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durchgelesen: Homo Faber - Max Frisch

Bild des Verkäufers für Homo faber - Ein Bericht, zum Verkauf von Antiquariat Orban & Streu GbR

Wir Boys sind die Besten. Ihr wisst es. Alles bestätigt sich permanent. Wir denken uns was, und es stellt sich als richtig heraus. Wieso sollten wir zweifeln? Wir sind rational und lassen uns nicht von Gefühlen ablenken oder gar verwirren. Wenn mal was nicht so gut läuft, liegt’s sicher nicht an uns, sondern daran, dass andere nicht so heftige Stoiker sind, wie wir es sind.

Hätte ich Homo Faber mit 25 gelesen, dann wäre ich zuerst bestätigt und am Ende enttäuscht. Die Enttäuschung würde aber dem schwachsinnigen Handlungsstrang gelten. Mit 25 hätte ich mich schlicht geweigert, etwas anderes zu denken. Nun habe ich es aber erst mit 38 gelesen … lesen lassen, wenn man(n) es genau nimmt. Aber okay, immerhin – Romane und so!

Lasst euch sagen, es ist schon eine interessante Vorstellung, total rational zu sein und sich selbst dabei zu beobachten, reproduzierbar falsch zu liegen. Noch interessanter ist nicht die Vorstellung, sondern die widersprechende Beobachtung, sich eine Geschichte zu erzählen davon, wie man(n) angeblich ist und was man(n) angeblich tut, dabei aber der messbaren Realität zuwiderzulaufen.

Kategorie morfsche Buchrezensionen

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