
Kurz nach Ostern haben in Hedelfingen die Bauarbeiten am Platz vor der Volksbank und der Kreuzung beim Bezirksrathaus begonnen.
Von Jürgen Brand
Am 7. April, also direkt nach Ostermontag, haben die Bauarbeiter mitten in Hedelfingen, gleich gegenüber vom Bezirksrathaus und vom Alten Haus, losgelegt. Der Platz vor der Volksbank wird wie schon länger geplant umgestaltet, außerdem werden im Bereich vom Hedelfinger Platz bis zur Ruiter Straße in größerem Ausmaß Gas-, Wasser-, Strom- und Straßenbeleuchtungsleitungen verlegt. Der Hedelfinger Bezirksbeirat begrüßt die „Bankbrunnen” genannte Baumaßnahme ausdrücklich, ist aber mit den geplanten Umleitungen nicht so ganz glücklich – zumal voraussichtlich bis Ende November in dem zentralen Bereich gegraben und gebaut werden soll. Deswegen hatte das Gremium auch Alternativvorschläge für die Verkehrsführung an die Stadtverwaltung formuliert.
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Der Hedelfinger Ortskern gerade in dem Quartier mit Bezirksrathaus und Altem Haus ist in den vergangenen Jahren Stück für Stück schöner geworden. Das Rathaus wurde saniert, das ebenfalls denkmalgeschützte Alte Haus ist sowieso ein beliebtes Fotomotiv und die Volksbank schräg gegenüber ist zu einem Regionalzentrum weiterentwickelt und umgestaltet worden. Und ganz in der Nähe ist auch die Pop-up-Bibliothek in der ehemaligen BW-Bank-Filiale beliebt und gern besucht.

Was bisher noch fehlte war die Umgestaltung des Platzes bei der Volksbank an der Kreuzung Amstetter Straße, Friedrichshafener Straße und Heumadener Straße. Die Blumenbeete sind zwar schön bepflanzt, aber der Platz ist sichtlich in die Jahre gekommen, die Sitzbänke müssten dringend erneuert werden, der bisherige Brunnen läuft sowieso nicht mehr. Dessen Brunnenstube war im Erdgeschoss der Bank untergebracht, keine Ideallösung für Bank- und Brunnenbetrieb. Ursprünglich war geplant, den Platz im Jahr 2024 umzugestalten. Jetzt ist es 2026 geworden, aber Hauptsache, es wird gemacht.

Nach Angaben der Stadt wird bei der Umgestaltung das Hauptaugenmerk auf die Aufenthaltsqualität dort gelegt. Die Blumenbeete werden erneuert, auch zwei Bäume werden gepflanzt. Ein neuer Trink-Brunnen soll an heißen Tagen für Erfrischung sorgen. Der Brunnen wird dann über einen Schacht auf städtischem Grund versorgt. Neue Sitzbänke sind ebenso vorgesehen wie neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Außerdem bekommt der Platz ein neues, sickerfähiges, also regendurchlässiges Pflaster. Dann wird bei Starkregengüssen nichts überschwemmt. Der Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen zum Bezirksrathaus hinüber wird barrierefrei umgebaut, die Beleuchtung soll in dem ganzen Bereich optimiert werden. „Zudem wird die Fahrbahn im gesamten Knotenpunktbereich erneuert”, so die Stadt weiter. „Die Maßnahmen zur Leitungserneuerung und Umgestaltung werden gemeinsam durchgeführt. Hierdurch werden bauliche Synergien genutzt und die Auswirkungen auf Anwohner und Verkehr minimiert.”
Gravierende Auswirkungen
Diese Auswirkungen werden nach den bisherigen Plänen aber für den ganzen Ortskern gravierend sein. „Während der Bauzeit sind abschnittsweise Teil- und Vollsperrungen der Amstetter Straße sowie des Knotenpunkts Amstetter-/Friedrichshafener/ Heumadener Straße notwendig.” Entsprechende Umleitungen sollen dann ausgeschildert werden. Die Stadt sieht als Umleitungsstrecken bisher ortsauswärts die Ruiter Straße, Fruchtstraße und Heumadener Straße vor, ortseinwärts die Untere Heckenstraße, Fruchtstraße und Ruiter Straße. Die SVE-Buslinie soll über die Hedelfinger Brücken, Am Mittelkai und Otto-Hirsch-Brücken umgeleitet werden. Der Bezirksbeirat hatte dagegen vorgeschlagen, die Amstetter Straße in beiden Fahrtrichtung geöffnet zu halten, um so möglichst viel Autoverkehr aus dem Ortskern abzuleiten.
Anwohner informiert
Die Anwohner in dem betroffenen Gebiet wurden nach Angaben der Stadt mit Informationsschreiben über das aktuelle Baugeschehen informiert. Zufahrten und Häuser sollen soweit möglich erreichbar bleiben. Die Umgestaltung des Platzes inklusive Straßenbeleuchtung und neuem Fahrbahnbelag wird nach bisherigen Schätzungen rund 450.000 Euro kosten. Die Leitungsarbeiten werden separat durch die jeweiligen Netzunternehmen abgerechnet.
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