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Entsättigt und jung (The World Cup Diaries II)

So tell me what I said I'd never do
Tell me what I said I′d never say
Read me off a list of the things I used to not like, but now I think are okay
(Ben Folds Five)

184/∞

Is this thing on?

Vielen Dank für Eure vielen Rückmeldungen zu meinem letzten Newsletter (Abre numa nova janela)! Es ist immer schön zu sehen, dass ich hier nicht komplett in den leeren Weltraum hineinschreibe, und es vielen von Euch ähnlich ging mit dieser WM.

Was mich zur Frage bringt: Seid Ihr auch so im Rausch?

Vergangene Woche Mittwoch hatte ich eine einzelne Nachtschicht beim „ARD Morgenmagazin“, was es mir erlaubte, sechseinhalb Spiele hintereinander zu verfolgen: Erst eins im Bett, weil ich viel zu früh wach geworden war; dann eins im Zug, zwei mit einem halben Auge während der Arbeit (ich musste den Moderator*innen ja sagen, wie es bei Österreich - Jordanien steht, das parallel zu unserer Sendung lief); später - nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf - noch zwei in der Kneipe und danach noch ein halbes im heimischen Bett. Es sind Tage wie dieser, für die das Fernsehen erfunden wurde, und am Ende war es fast egal, welche Spiele es waren und wie sie verliefen: Ich habe alles daran geliebt!

Überhaupt: Was für sensationelle Spiele (England - Kroatien, Argentinien - Österreich, Niederlande - Schweden)! Was für Spieler (Messi, Håland, Undav, Vózinha)! Und auch: Wie schön zu sehen, dass man mit 38, 39, 40 noch gar nicht sooooo alt ist.1

Was ich bei meinen - im Nachhinein dann doch arg vorurteilsbeladenen und kulturpessimistischen - Ausführungen nicht ganz bedacht hatte: Dass man in den USA natürlich nicht zehntausende Leute in ein Stadion sperren würde, die lieber beim Football oder Rodeo wären, sondern - den zynischen Eintrittspreisen zum Trotz - eben viele (Achtung, Dieter-Kürten-Wort!) Schlachtenbummler, Einheimische mit Migrationsgeschichte aus fußballbegeisterteren Ländern und allgemein eben: Fans. Und dazwischen halt irgendwelche reichen Prominenten, von denen manche immerhin den Anschein erwecken können, dass es ihnen Spaß macht, zuzuschauen.

Schild „Hallandstraße“
Nah dran.

Der amtierende US-Präsident ist aktuell noch damit beschäftigt, sich sehr intensiv über Algen und abblätternde Farbe zu beklagen (Abre numa nova janela), und so merkt er womöglich gar nicht, dass da gerade ein internationales Großereignis in seinem Land stattfindet, das er durch seine bloße Anwesenheit entweihen könnte. Trotzdem hält seine Schreckensherrschaft weiter an und könnte dies auch bei den Olympischen Sommerspielen 2028 noch tun.

Natürlich gibt es Sachen wie die obligatorischen Trinkpausen, die im Wesentlichen Werbepausen (Abre numa nova janela) sind, die nicht nur die Sehgewohnheiten verändern, sondern auch das Spiel: Zweifellos ist es praktisch, wenn man zuhause oder in der Kneipe kurz Pinkeln gehen kann; andererseits können dann auch keine Tore fallen, weil ja gerade gar nicht gespielt wird. Schon nach wenigen Spielen zeichnete (Abre numa nova janela) sich ab, dass die zusätzlichen Unterbrechungen das Momentum2 des Spiels erheblich verändern können.

Klar: Auch andere Sportarten werden in Vierteln gespielt, haben Satzpausen oder gar Auszeiten zu völlig unvorhersehbaren Zeitpunkten, aber das sind eben andere Sportarten: Spieler und Trainer sind daran gewöhnt, trainieren und denken diese Unterbrechungen mit. Für den Fußball ist es etwas völlig Neues und ich finde es interessant, die Auswirkungen zu beobachten, aber wirklich gut finde ich es auch nicht.

Was mich aber - etwas unerwartet - noch viel mehr beschäftigt, ist die Kleidung der Moderatoren und Experten: Ich wusste ja, dass „greige“ eine der Herren-Modefarben der Saison sein sollte, und ich verstehe, dass es eine gewisse Herausforderung darstellt, passende Farbtöne zu finden, wenn Dein Sender „Magenta TV“ heißt und diesen Farbton auch on air freudig einsetzt, aber so wenig Sättigung hab ich zuletzt gesehen, als ich vor 25 Jahren mit einer Renter-Pilgergruppe in Rom war (Abre numa nova janela)!

