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Eiskunstlauf-Spektakel in Sankt Petersburg

Die Russische Meisterschaft 2026

Die Russische Meisterschaft ist seit Jahrzehnten ein hochklassiger Wettbewerb und insbesondere in einer olympischen Saison herrscht normalerweise absolute Hochspannung, wer sich durchsetzen kann, wie vor vier Jahren ebenso in der legendären Jubilejnij-Eishalle von St. Petersburg. Doch diesmal ging es nicht um heiß begehrte Olympiastartplätze oder EM-Tickets, denn Russland ist nach wie vor wegen des Angriffskriegs in der Ukraine von ISU-Wettbewerben ausgeschlossen. Nur Adelia Petrosian und Petr Gumennik erhielten die Chance, sich in Peking bei der Olympiaqualifikation im September ein persönliches Startrecht für Mailand zu holen, was ihnen problemlos gelang. Doch auch in der vierten Saison der internationalen Sperre hält der russische Eiskunstlauf sich auf sehr hohem Niveau und die Wettkämpfe waren fesselnd. Der russische Eislaufverband hat es geschafft, mit vielen interessanten Formaten wie einer internen Grand Prix Serie, der Sprungmeisterschaft, dem Turnier der Showprogramme und dem Teampokal sowie erheblichen Preisgeldern die Motivation der meisten Läuferinnen und Läufer zu erhalten. Das ermöglicht vor allem das Sponsoring des staatlichen TV-Senders Erster Kanal, der die Wettbewerbe professionell in Szene setzt und überträgt. Dazu kommen andere Sponsoren wie der Telekommunikationskonzern Rostelekom, denn der Eiskunstlauf gehört in Russland nach wie vor zu den populärsten Sportarten.

Das Fernsehen bindet beliebte Stars nach dem Ende ihrer aktiven Karriere als Kommentatorinnen und Moderatoren ein und hält so auch deren Fans bei der Stange. In St. Petersburg kamen zum Beispiel Alexei Jagudin, Evgenia Medvedeva und Maxim Trankov zum Einsatz, die durch das Programm führten und die Siegerinterviews machten, während u.a. Anna Shcherbakova und Mikhail Kolyada für die TV-Übertragung kommentierten. Die favorisierten Petrosian und Gumennik gewannen die Titel im Einzel. Die Eistänzer Alexandra Stepanova/Ivan Bukin holten ihre fünfte Meisterschaft und in einer sehr knappen Paarlauf-Entscheidung setzten sich Alexandra Boikova/Dmitri Kozlvoski durch. Die Aufmerksamkeit galt vor allem den designierten Olympioniken Petrosian und Gumennik.

Kategorie Artikel

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