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Prides, Events und Grenzen

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Queermed auf dem Hamburger Spektakel

Anfang August wurde Queermed auf den Alternativen Pride in Hamburg, dem Spektakel eingeladen. Dieser Einladung bin ich gefolgt.

Kurz zusammengefasst: Ich hätte mir mehr politische Themen gewünscht und auch vorab gerne gewusst, dass das Event sehr partylastig wird. Was mir vor der Zusage nicht so klar war. Dementsprechend saß ich die meiste Zeit am Stand und es kamen über mehrere Stunden nur vereinzelt Leute an den Stand. Erst danach erhielt ich auch das Feedback, dass viele nicht wussten, dass Queermed auf dem Spektakel sei. Für die erste und einzige Pride-Veranstaltung dieses Jahr für Queermed war das dann eher suboptimal, aber dennoch war ich froh, dass ich der Einladung nachgekommen bin.

Dennoch habe ich mein Feedback zur Veranstaltung an die Veranstaltenden weitergegeben. Ich finde es wichtig, solche Informationen mitzugeben, zumal sie hoffentlich nächstes Jahr eine weitere Veranstaltung auf die Beine stellen wollen.

Queermed auf Prides?

Die Einladung zum Spektakel war nicht die einzige Pride-Veranstaltung, zu dieser Queermed eingeladen wurde. Jedoch mussten viele andere Einladungen leider abgelehnt werden. Da ich neben Queermed immer noch einer Vollzeitlohnarbeit nachgehen muss, kann ich leider nur sehr eingeschränkt auf Prides gehen, die sehr viel Zeit in Anspruch nehmen würden zwecks Anreise und Anwesenheit. Zwar gibt es mittlerweile ein Team an Ehrenamtlichen für die Events, jedoch haben diese auch Verpflichtungen wie Lohnarbeit, Carearbeit und co. Es sind in den vergangenen Wochen einige Ehrenamtliche dazugekommen, weswegen die Hoffnung da ist, dass es nächstes Jahr vielleicht möglich sein kann, auf 1-2 mehr Prides mit einem Stand dabei zu sein.

Gleichzeitig habe ich einige Pride - Veranstaltungen abgesagt, weil die Rahmenbedingungen nicht meinen moralischen Vorstellungen entsprach. Beispielsweise gab es eine erneute Einladung nach Berlin, die aber vor Ort bei einem Medium hätte stattfinden müssen, was regelmäßig für seine queerfeindliche Hetze in seinen eigenen Formaten bekannt ist. Warum ein Verein so einen Veranstaltungsort benutzen möchte, weiß ich leider nicht. Auch die Tatsache, dass dieses Medium eine eigene ”Queer Gruppe” im Unternehmen hat, ist für mich kein Beweis, dass dieses Medium es ernst meint. Natürlich setze ich mit bestimmten Ablehnungen auf Einladungen ein Zeichen und weiß, dass ich trotz des wichtigen Themas deutlich seltener zu Events eingeladen werde als Influencer*innen, Conent Creator*innen oder Aktivist*innen, die vielleicht einen anderen moralischen Kompass haben. Und vielleicht auch finanziell abhängiger sind (wobei sehr viele Panels und Einladungen darauf abzielen, dass ich die Kosten von Reise, Übernachtung und Arbeit auf der Bühne selbst bezahle bzw. unentgeltlich mache).

Nichtdestotrotz möchte ich euch gerne noch ein paar Veranstaltungstipps geben, wo ihr Queermed dieses Jahr noch sehen werdet:

Queermed bei der FUMA

Am 3. September darf ich bei der FUMA ein Online-Webinar zum Thema “Diversitätssensible Gesundheitsversorgung bei Jugendlichen” geben. Alle Informationen hierzu auf der Veranstaltungsseite (Abre numa nova janela), der Anmeldeschluss ist der 27.August 2024

Queermed auf der TinCon 2024 in Hamburg

Dieses Jahr darf ich auch auf der TinCon 2024 am 18. / 19. September in Hamburg sein mit einem eigenen Talk zum Thema “Das erste Mal beim Arzt”. (Abre numa nova janela)

Wer die TinCon nicht kennt: “Die TINCON (ursprünglich von: “Teenage Internetwork Conference”) wurde 2015 als gemeinnützige Organisation gegründet. Das Ziel der TINCON ist es, der jungen Generation, ihren digitalen Lebens- und Medienwelten, ihren Interessen und Anliegen zu größerer Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit zu verhelfen.”