Farbe kost' extra. (Screenshot: Magenta TV)

Schon seit Jahren kann ich via Instagram mit einigem Unbehagen beobachten, dass junge Eltern einer gewissen urbanen Akademiker-Hipster-Klientel3 ihre Kinder in pastelligen Erdtönen kleiden und einrichten, aber letzte Woche hab ich in echt zum ersten Mal ein ca. dreijähriges Kind auf einem Dreirad gesehen, das - Kind und Dreirad - aussah wie ein Foto aus den 1970er Jahren, das lange in der Sonne gehangen hatte: völlig ausgeblichen.

Von der traurigen Pointe mal ab, dass Individualismus nur so lange existieren kann, wie ihn nicht alle praktizieren: Wann soll das Leben denn bitte bunt sein, wenn nicht als Kind?!

Ich kann mir die Argumente alle vorstellen: Beige ist weder männlich noch weiblich codiert; man trifft eh immer Entscheidungen für ein Kleinkind, von denen man nicht weiß, wie es als erwachsene Person darauf zurückblicken wird; am Ende ist es sowieso „Geschmacksache“.4 Und womöglich bin ich wirklich relativ alleine damit, dass mich Pastelltöne aggressiv machen (vgl. Newsletter #178 (Abre numa nova janela))  und ein kraftvolles Rot z.B. glücklich.

Aber man muss doch auch mal gesamtgesellschaftlich denken: Was sagt es denn über unsere Zeit aus, wenn selbst Kinder und Menschen im Fernsehen rumlaufen wie Rentner*innen oder Häuser der Neuen Deutschen Trostlosigkeit (Abre numa nova janela)? Jede dieser Kombis aus Sand und Eierschale-Erbrochen sieht doch aus, als habe eine Kostümbildnerin am Theater das Sentiment „Nichts darf man mehr sagen!“ abbilden müssen. Fehlt nur noch ein angenähter Hundeschwanz, der die ganze Zeit eingeklemmt ist!

Vielleicht liegt meine - für mich selbst überraschende - Emotionalität aber auch darin begründet, dass zwei der Top-Vertreter dieser greigen Grässlichkeit bei der WM Jürgen Klopp und Thomas Müller sind, die wirken, als habe ein verrückter Wissenschaftler (in einem elfenbeinfarbenen Kittel, natürlich) die nervigsten Eigenschaften aus Hauser & Kienzle, Lanz & Precht, Schulz & Böhmermann, Klaus & Klaus und Heckler & Koch herausdestilliert und in die frisch bezahnten Puppen von Statler & Waldorf gespritzt. Und dazu quietscht es dann auf Instagram und TikTok: „Du bist gut genug!“

Welche Bedeutung Sport für eine Gesellschaft haben kann, konnte man kürzlich in jener Stadt beobachten, vor deren Toren das WM-Finale stattfinden wird: New York. Das dort beheimatete Basketball-Team der Knicks hat zum ersten Mal seit 1973 die NBA Championship gewonnen, und die Stadt feierte das in einer ausgelassenen und herzlichen Gemeinsamheit, die man hierzulande allenfalls erwarten würde, wenn der 1. FC Köln mal die Meisterschaft gewinnt. Allerdings ohne Karnevalsschlager.

Beim großen Empfang für das Team hielt der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani eine Rede (Abre numa nova janela), die eine Hommage war an Rückschläge, an langwierige Prozesse, an geringe Chancen, an den Glauben an sich selbst und die community:

https://www.youtube.com/watch?v=ciimC-cE_eI (Abre numa nova janela)

Im Prinzip ist es nur eine sehr lange, rhetorisch höchst gelungene Ausarbeitung der Szene (Abre numa nova janela) in „Spider-Man“, in der sich Passanten mit dem Green Goblin anlegen und - acht Monate nach dem 11. September - rufen: „You mess with Spidey, you mess with New York!“ — „You mess with one of us, you mess with all of us!“

New York, dieser melting pot, dessen manchmal etwas anstrengenden Stolz, verbunden mit dem Gefühl, trotz der eigenen Größe und Bedeutung ewiger Underdog zu sein, man besser versteht, wenn man die Stadt im Kontrast zum Rest des Landes (oder zumindest dessen ländlicheren Gegenden) sieht. Eine Stadt, an deren Hafeneinfahrt die wahrscheinlich berühmteste Statue der Welt grüßt und „Give me your tired, your poor / Your huddled masses yearning to breathe free“ sagt (Abre numa nova janela).

(Zweck-)Optimistische Beobachter*innen sprechen schon davon, dass die Feierlichkeiten in New York und die Eröffnung (Abre numa nova janela) des Obama Presidential Centers in Chicago einen Wendepunkt in der amerikanischen Geschichte, zumindest aber in der aktuellen Stimmungslage, markieren könnten.

