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Das Akkordeon ist das „Instrument des Jahres 2026“

Viel mehr als eine Quetschkommode – der Zauber der Tasten und Knöpfe

Ein altes Akkordeon mit Tasten und Knöpfen. (Abre numa nova janela)
Credit: Staatliches Institut für Musikforschung, Musikinstrumenten-Museum / Sabine HoffmannCC BY-SA 4.0
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Das Akkordeon ist das „Instrument des Jahres 2026“. Vor zwei Jahren war die Wahl der Landesmusikräte auf die Tuba gefallen. Im letzten Jahr stand die menschliche Stimme (Abre numa nova janela) im Fokus. Nun also das Akkordeon – ich muss zugeben, dieses Musikinstrument gehörte bisher nicht zu meinen Favoriten.

Meine Hörerfahrungen damit sind allerdings auch wirklich sehr dürftig: Da waren die recht unmotivierten Versuche einer Klassenkameradin, dem Instrument ein paar schöne Töne zu entlocken, leider vergeblich. Außerdem erinnere ich mich an die bierseligen Musikeinlagen eines Ostsee-Fischers und die Quetschkommode als Begleitinstrument von sangesfrohen Shanty-Chören. Doch ich tue dem Instrument und den Menschen, die daran Freude haben, sicher unrecht.

Die Musikräte sehen das Akkordeon als einen echten Alleskönner „mit vielen Klangfarben für kleine intime Kammermusik, aber auch für die große Bühne“, lese ich beim Deutschlandfunk (Abre numa nova janela) in der Begründung für die Auszeichnung.

Das Akkordeon ist historisch gesehen ein recht junges Instrument. Vor rund 200 Jahren meldete der Wiener Instrumentenbauer Cyrill Demian das „Accordion“ als Patent an. Schon viele Jahre davor gab es ähnliche Instrumente, doch Demian gilt als der Erfinder des Akkordeons.

ein altes Akkordeon
Ein Akkordeon aus dem Jahr 1905. Credit: Staatliches Institut für Musikforschung, Musikinstrumenten-Museum / Harald FritzCC BY-SA 4.0

„Durch seinen kompakten, leicht transportierbaren Bau etablierte es sich im 19. und 20. Jahrhundert auf der ganzen Welt – beispielsweise im argentinischen Tango, Cumbia, Cajun aus Louisiana, Balkanmusik oder französischem Bal-Musette. Auch aus Pop und Rock sowie Jazz und Filmkompositionen ist das Akkordeon nicht wegzudenken“, schreibt die Redaktion (Abre numa nova janela) des rbb als Zusatzinformation zu einem Interview, das der Sender mit dem Musiker und passionierten Akkordeonspieler Ekki Busch (Element of Crime) führte.

Auch klassische Musik funktioniert, wie der ukrainische Musiker Alexander Hrustevich meisterhaft zeigt:

https://www.youtube.com/watch?v=kRWuEnjfYTE&list=RDkRWuEnjfYTE&start_radio=1 (Abre numa nova janela)

Als ein so genanntes Handzuginstrument braucht es für die Erzeugung eines Tones das Öffnen und Schließen eines Luftbalges. Der Luftstrom bewegt metallene Stimmzungen im Inneren des Instrumentes, die aktiviert werden, je nachdem, welcher Knopf oder welche Taste der Musizierende gerade drückt. Je kürzer und dünner die Stimmzunge, desto höher der Ton

Es gibt Akkordeons mit einer Klaviertastatur auf der rechten und Bassknöpfen auf der linken Seite, Knopfakkordeons, die hohe und tiefe Töne über den Knopfdruck zum Schwingen bringen, und inzwischen auch elektronische Varianten.

Die Aktion „Instrument des Jahres“ möchte Menschen für die Musik und das Musizieren gewinnen. Verbunden damit sind zahlreiche Konzerte, die sich dem Akkordeon widmen. Wer in der Nähe von Berlin lebt, findet hier zahlreiche Anregungen (Abre numa nova janela).

https://www.landesmusikrat-berlin.de/amateurmusik/instrument-des-jahres/ (Abre numa nova janela)

Deutschlandweit gibt es Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops. Wer mag, findet hier Informationen:

https://akkordeon2026.de/ (Abre numa nova janela)
Danke💚

https://steady.page/de/taktvoll/posts/716bae22-0031-4981-abe9-76c5003ae25d (Abre numa nova janela)https://steady.page/de/taktvoll/posts/8154d2e2-29d5-477b-8df8-c294b857a779 (Abre numa nova janela)
Tópico Kultur + Rhythmus

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