
Liebe Flauschis!
Eine recht intensive Woche liegt hinter mir, das Bild stammt von meinem Vortrag bei den Hamburger Ciclistas vom ADFC, einer Gruppe, die mehr FLINTA* (Abre numa nova janela)-Personen aufs Rad holen möchte. Ein paar der Folien werde ich mal in den Fließtext einfügen.
Meine Idee von Delegationsreisen und Wissenstransfer für kommunale Entscheider*innen werde ich nächste Woche zur Prüfung einer Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einreichen. Mein monatlicher Newsletter für alle, die in die Handlung zur lokalen Verkehrswende gehen wollen, wächst inhaltlich mit jedem Tag - nur das richtige Tool zum Versenden ist noch schwer, da ich es ansprechend gestalten möchte. Mein Ziel ist es, Wissen für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende zu transferieren. Pro Monat werde ich ein Thema von allen Facetten beleuchten. Mit Studien, Expert*innen-Interviews und Best-Practice-Beispielen. Keine oberflächlichen Trends, sondern vertiefte Analysen.
Ich habe in Wismar gelesen und in Hamburg als Vorständin der Max-Brauer-Stiftung der Hochbahn Hamburg die Moderation der Preisverleihung übernehmen dürfen. Mit hoch spannenden Themen!

Die Preisträger und ihre prämierten Arbeiten
1. Platz (jeweils 4.000 Euro):
Nils Rothehüser, Referent Flottenmanagementsoftware für autonome Fahrzeuge bei der HOCHBAHN, Masterarbeit im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen (M.Sc (Abre numa nova janela).) an der Universität Hamburg.
Thema: „Erfolgsmessung autonomer Ridepooling-Fahrzeuge im ÖPNV – Entwicklung und Analyse relevanter Kennzahlen am Beispiel des Projekts ALIKE“
Kristof Halasz, Masterarbeit an der Technischen Universität Dresden im Masterstudium Verkehrswirtschaft / Transportation Economics M. Sc.
Thema: „Der Schienenbonus im ÖPNV: Eine empirische Analyse zur Präferenz spurgeführter Verkehrsmittel“
2. Platz (jeweils 1.500 Euro):
Felix Schmidt, Teamleiter Systemkonzepte & Data Analytics bei der HOCHBAHN, Masterarbeit in Wirtschaftsinformatik / IT-Management an der NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft.
Thema: „Entwicklung eines Bewertungsmodells zur Optimierung von IT Systemarchitekturen auf Linienbussen am Beispiel der Hamburger Hochbahn AG“
Matthias Grote, Dissertation an der Technischen Universität Hamburg.
Thema: „Bewertung neuer Technologien in der Mobilität am Beispiel autonomer Minibusse im ÖPNV ländlicher Räume“
Die Termine der nächsten Woche:
07.07.2026 Werl (Abre numa nova janela)
09.07.2026 Osnabrück (Abre numa nova janela)
10.07.2026 Bocholt (Abre numa nova janela)

Neu in eurer She Drives Mobility Academy: (Abre numa nova janela)
François Bausch gilt als einer der zentralen politischen Treiber der Verkehrswende in Luxemburg, der Mobilität konsequent als Systemfrage statt als Einzelmaßnahme versteht. Sein Ansatz zielt darauf ab, Menschen statt Fahrzeuge zu bewegen und dafür langfristig in ein vernetztes, leistungsfähiges und multimodales Verkehrssystem zu investieren.
(Abre numa nova janela)Ich habe gebloggt!
Wie ist es eigentlich mit unserer Wut über ungerechte Zustände versus Wut über den Verlust von Autoprivilegien?
Dem Wunsch zu überleben versus Dominanz des Autos über Lebensräume?
Die Wut der Autofahrenden, wenn ihre Komfortzone gestört wird, wird als legitime Bürger*innenprotest behandelt. Sie sorgt dafür, dass jede Veränderung zum Wohle aller blockiert werden kann. Weil man sie versteht, sie mitnehmen will, sie sorgsam behandeln und nicht stören möchte.
https://katja-diehl.de/rage-becomes-us/ (Abre numa nova janela)
Die Rechnung des Risikos: Zweistellige Milliarden gegen Terror, Millionen und pdf´s gegen die Klimakatastrophe.
https://katja-diehl.de/die-rechnung-des-risikos-zweistellige-milliarden-gegen-terror-millionen-und-pdfs-gegen-die-klimakatastrophe/ (Abre numa nova janela)
Italo kommt – und viele jubeln. Das ist ein Fehler.
https://katja-diehl.de/italo-kommt-und-viele-jubeln-das-ist-ein-fehler/ (Abre numa nova janela)
Kommunikativer Klimahammer nachweislich „erfolgreich“.