Am Samstagabend, nachdem Deutschland einen 0:1-Rückstand gegen Côte d'Ivoire in einen schmeichelhaften 2:1-Sieg gedreht hatte, formierte sich in der Bochumer Innenstadt ein Autokorso:

https://www.instagram.com/p/DZ00KuEojlK/ (Abre numa nova janela)

Die meisten Menschen, die da zu sehen sind, dürften noch keinen Führerschein gehabt haben, als die deutschen Herren zuletzt die K.O.-Runde einer Fußball-WM erreicht haben. Vor allem sind augenscheinliche viele Menschen mit Migrationsgeschichte dabei, die das deutsche Team und seinen zweifachen Torschützen Deniz Undav feiern.

Einzelne - erwartbare - Social-Media-Kommentare, die Fragen stellen wie: „wo ist da ein Deutscher?“, markieren offenen Rassismus: Wenn nicht mal das Schwenken der deutschen Flagge - etwas, was ich nie tun würde - ausreicht, um in der Gesellschaft anzukommen und „sich zu integrieren“, dann gibt es wohl nichts, was als „fremd“ gelesene Menschen tun könnten, um dazuzugehören. Unschön, aber gut zu wissen.

Dabei kann man an Deniz Undav so eine positive Geschichte erzählen. Er ist Kurde und Jeside. Sein Vater stammt (Abre numa nova janela) aus einem Dorf in der Südosttürkei, seine Mutter aus Syrien. Sein Großvater war nach dem Militärputsch von 1980 nach Deutschland ausgewandert. Undav wurde in Varel geboren und wuchs in Achim bei Bremen auf.5 Er hat für Eintracht Braunschweig und den SV Meppen gespielt, dann in Belgien und England und jetzt für den VfB Stuttgart und die deutsche Nationalmannschaft. Und jetzt feiern ihn Menschen mit Migrationsgeschichte ganz besonders, weil er einer von ihnen ist, ihren Traum lebt und zum Vorbild taugt.

An dieser Fußball-WM kann man sehr schön sehen, wie gelebter Kosmopolitismus aussieht: Luca Zidane, der bei Algerien im Tor steht, ist der Sohn von Zinédine Zidane, der algerische Eltern hat und mit Frankreich 1998 Weltmeister wurde, und dessen spanischstämmiger Ehefrau Véronique Fernández; die Nationalmannschaft Curaçaos ist eine Art B-Elf der ehemaligen Kolonialmacht Niederlande, weil fast alle Teammitglieder dort geboren und ausgebildet wurden (Abre numa nova janela); die Spieler von Bosnien und Herzegowina sind fast alle in der Diaspora geboren, weil ihre Eltern vor dem Krieg geflohen waren, die aber mit großem Stolz und einer gehörigen Portion Trotz für die frühere Heimat ihrer Familien spielen (Abre numa nova janela); selbst die traditionell eher auf Abschottung bedachte Schweiz hat jede Menge Spieler mit Migrationsgeschichte im Aufgebot. Und in Italien, das jetzt dreimal in Folge die WM-Qualifikation verpasst hat, kommen sie langsam ins Grübeln (Abre numa nova janela), ob ihr Team womöglich durch die restriktive Einwanderungspolitik und die damit einhergehende Überalterung der Gesellschaft geschwächt wird.

Am Samstag war auch Christopher Street Day in Bochum und eine Person fragte gehässig auf Instagram, warum denn nur noch Regenbogenfahnen zu sehen seien und keine deutschen mehr. Es war der denkbar unglücklichste Tag des bisherigen Jahres, um diese Frage zu stellen, denn die Stadt war schon vor dem Anpfiff so deutsch geschmückt wie lange nicht mehr.6 Und am späten Abend kam dann, wie gesagt, der Autokorso.7

Dabei erschließt sich mir auch nicht so recht, warum manche Menschen so erpicht darauf sind, Innenstädte, die an sich schon nicht besonders schön sind, auch noch dauerhaft mit einer Flagge dekorieren zu wollen, die nach allen Regeln der Ästhetik eher hässlich ist: Als die Landesfarben verteilt wurden, haben Deutschland und Belgien halt so richtig daneben gegriffen, denn mehr als einen Billig-Supermarkt oder -Baumarkt kannst Du damit nicht eröffnen. Während Frankreich, das Vereinigte Königreich und die USA rot-weiß-blau Wimpelketten aufhängen können und die Niederlande - trotz gleicher Ausgangslage - gerne zu Orange greifen; während Italien immerhin eine Caprese vor sich her trägt, haben wir drei Farben, die sich untereinander so gut verstehen wie die Bundesländer der Republik. Ist ja nicht schlimm, bremst es doch den übertriebenen Patriotismus!

Weil das mit den Deutschland-Produkten in den letzten Jahren aus nachvollziehbaren Gründen nachgelassen hat,8 weil gerade wieder WM ist und das sog. Sommermärchen jetzt 20 Jahre her, und weil Nostalgie ja - ähnlich wie Alkohol - ein guter Antrieb, aber ein schlechter Ratgeber ist, hört man derzeit immer wieder sehnsuchtsvolle Stoßseufzer der Erinnerung an den Sommer 2006. Da, so heißt es, habe in Deutschland „noch“ ein Zusammengehörigkeitsgefühl geherrscht. Alle hätten sich so gut verstanden.

