich besseren Anlagen. Wenn er es mit Cincinnati in die Playoffs schafft, kann er in schweren Duellen mit den besten Footballprogrammen im College Football unter Beweis stellen, ob er auch ein Unterschiedsspieler auf dem nächsten Level sein kann.

Weitere Talente: TE Joe Royer (Cincinnati)

Michigan Wolverines #25 @ Michigan State Spartans

Es ist Rivalry-Week im Staat der großen Seen. Michigan führt in diesem berüchtigten Duell eine Defense ins Feld, die über Front-Gewalt und Disziplin führt und zählt auf eine Offense, die mit Transfer-Back Justice Haynes konstant die „effizienten Yards“ abgreift. MSU setzt im Gegenzug auf das Playmaking von Quarterback Aidan Chiles. 

Matchup: Michigan Defense vs. QB Aidan Chiles

Aidan Chiles wird spielen, könnte aber aufgrund einer Blessur an der Schulter etwas gehemmt sein. NFL-Scouts bezeichnen ihn bereits als NFL-Ready. Mit Timing, Pocket-Presence und guter Verarbeitung bewirbt er sich aus der Big Ten heraus nun auf einen Job bei den Profis. 

Gegen Michigan wird seine Stress-Verträglichkeit aber auf einem ganz anderen Level gestestet. Defensive Coordinator Wink Martindale ist berüchtigt für seine aggressiven Blitzes und führt praktisch eine NFL-Defense an. EDGE Derrick Moore kommt über Power-Rush und lange Arme, könnte sogar öfter in klaren 1-on-1s gewinnen, profitiert aber zusätzlich von den vielen Blitzing-Calls. 

Chiles kann dagegen nur standhalten, wenn er seine Reads zügig umsetzt und kurze Pässe auf schnellen Routen anbringt. Denn die Wolverines nehmen für ihren krassen Pass Rush in Kauf, dass sich dahinter weniger Defender in Coverage befinden. Wird Chiles den Ball also zeitig los und wirft dabei gezielt zu seinen Mitspielern, sagt das viel über ihn aus. 

Moore arbeitet sich mit stabiler Produktion (u. a. Multi-Sack-Games) auf Boards nach oben. Haynes liefert die Übersicht und Balance auf Runningback und zeigt sogar gute Reps in Pass Protection. Das will die NFL sehen. Für Michigan werden beide Draft Prospects zum Faktor. Stresst Moore mit seinen Mannen die Offense der Spartans und kontrolliert der eigene Angriff über Haynes das Spiel, geht der Sieg an die Wolverines.


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