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Niina Petrökina: „Ich bin zur EM gefahren, um zu gewinnen“

Niina Petrökina (21) aus Estland hat bei der EM erfolgreich ihren Titel verteidigt. Der Weg dorthin war für die bereits leidgeprüfte Sportlerin nicht einfach. Eine schmerzhafte Verletzung der Achillessehne plagte sie monatelang, erst eine Operation in München im Oktober brachte Hilfe. Aber Petrökina ist keine, die sich unterkriegen lässt.

Portraitbild Niina Petrökina
Niina Petrökina hat ihren EM-Titel erfolgreich verteidigt

Sie haben Ihren Titel verteidigt, wie wichtig war Ihnen das?

Niina: In Estland haben viele nicht daran geglaubt, dass ich die EM zum zweiten Mal gewinnen könnte. Ich wollte beweisen, dass es sich nicht um einen einmaligen Erfolg handelt und dass ich zu vielem fähig bin. Als ich verletzt war, wusste ich überhaupt nicht, was mich erwarten würde. Bei einem Bruch weiß man, dass der Knochen heilt und es keine Probleme geben wird. Hier wussten wir lange Zeit nicht, was los war. Der Fuß heilte nicht. Selbst als die Operation durchgeführt wurde, waren wir uns nicht sicher, ob alles gut gehen würde. Der Arzt sagte, man müsse in zwei bis drei Monaten schauen, ob alles in Ordnung sei. Und wenn nicht, dann müsste erneut operiert werden. Aber Gott sei Dank ist alles gut gegangen. Ich hätte nie gedacht, dass ich bei der Europameisterschaft dabei sein würde. Aber sobald ich meinen ersten Lutz und meinen ersten Flip gesprungen bin und gemerkt habe, dass es nicht mehr wehtut, war ich sofort gut gelaunt und motiviert. Das war Ende Dezember. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, und wenn ich die Energie habe, um zu trainieren, weiß ich, warum ich das tue, und verstehe, dass es zu Ergebnissen führt. Dann geht es sofort bergauf. Wenn du dich in einer Situation befindest, in der du nicht weißt, was passieren wird, wenn das Bein mal wehtut, mal nicht, und du überhaupt nichts tun kannst, ist das tödlich. Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich gewinnen kann.

Wie haben Sie es geschafft, die Elemente so schnell wieder stabil zu bekommen?

Die Muskeln erinnern sich an alles.

Kategorie Interview/Portrait

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