Nun: Die Stimmung im Land war so „gut“, dass neun Monate vor der WM die amtierende Bundesregierung bei einer vorgezogenen Neuwahl (Abre numa nova janela) abgewählt worden war. Drei Monate vor der Heim-WM hatte der DFB überlegt, Bundestrainer Jürgen Klinsmann abzusägen und durch - ich musste noch mal nachgucken (Abre numa nova janela), ob ich mir das nicht irgendwann mal in einem Fiebertraum ausgemalt habe - Matthias Sammer zu ersetzen. Die Kanzlerin war bei Anpfiff zwar schon die beliebteste politische Person des Landes, aber mit einem Zustimmungswert von 1,4 von 5 (Abre numa nova janela). Und so „herrlich unverkrampft“ war dieser Patriotismus natürlich auch damals schon nicht gewesen, denn u.a. „Bild“ hatte - natürlich - fleißig allen ans Bein (Abre numa nova janela) zu Pinkeln versucht (Abre numa nova janela), die der vom Boulevardblatt ausgerufenen Schwarz-Rot-Geilheit nicht ihre uneingeschränkte Solidarität ausdrücken wollten.9

Natürlich wissen alle noch, wo sie waren, als Philipp Lahm im Eröffnungsspiel gegen Costa Rica traf; als David Odonkor im Spiel gegen Polen zum Sprint ansetzte und dann auf Oliver Neuville flankte; als Jens Lehmann im Elfmeterschießen gegen Argentinien auf seinen Zettel schaute; als sich Deutschland gegen Italien eben doch nicht ins Elfmeterschießen retten konnte, und als Zinédine Zidane seine kahle Stirn schwungvoll an die Brust von Marco Materazzi legte und anschließend am WM-Pokal vorbei in die Kabine trottete. Aber Fußball ist ja gar nicht das wichtigste bei so einer WM.

Dass das „Sommermärchen“ gekauft war, sollte streng genommen die Begeisterung darüber etwas eintrüben, aber da möchte ich Joschka Fischer mit seinem vielleicht drittwichtigsten Zitat zu Wort kommen lassen: „Wie naiv muss man eigentlich sein, um über diese Tatsache schockiert zu sein, dass da Geld im Spiel war? Wer die FIFA kennt, wer Sepp Blatter kennt, seinen Vorgänger, auch jetzt Infantino: Da kann man doch keine Illusionen haben?! Da geht’s um viel, viel Geld! Die Deutschen wollten die WM, inklusive mir selbst, und wir waren froh, dass wir einen Franz Beckenbauer hatten. Insofern ist es ein Stück weit auch Heuchelei; wir müssten uns auch selbst bezichtigen.“10

Ich glaube, es gibt viele Gründe für diese seltsam spezifische 2006-Nostalgie, die sich sogar in Büchern (Abre numa nova janela) und Fernsehserien (Abre numa nova janela) niederschlägt: Es beginnt mal damit, dass wir - Ihr, ich, Thomas Müller - jung waren, was viele Menschen derart verklären, dass ich mich frage, was genau an deren jetzigen Leben so schrecklich ist, und ob sie nicht wenigstens Teile davon (Job, Beziehung, Einlegesohlen) ändern könnten.

Dann war es global einigermaßen friedlich. Die USA führten Kriege in Afghanistan und im Irak, aber die meisten Erwachsenen waren daran gewöhnt, dass die USA irgendwelche Länder angriffen, und die Terroranschläge von Madrid (Abre numa nova janela) und London (Abre numa nova janela) hatte die deutsche Bevölkerung jeweils kurz danach schon wieder verdrängt gehabt. Die Finanz- (Abre numa nova janela), Wirtschafts- und Eurokrisen (Abre numa nova janela) sollten erst noch kommen.11 Donald Trump war 2006 ein abgehalfterter Immobilien-Clown, dessen Reality-TV-Show (Abre numa nova janela) auch schon deutlich bessere Einschaltquoten gehabt hatte; Alice Weidel arbeitete als Analystin bei Goldman Sachs, Friedrich Merz war einfacher Bundestagsabgeordneter der CDU, und Deutschland seit etwas über einem Jahr Papst (Abre numa nova janela).

Man darf auch nicht unterschätzen, wie identitätsstiftend solche Großveranstaltungen sind, gerade in Deutschland: Die Menschen hier erwarten eigentlich immer, dass alles schiefgehen wird (und die Institutionen dieses Landes haben auch diese Woche wieder genügend (Abre numa nova janela) Gründe (Abre numa nova janela) geliefert (Abre numa nova janela), warum das eine naheliegende Erwartungshaltung ist), deshalb sind Ereignisse wie die WM 2006, das Kulturhauptstadtjahr 2010, der ESC 2011 und - mit ein bisschen Verspätung - die Elbphilharmonie nicht nur solide bis grandios umgesetzt, sondern erquicken zusätzlich auch noch mit der Überraschung des Nicht-Scheiterns. Pessimist*innen haben eben doch mehr Erfolgserlebnisse.