Queermed Teil des Forschungskompass

Wisst ihr was der Forschungskompass ist?

“Das Projekt KOMMIT wird durchgeführt von einem Team aus Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen und ihnen nahestehenden Personen sowie Forschenden. Gemeinsam engagiert sich diese Menschen im sogenannten Trialogischen Zentrumsrat des Deutschen Zentrums für psychische Gesundheit (DZPG). Eben dieses Gremium gestaltet den gesamten Prozess vom Start der Online-Beteiligung hin zur Erstellung und Veröffentlichung des Forschungskompass Mentale Gesundheit.  Es gibt darüber hinaus auch ein Gremium mit jungen Erwachsenen. Diese gestalten insbesondere den Bereich „Junge Erwachsene“ mit.

Der Forschungskompass Mentale Gesundheit ist eine Liste, die jene Themen beinhalten wird, die während dieser Beteiligung gesammelt und abgestimmt werden. Es können Themen rund um die Ausbildung der Praktizierenden, als auch die Präventionsarbeit in der Gesellschaft sein. Die Liste mit den relevanten Themen für Betroffene und Nahestehende soll – wie ein Kompass – der Forschung die Richtung zu nutzerorientierten Themen weisen.

Denn das aktuelle Problem in Deutschland ist, dass es keine wirklichen Richtlinien gibt, wonach geforscht wird. Häufig entscheiden dann nur persönliche Interessen oder finanzielle Mittel (…)”

Die ganze Pressemitteilung findet ihr im Queermedblog (Abre numa nova janela)

Bücherempfehlungen für Q2

Falls ihr es nicht schon gesehen habt auf Social Media:

Die neuen Quartalsempfehlungen für die Queermed-Bücherliste ist rausgegangen! In jedem Quartal erhaltet ihr hier ein Update zu den neuesten Büchern auf der Queermed-Leseliste! Alle empfohlenen Bücher wurden vorab selbst gelesen und privat erworben / erhalten.

Alle Bücher findet ihr wie immer auf der Website unter: Ressourcen -> Bücherliste (Abre numa nova janela)

Unter anderem dazu gekommen sind:

  • Atkinson, Anthony B.: Ungleichheit. Was wir dagegen tun können

  • Boerger, Angelina: Kirmes im Kopf. Wie ich als Erwachsene herausfand, dass ich AD(H)S habe

  • Jamal, Lobna; Odabaşı, Mirza (Hg.): Einwanderungsdeutschland. 1945 bis 2023

  • Laubinger, Ricardo Lenzi: Und eisig weht der kalte Wind. Das Schicksal einer deutschen Sinti-Familie

  • Respons: Was tun bei sexualisierter Gewalt?

  • Sow, Noah: Deutschland Schwarz Weiß

  • Taylor, Yvette: Working Class Queers. Time, Place and Politics

Save the Date 26.09. Queermed lädt ein zu: Re:Respekt!

Lasst uns über Respekt reden!
Wir brauchen eine nachhaltige Veränderung im Umgang mit Patient*innen im Gesundheitswesen. Denn in Praxen und Kliniken erfahren Menschen Rassismus, Queerfeindlichkeit, Ableismus und Bevormundung um nur einige Ismen zu nennen. Das muss aufhören. Wir weigern uns, dass weiterhin hinzunehmen. Dafür brauchen wir die kollektiven Kräfte von Patient*innen als auch Ärzt*innen und Therapeut*innen. Denn nur gemeinsam können wir für eine ganzheitliche Veränderung im Gesundheitswesen eintreten.

