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Aufräumen, Loslassen und das Business neu strukturieren

Gerade ist ein Thema auffallend präsent: Viele Menschen räumen auf. In ihrem Business, in ihren Angeboten, in ihren Prozessen. Es wird neu sortiert, hinterfragt, vereinfacht. Tools werden überprüft, Strukturen angepasst, Angebote verdichtet oder losgelassen. Und oft bekomme ich mit, dass das Aufräumen sich nicht nur auf das Business beschränkt: Es scheint, als wären alle Lebensräume betroffen. Als gäbe es gerade ein große innere und äußere Inventur.

Immer dann, wenn sich ein Motiv nicht nur individuell zeigt, sondern kollektiv, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Mit diesem Newsletter möchte ich mit dir eine Einordung vornehmen. denn vielleicht geht es dir ähnlich wie mir: wenn ich die größeren Zusammenhänge sehe, kann ich viel leichter durch eine eigenen Prozesse gehen. Und vor allem: deutlich entspannter.


Ist da kollektiv was am Werk?

Wie sieht das größere Bild aus?

In welchem Zusammenhang steht das, was wir hier gerade tun?

Was aktuell sichtbar wird, ist in meiner Wahrnehmung kein strategischer Trend, den wir bewusst ansteuern. Es ist mehr ein innerer Klärungsprozess, der sich im Außen spiegelt. Aufräumen geschieht nicht aus Optimierungsdruck oder eben als Strategie, sondern aus einem tieferen Bedürfnis nach Stimmigkeit. Dinge, die lange „mitgelaufen“ sind, verlieren ihre Tragfähigkeit. Strukturen, die früher funktioniert haben, fühlen sich plötzlich schwer oder unklar an. Sie verwirren oder belasten. Und eines geht gerade nicht mehr: wegschauen.

Was passiert also gerade?

In vielen Business-Strukturen zeigt sich dabei ein ähnliches Muster: Es existieren zahlreiche indirekte Wege, Aktivitäten und Möglichkeiten, aber nur wenige wirklich klare Wachstumspfade. Aufmerksamkeit verteilt sich auf zu vieles gleichzeitig. Prioritäten verschwimmen. Wachstum wird komplex, obwohl es eigentlich einfach sein könnte.

Und dabei sind es zwei zentrale Punkte, die sich für mich herauskristallisiert haben:


– Dient das wirklich?
– Ist das angebunden an Vision und Entwicklung - meine eigene UND die meines Business?

Aus dieser Klarheit heraus kann eine radikale Verdichtung entstehen. Es geht nicht darum, etwas zu streichen. Ja, es kann sein, dass Dinge wegfallen. Es geht eher darum, sie miteinander zu verbinden und ihnen klare Aufgaben zuzuweisen. Jede Aktivität hat ihre eigene Bestimmung in deinem Business Ökosystem. Weniger Aktivitäten, dafür solche mit echter Wirkung. Bei mir sind zum Beispiel nur 4 Aktivitäten übrig geblieben, die zentral und wirklich wichtig sind. Zwei davon laufen sogar automatisiert und brauchen nur wenig Aufmerksamkeit.

Was hat das mit dem Kollektiv zu tun?

Dieses Phänomen ist nicht auf Business beschränkt. Viele erleben es parallel auf anderen Ebenen: körperlich, gesundheitlich, emotional oder im privaten Umfeld. Alte Muster tauchen auf. Abhängigkeiten werden sichtbar. Oft subtil, manchmal mit großer Wirkung. Dinge, die lange Sicherheit versprochen haben, verlieren ihren Halt. Und das ganz manchmal ganz schön herausfordernd sein. Und weil das so ist, gibt es diesen Newsletter, der dich durch diese Zeit tragen soll. Denn so anstrengend es manchmal ist: Wir bewegen uns in eine richtig schöne Zeit hinein. Das hier sind die Vorbereitungen.

In dieser Zeitqualität scheint etwas Grundlegendes zu wirken: Eine neue Form von Selbstermächtigung. Es wächst die Bereitschaft, nichts mehr mitzutragen, was nicht wirklich stimmt. Keine Kompromisse aus Gewohnheit. Kein Festhalten aus Angst. All das verschwindet gerade. Und klar: Vor deiner Haustür zuerst.

Das kann verunsichern. Denn jenseits der alten Strukturen gibt es noch keine Referenzwerte. Kein klares Außen, an dem man sich orientieren kann. Die völlige Freiheit. Wachstum ohne bekannte Konzepte. Ganz ehrlich: Mir macht das manchmal Angst. Ich habe gerne Orientierung. Aber: die wird es für uns Pioniere nicht geben. Genau darin liegt ja auch die Einladung: Business nicht mehr gegen die eigene und die Energie des Lebens aufzubauen, sondern im Alignment mit ihr.

Aufräumen ist in diesem Kontext also echte Vorbereitung. Raum schaffen für etwas, das bereits da ist – aber bisher noch keinen Platz hatte.

Wie kannst du das nutzen?

Folge so gut es geht deinem inneren Kompass. Bleib bei dir und frage dich immer wieder: Ist es meine Wahrheit? Nicht im Sinne von “Hoppla, jetzt komme ich und alle müssen nach meiner Pfeife tanzen”, sondern eher im Sinnen von: “Geh ich da gerade einen Kompromiss ein - auf meine Kosten”?

Reflexionsfragen zum Aufräumen

  1. Wo ist mein Business in den letzten Jahren komplexer geworden, als es eigentlich sein müsste?

  2. Welche Aktivitäten binden Aufmerksamkeit, ohne klar zu Wachstum oder Wirkung beizutragen?

  3. Was trage ich noch mit, obwohl es sich nicht mehr stimmig anfühlt?

  4. Welche Angebote, Prozesse oder Strukturen dienen mir wirklich – und welche beruhigen eher mein Sicherheitsbedürfnis?

  5. Wenn ich radikal verdichten würde: Was bliebe übrig?

  6. Wo spüre ich die Einladung, mein Business weniger aus Konzepten und mehr aus innerer Klarheit heraus zu führen?

Schreibe mir gerne, wie es dir aktuell geht. Ich freue mich immer über Rückmeldungen.

Herzliche Grüße

Simone

P.S. Am Donnerstag gibt es dazu eine Podcastfolge exklusiv hier auf Steady, in der ich das Thema noch vertiefe. Sie wird für Mitglieder mit Abo zugänglich sein.

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