Was man aber wirklich nicht vergessen darf, wenn man von dem Gemeinschaftsgefühl 2006 schwärmt: Es gab noch keine Sozialen Medien.

Oder: Wir waren auf MySpace oder StudiVZ,12 aber nicht unsere Eltern, Gabor Steingart oder der Axel-Springer-Verlag.13 Man kann sich das heute gar nicht mehr richtig vorstellen, aber unsere Handys konnten anrufen, SMS verschicken und - wenn man ein extrem modernes Gerät besaß - Fotos machen, die Nachgeborene nicht als solche identifizieren würden.

Beim public viewing - ein Begriff, der weiland ebenso neu war wie das kulturpessimistische Gerücht (Abre numa nova janela), er bedeute „Leichenschau“ - präsentierte man einander nicht die eigenen hot takes zu Migration, Meinungsfreiheit oder Transsexualität, sondern diskutierte allenfalls freude- oder sonstwie trunken, ob Robert Huth jetzt wichtiger fürs deutsche Spiel sei als Jens Nowotny, oder Gerald Asamoah besser als Mike Hanke.

Im Jahr 2006 waren in Deutschland 58,2 Prozent (Abre numa nova janela) der Bevölkerung über 14 Jahren „online“, was bedeutete, das sie schon mal das Internet genutzt hatten. Bei den 60- bis 69-Jährigen waren es gerade mal 32,7 Prozent, der Rest teilte leidlich lustige Sprüche noch auf T-Shirts und Kaffeetassen mit der Welt und nicht im eigenen WhatsApp-Status. 2023 lag der Anteil der Internet-Nutzer*innen dann bei 95 Prozent (Abre numa nova janela), auch wenn die Dauer der täglichen Nutzung 2025 gesunken (Abre numa nova janela) ist. 2006 machten sich die Eltern noch Sorgen, dass ihre Kinder zu viel Zeit am Computer verbringen, heute sind wir es, die versuchen, unsere Elterngeneration von Facebook, LinkedIn und „Focus Online“ loszueisen.

Wenn wir mit 20 Jahren Abstand auf 2006 zurückschauen, ist das, als würde man das Europa vor der Aufklärung und vor der Industrialisierung mit dem danach vergleichen — nur halt in einem sehr viel kürzeren Zeitraum und genau umgekehrt.14

Vor gut drei Wochen beging Nelly Furtado das 20. Jubiläum (Abre numa nova janela) ihres Albums „Loose“.

Man muss das für die Menschen, die damals nicht zwischen zehn und 30 Jahren alt waren, vielleicht ein bisschen erklären, also: Nelly Furtado ist eine portugiesisch-kanadische Sängerin und Songschreiberin, die zu kurz nach der Jahrtausendwende mit alternativ- und hippiehaft-folkloristisch angehauchten Popsongs wie „I’m Like A Bird“, „Turn Off The Light“ und „Powerless (Say What You Want)“ schon einige Erfolge gefeiert hatte; ihr zweites Album „Folklore“ hatte 2003 die kommerziellen Erwartungen nicht erfüllen können, und dann kam sie 2006 zurück mit der Single „Maneater“, die kein Hall-and-Oates-Cover war, aber produziert von Timbaland, einem der damals angesagtesten Musikproduzenten der Welt.

https://www.youtube.com/watch?v=PLolag3YSYU (Abre numa nova janela)

Der Song, das Album und die dazugehörigen Videos waren sexy (in einem etwas alltäglicheren Sinne als z.B. Madonna), was Nelly Furtado Kritik von mehreren Seiten einbrachte: Ein paar Konservative waren erwartbar erzürnt, weil da verschwitzte Menschen ihre Körper nicht nur bewegten, sondern auch bewegen konnten; Musikkritiker sprachen vom „sellout“ (was - auch sechs Jahre nach Ende der 1990er Jahre - immer noch als schlimm galt) und Feministinnen kritisierten, dass die damals 27-jährige Musikerin, die sich zuvor eher als girl next door präsentiert hatte, plötzlich ihren durchtrainierten Bauch zeigte und gekonnt ihre Hüften bewegte.15

Wie so oft in entscheidenden Momenten der Popkulturgeschichte waren all diese Kritikpunkte der überwiegenden Mehrheit aber vollkommen wumpe, denn wir waren alle damit beschäftigt, diesen Song und dieses Album zu feiern. Zwischen den Mainstream-Dudelfunksendern und den Campusradios herrschte eine seltene Einigkeit: Das war der Soundtrack jenes Sommers.

