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Tag 5 - Farewell to the Isles

Immer noch geben sich Sonne, Regen, Wind und Hagel die Klinke in die Hand. Doch dieses Mal bleibt der Regen morgens länger. Ich warte in der Lounge des schönen Busta Hotels. Was ich nicht wusste: Das Haus war als Skellwick Hotel in der Serie "Mord auf Shetland" eine der Locations.

Busta House Hotel
Busta House Hotel

Ich spreche mit einem der beiden Besitzer - er erzählt mir, wie viel Pflege und Geld das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert benötigt. Bisher investiert er mehr, als er Gewinn macht. Dennoch läuft das Hotel. Denn auch Einheimische feiern hier ihre Geburtstage und andere Feste. Auch wenn draußen gerade ein Gerüst für eine Seite der Fassade aufgebaut ist. Busta House ist erdig, herzlich, und ich würde jederzeit dort wieder mein Lager aufschlagen.

Der Aufenthaltsraum des Hotels
Der Aufenthaltsraum des Hotels

Auch weil mir eine Putzfrau noch tolle Tipps für meinen Ausflug am Nachmittag gibt. Den werde ich auch befolgen. Heute will ich die Westküste weiter erkunden. 

Zunächst gehe ich auf den Esha Ness Circuit. Vom Parkplatz eines kleinen Leuchtturms aus führt die Tour entlang der gigantischen Klippen.

Der Wind (und Hagel … Sonne … Regen … Ihr wisst!) sorgt dafür, dass Wellen ein entsprechendes Schauspiel abziehen.

Esha Ness Klippen
Esha Ness Klippen

Der Rückweg führt mich an einer eingestürzten Meereshöhle vorbei, in die sich ein Wasserfall stürzt.

Ein Stück weiter im nahen Loch stehen die Überreste eines Brochs.

Die Runde von Esha Ness ist nicht lang, nur circa vier Kilometer. Aber sie ist eine der schönsten Runden auf Shetland.

Broch im Loch of Houlland
Broch im Loch of Houlland

Da war aber noch der Tipp, den mir die Dame im Busta House gegeben hat. Also fahre ich nach Stenness, einer verlassenen Siedlung. Doch spannender ist der Felsen, der sich im Meer in Form eines Elefanten erhebt: der Dore Holm.

Alleine dafür lohnt sich diese zweite Küstenwanderung.

Dore Holm
Dore Holm

Eine besondere Stelle entdecke ich per Zufall. Ich halte am Grind o da Navir. Hier zieht sich nur ein schmaler Landstreifen als Grenze zwischen Nordsee und Atlantik entlang. Quasi kann man hier von einem Ozean in den anderen einen Stein werfen.

Grind o da Navir
Grind o da Navir

Abschließend will ich dann noch etwas Technik. Ich suche nach einem Blick auf das Sullom Voe Oil Terminal. Der ist eher unspektakulär, aber ein Arbeiter vor Ort weist mich auf den verlassenen Flughafen hin. 

Scatsta Airport
Scatsta Airport

Meine letzte Foto-Location ist also ein Lost-Place, der mich daran erinnert, dass ich morgen früh zurück nach Inverness fliege.

Und ich will nicht. Shetland mit all seinen Wettern und der wunderbaren Natur hat mich gefangen genommen.

Dennoch: Ich muss, aber ich bin sicher, ich komme wieder.

Bestimmt.

Ich hoffe, Euch hat mein kleines Tagebuch gefallen. Bis dann.

Stephan

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