Im Februar 2023 leakt die BILD einen Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz und tauft ihn so knackig wie falsch: „Heizungshammer“. Innerhalb eines Jahres steht dieses Wort in über 1.100 Artikeln. Das eigentliche Gesetz wird bis zur Unkenntlichkeit verwässert.
https://katja-diehl.de/kommunikativer-klimahammer-nachweislich-erfolgreich/ (Abre numa nova janela)Ich bin chronisch krank. Ich weiß, was es bedeutet, in einem Gesundheitssystem zu leben, das mich schon jetzt nicht gut versorgen kann. Wartezeiten, die sich über Monate ziehen. Therapieplätze, die es theoretisch gibt und praktisch nicht. Medikamente, für die ich zuzahle, obwohl ich sie brauche, nicht wähle. Und jetzt wird das System, das mich bereits im Stich lässt, systematisch weiter ausgehöhlt.
https://katja-diehl.de/die-schwaechsten-schwaechen-den-wert-von-menschen-festlegen/ (Abre numa nova janela)Und damit zu den Links der Woche!
Neue Grundsicherung seit dem 1. Juli – und das Deutschlandticket-Problem
Seit dieser Woche gilt die neue Grundsicherung mit einem eingefrorenen Regelsatz von 563 Euro. Das Deutschlandticket kostet 63 Euro und macht somit über 11 % davon aus. Eine bundesweite Kostenübernahme gibt es nicht. Wer Grundsicherung bezieht, ist auf regionale Sozialtickets (27,50–44 Euro, je nach Bundesland) angewiesen und muss diese aktiv beantragen. Nordrhein-Westfalen diskutiert, ob das Ticket als Sachleistung ausgegeben werden soll, statt es aus dem Regelsatz zu finanzieren. Beschlossen ist noch nichts. Kurzversion: Die Menschen, die den ÖPNV am dringendsten benötigen, sind immer noch nicht im Fokus.
Spannende Diskussion dazu hier: (Abre numa nova janela)
In NRW hätten nur 80.000 von 1,5 Millionen Empfänger*innen der Grundsicherung das Deutschlandticket, sagte Frank Heidenreich, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Das sei zu wenig. Zur Einordnung: Das Deutschlandticket für Menschen, die Sozialleistungen empfangen, kostet in NRW 53 Euro, also 3 Euro mehr als der vorgesehene Mobilitätssatz.
Die Verkehrsministerkonferenz hat einen Preisindex für das Deutschlandticket beschlossen (Abre numa nova janela).
Ab 2027 soll der Preis automatisch an Kostensteigerungen gekoppelt werden. Das klingt nach Planungssicherheit, bedeutet aber, dass die Preise weiter steigen, ohne dass die Sozialkomponente berücksichtigt wird.
Meanwhile:
Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos bis 2035 verlängert (Abre numa nova janela)
Bundesfinanzminister Klingbeil hat eine Verlängerung der Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos um fünf Jahre angekündigt. Eine Subvention, von der nur die Minderheit profitiert, die sich so ein Auto leisten kann und will. Und dennoch sind bei den Neuzulassungen noch ¾ (teil-)fossile Antriebe, auch, weil Dienstwagen weiterhin nicht elektrisch, sondern immer gefördert werden.
Pflicht-Notbremsassistent für neue Autos ab dem 7. Juli. (Abre numa nova janela)
Ab Montag müssen alle neu zugelassenen Pkw und leichten Nutzfahrzeuge über einen Notbremsassistenten für Fußgänger und Radfahrende verfügen. Diese Regelung ist überfällig, schützt aber nur vor neuen Autos. Der Bestand bleibt.
Und beweist: Nur autoarme Räume sind somit sichere Räume für alle außerhalb der Stahlzellen.
Ford holt Hunderte Ingenieure zurück – weil KI sie doch nicht ersetzen konnte. (Abre numa nova janela)
Kehrtwende beim US-Autobauer Ford: Rund 300 erfahrene Qualitätsprüfer wurden wieder eingestellt, weil automatisierte Systeme nicht gut genug waren. Die Kosten für Rückrufe und Garantieleistungen sollen seither zurückgehen.
Interview: Aber die Mehrheit der Bevölkerung ist doch für Klimaschutz. Warum bildet sich das politisch nicht ab? (Abre numa nova janela)
Weil das eine abstrakte Mehrheit ist. Je konkreter man fragt, desto geringer ist die Zustimmung. Das zeigen unsere Auswertungen: Sobald es um meine eigene Entscheidungsfreiheit geht – morgens ins Auto steigen, mein Heizungssystem wählen, Essgewohnheiten –wächst die Abwehr.
Radreisen für Einsteiger: Darauf kommt es an. (Abre numa nova janela)
In den Ferien machen viele gerne Radreisen. Damit bleibt man fit und ist klimafreundlich sowie kostengünstig unterwegs. Was man vor der ersten Tour beachten sollte – von Planung bis Ausrüstung.
Renewables shield Spanish consumers from elevated gas prices (Abre numa nova janela)
Spanish consumers are being shielded from the latest fossil fuel crisis thanks to the weaker influence of gas on electricity prices.
Ergänzend: Niedrige Energiepreise, mehr Sicherheit für Frauen und klares Nein zum Krieg – So hat Regierungschef Sánchez Spanien vorangebracht.
https://kontrast.at/pedro-sanchez-spanien-politik/ (Abre numa nova janela)Bleibt gesund und zuversichtlich!
Eure
Katja