„Loose“ stand über heute geradezu absurd lang erscheinende acht Wochen auf Platz 1 der Deutschen Albumcharts — und zwar nicht am Stück, sondern über fast ein Jahr verteilt. Das Album war insgesamt 49 Wochen in den Top 10 und verbringt, während ich diesen Newsletter schreibe, seine 199. Woche in den Charts (Abre numa nova janela), aktuell auf Platz 59.

Die Timbaland-Beats, die damals als der heiße Scheiß galten, klingen heute wahnsinnig dated,16 aber es gibt weitaus Schlimmeres, was man über Popmusik sagen kann, als dass sie eine ganze Generation an einen sehr konkreten Sommer ihres Lebens erinnert. Das gern lobend gemeinte Adjektiv „zeitlos“ hat ja die semantische Kehrseite, auch unspezifisch bedeuten zu können. Menschen unserer Generation, hingegen, werden noch sehr genau17 die Parties jenes Sommers vor Augen haben: wo die stattfanden, wer da war, was sie getrunken haben, mit wem sie getanzt haben, mit wem sie gerne getanzt hätten.

Wir sahen alle - Jungs wie Mädels, wiewohl damals schon recht volljährig und erwachsen und insofern eher Männer wie Frauen - aus wie die vier jugendlichen Hauptcharaktere der damaligen Erfolgsserie „O.C., California“, und für alle, die damals nicht dabei waren, sich nicht erinnern oder - aus welchem Grund auch immer - sich gern erinnern würden: Eine Ausstellung mit den angesagtesten Looks dieser era gibt es aktuell in jeder Filiale von Urban Outfitters zu besichtigen.

Ich 2006. Merkter selbst, ne?

Für mich war das Sommersemester 2006 das letzte richtige Semester meines Bachelor-Studiengangs. Im Herbst würde ich - wie auffallend viele peers, auch wenn sie ganz woanders ganz andere Sachen studierten - für ein paar Monate ins Ausland gehen.18 Die Zeit war also auch persönlich schon recht aufgeladen mit jener Mischung aus Vorfreude, Unsicherheit und Eskapismus, die entsteht, wenn man theoretisch weiß, dass etwas Lebensveränderndes ansteht, man aber sehr viel Energie darauf verwendet, diese Veränderung nicht wahrhaben zu wollen. (Ein Zustand, den ich aus heutiger Sicht „Leben“ nennen würde.) Und das, nachdem das Frühjahr 2006 für mich auch schon ein bisschen aufregend (Abre numa nova janela) gewesen war.

Würde ich 2006 deshalb noch mal erleben wollen? Auf keinen Fall. Niemand, der ein bisschen persönliches Wachstum und Therapie hinter sich hat, kann doch ernsthaft den status quo ante herbeisehnen! „Yeah, noch mal unreflektiert, sich selbst überschätzend, unempathisch, ahnungslos und unsicher sein“, klingt wie die origin story eines „Welt“-Kolumnisten, von daher: Nein, Danke!

Was macht der Garten?

Langsam vertrocknen. Nee: Unserem Obst und Gemüse geht es sehr gut; die Hitze fördert das Wachstum und wenn man die Rollläden eh den ganzen Tag unten hat, kann man auch die Pflanzen auf der Fensterbank bequem von außen mit dem Schlauch gießen.

Was hast Du veröffentlicht?

Nachdem ich mich jetzt so oft öffentlich über den Einsatz von sogenannter KI beim Schreiben, bei der Recherche, anstelle von Grafikdesign und zur Erzeugung von so etwas Ähnlichem wie Musik empört bzw. lustig gemacht habe, dachte ich, ich muss das mal ins Positive verkehren. Für mich ist Schreiben nicht nur mein Beruf, sondern das Natürlichste auf der Welt; ich weiß aber, dass das nicht für alle Menschen gilt, und viele - vielleicht auch viele unter Euch - sich schwer tun, überhaupt irgendetwas aufzuschreiben.

Weil ich niemals ungebetene Ratschläge erteilen würde, gebetene aber sehr gerne, habe ich auf Instagram (Abre numa nova janela) um Fragen gebeten und schon ein paar beantworten können. Wenn Ihr auch welche zum Thema Schreiben, Recherche oder auch zum Medien- und Unterhaltungsgeschäft an sich habt, schreibt (Abre numa nova janela) mir gerne, und ich antworte, was mir so einfällt!

Was hast Du gehört?

Wie alle teenage girls jedweden Alters und Geschlechts, so habe auch ich natürlich in den letzten Wochen das eine oder andere Mal „You Seem Pretty Sad For A Girl So In Love“ gehört, das neue, dritte Album von Olivia Rodrigo.

Für meinen Geschmack fehlen dem Album ein bisschen die Pop-Punk-Banger der Vorgänger, aber Olivia Rodrigo ist - wie Stephen Thompson von NPR Music so schön anmerkte (Abre numa nova janela) - „the most Gen X-coded Gen Z stars“, und das gefällt mir als Vertreter der Gen Y natürlich besonders gut.