Ab 18.00 Uhr  (Einlass ab 17:30 Uhr) am 26.09.2024 im Kulturbunker in Köln-Mülheim sprechen wir gemeinsam über unsere Erfahrungen, Bedürfnisse und Forderungen, die wir ans Gesundheitswesen haben.

Es wird zwei Panels geben mit unterschiedlichen Themen und unterschiedlichen Gäst*innen.

Panel 1: Bevormundung, Selbstdiagnose und Stigmatisierung bei psychischen Gesundheitsproblemen

Panelist*innen: Stephanie Cuff-Schöttle (Diplom-Psychologin), Olivier David (Autor, Journalist, Kolumnist), Fatima Remli (Autorin, Menschenrechtsaktivistin)

Panel 2: Empowerment von Kindern und Jugendlichen auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Gesundheitsversorgung

Panelist*innen: Oyindamola Alashe (Autorin, Journalistin), Denise M’Baye (Schauspielerin, Sängerin), Thomas Spies (Dozent, Lehrkraft)

Moderation: Sara Grzybek (Autor*in, Gründer*in Queermed)

Hinweis: Die Veranstaltung wird in deutscher Lautsprache stattfinden. Gleichzeitig wird es eine Gebärdendolmetschung in DGS geben.

Den Link zu den Tickets findet ihr, indem ihr auf das Bild klickt (der Link führt zu rausgegangen.de)

(Abre numa nova janela)

Bei all der Arbeit und den tollen Events, leider auch weiterhin dieses Problem: Finanzielle Bedarfe für 2024 / 2025 zu 27% gedeckt:

Leider gibt es immer noch keine ausreichende Finanzierung für alle geplanten Vorhaben. Im schlimmsten Fall könnte das dazu führen, dass die Arbeit bei Queermed eingeschränkt und runtergefahren werden muss, da die notwendigen Kosten auf jeden Fall gedeckt werden müssen und alle angefragten, zusätzlichen Bedarfe leider unerfüllt bleiben. Zu den anstehenden Kosten für das kommende Jahr:

  • Queermeds 2. re:Respekt Veranstaltung: Das 1. re:Respekt Event (Abre numa nova janela) war schon ein voller Erfolg! Damit wir dieses Event dieses Jahr entsprechend noch mit besten Voraussetzungen auf die Beine stellen können, braucht es finanziellen Support für eine Location, angemessene Panelist*innenhonorare, Fotobegleitung vom Event, ein Awareness-Team, Werbung, Material vor Ort, Getränke, Gebühren usw. Benötigte Summe: 10.000€

  • Schaffung bezahlte Geschäftsführungsstelle 2025: Damit die Geschäftsführung mehr Zeit in die Arbeit von Queermed investieren kann, braucht sie*er eine bezahlte Stelle um nicht in eine prekäre finanzielle Situation zu geraten. Die benötigte Summe wäre ein Jahresgehalt auf Minijob-Basis. Benötigte Summe: 10.000€

  • 2. Auflage des Leitfaden zum sensibilisierten Umgang mit Patient*innen (Abre numa nova janela): Nach dem extrem positiven Feedback zur 1. Auflage soll der Leitfaden in einer folgenden Auflage erweitert werden. Das benötigt erneute Unterstützung von der Designerin. Benötigte Summe: ~ 6.000€

  • Übersetzungen des Leitfadens in Englisch / Russisch / Ukrainisch / Französisch: Jede Übersetzung muss noch mach fachlich geprüft werden, das Design für die jeweilige Sprache muss angepasst werden. Dazu auch wieder Druck- und Versandkosten. Benötigte Summe: 20.000 € 

  • Verwaltungskosten 2025: Damit können alle laufenden Kosten wie Website, Bank und ähnliche Themen für ein Jahr gedeckt werden. Benötigte Summe: 600€

Eine ganze Auflistung und den aktuellen stand findet ihr auf betterplace (Abre numa nova janela). Teilt gerne den Link und spendet falls es gerade eine Möglichkeit für euch ist.

Das war es wieder für diesen Monat. Danke, wenn ihr bis hierhin gekommen seid. Passt auf euch auf!

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