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Hall of truth. Die besten Social Media Fundstücke

Redaktion free.fem.minds MAGAZIN

Bild: KI

Hall of truth – die besten Social-Media-
Fundstücke, die uns zuletzt begeistert haben.

Organisierte Kriminalität – Falschanzeigen gegen Frauen

Christina Mundlos ist Soziologin, Beratende, Autorin und Kämpferin für den Gewaltschutz für Frauen und Kinder an deutschen Familiengerichten. Ihr Buch Mütter klagen an (Büchner), behandelt den Rechtsbruch im Familienrecht zulasten von Frauen und Kindern, insbesondere nach Gewalterfahrung durch den Vater. Mit ihrer Petition Gewaltschutz im Familiengericht JETZT, fordert sie die Politik zum Handeln auf. Weit über 100.000 Menschen haben den Aufruf an Politikerinnen wie Dr. Stefanie Hubig bereits unterzeichet.

Ihr Social-Media-Beitrag von Anfang Februar spricht eine Wahrheit aus, die Gewaltstatistiken ins Wanken und Polizei und Justiz unter Druck bringt:

„Väterrechtler überreden Täter zu Falschanzeigen gegen Opfer!
Täter-Opfer-Umkehr: Eine Frau erlebt häusliche Gewalt. Als sie
zur Polizei geht, war ihr Mann schon vor ihr dort und hat sie angezeigt. Er hat behauptet, ER hätte Gewalt durch sie erlebt. Angestiftet werden diese Täter immer wieder von Väterrechtsorganisationen."

Väterrechtler betreiben organisierte Kriminalität, um den ohnehin schon faktisch kaum existierenden Gewaltschutz weiter auszuhöhlen."

Baby-Pause? Vielmehr
Einkommensschock plus Care

Die Mom-to-be-Kollegin verabschiedet sich in die Babypause? Der Begriff zeigt, wie sehr die ersten Monate mit dem Nachwuchs idealisieren. Wochenbett, Kaiserschnittnarbe, Dammriss, Postnatale Depression, zu wenig Unterstützung, soziale Einsamkeit bei Dauerverfügbarkeit. Keine Priorisierung eigener Bedürfnisse, vom Partner abhängig und oft keine Nacht mehr durchschlafen… Wer wohl geschafft hat, dass wir Frauen die Pause neiden, und denken, dass ihr Tag nun allenfalls aus Cappuccino schlürfen und mit dem Kinderwagen Flanieren besteht? Der heftige finanzielle Einschnitt kommt noch obendrauf.

„Mutterschaft ist keine Pause. Sie ist ein Einkommensschock. Und so zu tun, als wäre es anders, ist der Grund für Ungleichheit."

(@initiativechefsache, Initiative Chef:innensache ist ein Netzwerk deutscher Organisationen, das sich für Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Arbeitswelt einsetzt; via Instagram)

Frauenbild des Grauens

Kinder werden nicht zuletzt in den Epstein-Files und deutschen Medien zu jungen Frauen erklärt. Wie sehr unser gesellschaftlich akzeptiertes Frauenbild hiervon geprägt ist, zeigt sich auch so:

Männer, die auf erwachsene Frauen stehen, gelten in unserer jugendfixierten Gesellschaft als pervers. (…) Wenn ein Mann
Mitte-Ende-Zwanzig sagt, er möchte gerne Frauen Ü30 daten,
wird ihm das als Fetisch (!) ausgelegt. Die Familie schaut später komisch, dass er da so eine Alte mit an den Tisch bringt."

Bianca Jankovska, Autorin des Romans Fuckgirl,
ist auf Instagram die @Groschenphilosophin.

Kommunalwahlen sind Männerpolitik

Zeitgleich zu den Kommunalwahlen in Teilen Deutschlands folgt eine bittere Erkenntnis. Daten zeigen: Kommunalpolitik ist Männersache, meldet BR24 (Instagram) und bezieht sich dabei auf Daten des bayerischen Landesamts für Statistik.

„Nur zehn Prozent der aktuellen bayerischen (Ober-)Bürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sind Frauen."

Wieviel sich daran in 2026 ändert, zeigt sich ab dem 8.3.2026.

Doppel-X-Ökonomie könnte die Welt verändern

Die Ökonomin Linda Scott schreibt darüber, was weltweit
Frauen am eigenen Leib erleben. Armut.

„Frauen sind die größte und älteste Unterschicht der Welt. Sie verdienen weniger, sie haben weniger Zugriff auf Bildung, Konten, Kredite." Die ökonomische Gleichstellung der Geschlechter könne zu Wohlstand führen, sagt Scott in ihrem Buch Das weibliche Kapital (Im Original: The Double X Economy). Was sie meint, ist die Wirtschaftskraft von Frauen. Würde man ihre Doppel-X-Ökonomie mehr nutzen, also Frauen gleichgestellt arbeiten und verdienen lassen, würde das vor allem in ärmeren Ländern zu Wohlstand führen, erklärt Linda Scott. (@3sat via Instagram)

Jugendämter stärker in die Pflicht nehmen

Ein Fundstück, das gewaltbetroffene Mütter bei Fragen des Umgangs mit gewalttätigen Vätern, künftig mit zu Terminen ins Jugendamt nehmen sollten.

Das Portal @hallo_justiz (Instagram) erinnerte zuletzt an die sogenannte Garantenstellung des Jugendamts als strafrechtliche Pflicht (§ 13 StGB), Kinder vor Gefahren zu schützen. Der Hinweis auf den reinen Vermittlungsauftrag vieler Mitarbeitender ist unzureichend. Die Pflicht der Jugendämter ergibt sich aus dem zugrundeliegenden staatlichen Wächteramt (Art. 6 Abs. 2 GG) und der Verantwortungsübernahme bei Fallbezogenheit. Bei Kindeswohlgefährdung müssen Mitarbeitende aktiv werden. Untätigkeit kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Wenn Jugendämter Gewalt nur dann sehen wollen, wenn Mütter Kinder nicht zu gewaltbereiten Vätern in den Umgang lassen, nicht aber, wenn es sich bei Männern um tatsächliche Täter handelt, dann wird es Zeit, dass sowohl einzelne Mitarbeitende, als auch die Institutionen an sich transparent gemacht und zentral unter staatliche Kontrolle gestellt werden.

Tópico Stimme gegen Gewalt

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