Zu unserer Zeit hat Robert Smith von The Cure, die damals schon eine „alte“ Band waren, bei Blink-182 mitgesungen (Abre numa nova janela), jetzt macht (Abre numa nova janela) er es halt bei Olivia Rodrigo und trifft dabei abermals genau diese teenage angst, dieses ganze Füllhorn voller komplexer, oft widersprüchlicher, in jedem Fall aber sehr, sehr großer Emotionen, die das Leben so mit sich bringt, wenn man kein Kind mehr ist, die Welt nicht mehr versteht (aber glaubt, dass andere sie verstünden), und generell sehr viel spürt. Ich bin (s.o.) froh, dass diese Zeit vorbei ist, aber vor 25 Jahren hätte ich gerne solche Begleiterinnen wie Olivia Rodrigo gehabt.19

Was hast Du gesehen?

Jetzt außer der WM? Ich bin froh, dass meine Augen noch nicht viereckig sind! Das muss an dem Ball liegen.

Wirklich hervorheben möchte ich aber das Format „Breakfast Club“ (Abre numa nova janela) von Magenta TV, das Frühstücksfernsehen zur WM. In der Regel sind solche panel shows, in denen halbwegs prominente Personen betont locker über Fußball quatschen, für mich die Hölle, hier akzeptiere ich sogar einen Matze Knop, der fundiert über Fußball spricht, und einen Johannes Strate. Die Menschen in der Redaktion dieser Sendung, aber auch Moderatorin Laura Hofmann, sollten auch nach der WM unbedingt was mit Fernsehen machen!

Was hast Du gelesen?

Mein Kumpel Stephan Anpalagan hat das Buch „Für den Frieden – Widerruf meiner Kriegsdienstverweigerung“ (Abre numa nova janela) beim für seine knackigen Titel (Abre numa nova janela) bekannten Fischer-Verlag veröffentlicht.

Stephans tamilische Familie ist aus Sri Lanka geflohen, als er sehr klein war; er ist als Flüchtlingskind und Pazifist in Wuppertal aufgewachsen, hat den Wehrdienst verweigert und Theologie studiert. Die versuchte Vollinvasion der Ukraine durch Wladimir Putins Truppen haben ihn zum Nachdenken gebracht, wer eigentlich Deutschland und Europa verteidigen soll, wenn Der Russe plötzlich über die Grenze kommt und wir alle verweigern bzw. gar keine Wehrpflicht mehr kennen.

Es ist ein kluges Buch, weil es keine einfachen Antworten liefern möchte, sondern zum Nachdenken bringen. Es ist aber auch ein klüger machendes Buch, weil ich wirklich noch viel über die Geschichte der Tamilen und der Bundesrepublik gelernt habe, und ein schönes Buch, weil Stephan mit Popkulturverweisen hantiert, „Absolute Giganten”, „Der große Diktator” und Reinhard Mey referenziert und zwischendurch einige sehr gute Witze macht.

Selbst wenn man - wie ich - so gar kein Interesse daran hat, über Sach- und Parteipolitik nachzudenken, weil man das alles so banal und ernüchternd findet, kann man daraus viel mitnehmen, weil es eben - was ich immer toll finde - vor allem auf der Mikro- und der Makroebene stattfindet und das ganz Konkrete und das ganz Abstrakte verhandelt: die einzelnen Menschen und die komplette Menschheit. Keine Sommerlektüre (auch wenn ich es an einem Tag im Garten weggelesen habe), aber ein lohnenswerter Debattenbeitrag, über den man länger nachdenken kann (wenn es nicht so heiß ist).

Außerdem hat der Drehbuchautor und Comedian Stefan Stuckmann für die „Süddeutsche Zeitung“ (Abre numa nova janela) (hinter der Paywall) aufgeschrieben, warum deutsche Serien oft so schlecht sind. (Es hat offenbar damit zu tun, dass sie oft nicht von Autor*innen entwickelt werden, die wissen, was sie tun, sondern von Redakteur*innen und/oder Produzent*innen.)

Was hast Du zum ersten Mal gemacht?

Einen Ventilator in die Wohnung gestellt. Es ist streng genommen einer jener Heizlüfter, die uns der Vermieter im Winter vorbeigebracht hat, als die Heizung für mehrere Tage ausgefallen war, der sich als Ventilator ausgibt, wenn man den Rotor einschaltet, die Heizung aber nicht. Und es funktioniert ähnlich gut wie die Kommunikation mit Deutschlands größtem Wohnungsvermietungskonzern (Abre numa nova janela): gar nicht.

Was hast Du gelernt?

Die Atemwegsentzündung Pseudokrupp ist nicht etwa nach dem gleichnamigen Stahlunternehmen benannt (Abre numa nova janela), sondern der Begriff kommt vom Schottisch croup, was „Heiserkeit“ bedeutet.

Was hat Dir Freude bereitet?

Tatsächlich die bisherige Fußball-WM.

