Die junge Tänzerin Suzy Bannion kommt aus New York nach Freiburg im Breisgau, um dort an einer angesehenen, noblen Ballettakademie Tanz zu studieren. Suzy findet die Schule jedoch zunehmend merkwürdig, denn die Morde an Tänzerinnen, das harte Regiment der Lehrerinnen, seltsame Geräusche in der Nacht, Maden auf dem Boden und ein mysteriöses Etwas, das um die Schlafräume der Schülerinnen schleicht, machen Suzy große Angst. Also beginnt sie, nachzuforschen und findet Stück für Stück heraus, dass das Haus der Ballettschule eine unheimliche Geschichte hat, die Schule von der griechischen Hexe Helena Markos gegründet wurde und in dem Gebäude bis heute ein Hexenzirkel seine magischen Rituale vollzieht.
Suspiria ist ein italienischer Horrorfilm von Dario Argento aus dem Jahr 1977. Das Drehbuch schrieb Argento zusammen mit Daria Nicolodi. Die Hauptrollen sind mit Jessica Harper als Suzy Bannion, Stefania Casini als Suzys Freundin Sara, Joan Bennett als Madame Blank und Alida Valli als strenge Tanzlehrerin Miss Tanner besetzt. In weiteren wichtigen Rollen sehen wir Flavio Bucci, Udo Kier und Miguel Bosé.
Für den Soundtrack zeichnet die italienische Progressive-Rock-Band Goblin verantwortlich, die nach Rosso - Farbe des Todes (1975) das zweite Mal mit Argento zusammenarbeitete. Die Band schafft hier einen experimentellen und sehr eigenwilligen Klangteppich, der in bemerkenswerter Weise zur Atmosphäre des Films beiträgt.
Suspiria - In den Krallen des Bösen ist der wahrscheinlich bekannteste Film des Giallo-Papstes Dario Argento. Nach seinem großen Erfolg wurde er zur Trilogie erweitert. Das Werk ist teilweise von der Essay-Sammlung "Suspiria de Profundis" des englischen Opiumessers und Mordliebhabers Thomas De Quincey inspiriert und stellt den ersten Teil von Argentos "Muttertrilogie" dar, in der es um drei mächtige Hexen geht, die die Herrschaft über die Erde übernehmen wollen. Der erste Teil ist der Hexe "Mater Suspiriorum" (Mutter der Seufzer) gewidmet. Zur Trilogie gehören noch die Filme Horror Infernal (1980) und The Mother of Tears (2007).
Das ist nun wirklich ein echter Horrorfilmklassiker, der das Genre sowie die Popkultur insgesamt prägte. Viele Bands - wie Ministry, Cradle of Filth, Samsas Traum und Eisregen - beriefen sich in ihren Songs auf den Film oder die Trilogie. Die stimmungsvolle Filmmusik, die eindrucksvolle Kameraführung, die perfekte Dramaturgie, die krassen Schock- und Splatterszenen und die gruselige Gummihexe machen den Film zu einem Gesamtkunstwerk, das mich aber vor allem mit seiner hyperstilisierten und surrealistischen Ästhetik gänzlich überzeugen konnte.
https://www.imdb.com/de/title/tt0076786/ (Abre numa nova janela)