Und jetzt: Musik!

https://www.youtube.com/watch?v=JMl8cQjBfqk (Abre numa nova janela)

Ja: Auch dieser Song ist schon 20 Jahre alt. Man sieht’s an den Frisuren.

Wenn Dir mein Schaffen (Buch (Abre numa nova janela), Newsletter (Abre numa nova janela), Blog (Abre numa nova janela), Musik (Abre numa nova janela)) Freude bereitet, teile es doch gerne mit Personen in Deinem Umfeld, denen es auch gefallen könnte!

Und wenn Du meine Arbeit auch finanziell unterstützen magst und kannst: Das geht per PayPal (Abre numa nova janela) oder als Bezahl-Abo.

Habt ein schönes Wochenende!

Always love, Luki

  1. Also: Wie schön mutmaßlich für Menschen, die selbst erst 38, 39, 40 sind.

  2. „Momentum“: Das größte, aus einer Altsprache über das Amerikanische ins Deutsche importierte Idiotenwort neben „ikonisch“. Was Ihr sucht, ist das Wort „Schwung“!

  3. Harald Schmidt würde womöglich von „Daddy Weichei“ sprechen. (Abre numa nova janela)

  4. Warum, zum Henker, hat dieses Wort (Abre numa nova janela) kein Fugen-S, „Mittagsschlaf“ (Abre numa nova janela) aber schon?!

  5. Nördlich des Mains kann ein Ortsname nicht deutsch-bodenständiger sein als „Achim“, denn es gibt keine Stadt, die „Jürgen“ oder „Brigitte“ heißt.

  6. Die Schuld für das frühe Ausscheiden bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften jetzt auch noch der LGBTQIA+-Community in die Schuhe schieben zu wollen, halte ich für gewagt.

  7. Von so einem Autokorso darf man natürlich auch genervt sein (gerade, wenn man kleine Kinder hat, die davon wach werden), aber nach dem gestrigen Spiel gegen Ecuador muss man auch sagen: Vielleicht haben diese Menschen ihr einzige Chance genutzt, während dieser WM hupend und Flaggen schwenkend durch die Nacht zu fahren!

  8. Auch irgendwie absurd, dass Menschen in Bochum, Gelsenkirchen oder Duisburg Erfolgsfans sein können.

  9. Über die Zusammenhänge von Fußball, Nationalismus und Popmusik hab ich vor acht Jahren schon mal gebloggt (Abre numa nova janela); der Text wirkt immer noch vergleichsweise aktuell.

  10. Fischer sagt das in der tollen ARD-Doku (Abre numa nova janela) über Franz Beckenbauer; seine noch bedeutenderen Aussprüche sind natürlich „Herr Präsident, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch.“ und - auf Platz 1 - „Excuse me, I am not convinced!“

  11. Es ist mir bis heute ein Rätsel, warum diese Krisen keine ernsthaften Konsequenzen für die (Finanz-)Wirtschaft hatten, aber was verstehe ich schon vom organisierten Verbrechen?

  12. Ich war nie auf StudiVZ.

  13. Und trotzdem hat „Bild“ jeden Tag aufs Neue aktiv die Spaltung der Gesellschaft heraufbeschworen, wie seit 1952 üblich.

  14. 2006 wurden in Bochum noch Autos (Abre numa nova janela) und Mobiltelefone (Abre numa nova janela) hergestellt. Kann man sich heute kaum noch vorstellen, ne?

  15. Natürlich muss man aus heutiger Sicht auch zumindest mal kurz fragen, inwiefern es ihre eigene Entscheidung war, diesen Schritt zu gehen, aber ich habe zumindest keine Hinweise darauf gefunden, dass sie heute damit hadern würde, und dann sind wir auch sehr schnell bei Schopenhauer und der Frage nach dem freien Willen generell.

  16. Timbaland wird - auch in meinem Buch - bis heute als Produzent von Dima Bilans „Believe“, dem russischen Siegertitel des ESC 2008 - bezeichnet, aber es ist ehrlich gesagt fraglich, ob er mehr dazu beigetragen hat, als das Sample-Paket offen zu lassen, als er den Studiorechner verlassen hat.

  17. Also: So genau, wie man sich - das unsterbliche Falco-Zitat immer mitdenkend - halt an eine Zeit des Exzesses erinnern kann.

  18. Das Blog, das wir damals alle von unterwegs befüllten, war quasi die Teststrecke für Coffee And TV (Abre numa nova janela), und wäre theoretisch sicherlich noch aus der Datenbank zu rekonstruieren.

  19. Bisher habe ich bei allen Alben immer die populärsten Streaming-Dienste verlinkt, diesmal aber wegen der Hitze darauf verzichtet. Brauch Ihr das? Findet Ihr die Alben auch so? Hört Ihr überhaupt irgendwas, was ich hier empfehle? Lasst es mich wissen (Abre numa nova janela)!

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