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Malinin, Glenn, Chock/Bates, Efimova/Mitrofanov wieder US-Meister
Alle vier US-Meister haben in St. Louis ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt: Ilia Malinin wurde zum vierten Mal Meister, während Amber Glenn zum dritten Mal Gold holte. Madison Chock/Evan Bates stellten mit ihrem siebten Titel einen nationalen Rekord auf. Alisa Efimova/Misha Mitrofanov sind nun zweimalige US-Meister. Malinin, der kurz vor der Meisterschaft die Schlittschuhe wechseln musste, reduzierte sein Kürprogramm und begnügte sich mit drei Vierfachsprüngen. Er gewann trotzdem mit riesigem Vorsprung (324,88). Andrew Torgashev sprang mit einer starken Kür von Rang fünf zu Silber (267,62), während sich Maxim Naumov Bronze sicherte (249,16). Jacob Sanchez wurde Vierter. Tomoki Hiwatashi rutschte vom 2. Platz im KP auf den fünften ab. Jason Brown, Dritter im KP, verpatzte die Kür (8.).
Glenn behauptete sich mit 233,55 Punkten vor Weltmeisterin Alysa Liu (228,91) und Isabeau Levito (224,45). Das Niveau war sehr hoch, die besten erlaubten sich nur kleine Fehler wie Unterdrehungen. Glenn lieferte ein Weltklasse-KP inklusive 3A ab. Auch Bradie Tennell (4.) und Sarah Everhardt (5.) überzeugten. Die gebürtige Schweizerin Joline Sophie von Felten stand in der Kür zwei 3A (6.).
Chock/Bates feierten den erwarteten klaren Sieg mit 228,87 Punkten. Emilea Zingas/Vadym Kolesnik bestätigten ihren Aufwärtstrend mit Silber (213, 65). Die Bronzemedaillengewinner Christina Carreira/Anthony Ponomarenko waren zu ihrer Kür „Das Parfum“ zurückgekehrt, nachdem ihre Ergebnisse unter ihren Erwartungen blieben (206,95). Sie hielten Caroline Green/Michael Parsons auf Distanz (4.). Der Comeback-Versuch von Maia und Alex Shibutani endete auf dem zehnten Rang.
Efimova/Mitrofanov sicherten sich den Titel mit zehn Punkten Vorsprung vor Ellie Kam/Danny O’Shea (207,71 bzw. 197,12 Punkte). Die alten und neuen Meister überzeugten vor allem im KP, in die Kür schlichen sich Fehler ein. Bronze ging an Katie McBeath/Daniil Parkman. Audrey Shin/Balazs Nagy stürzten vom zweiten auf den fünften Rang ab, dazwischen schoben sich Emily Chan/Spencer Akira Howe.
Der US-Verband folgte bei der Olympianominierung den Ergebnissen der Meisterschaft: Malinin, Torgashev, Naumov, Glenn, Liu, Levito, Chock/Bates, Zingas/Kolesnik, Carreira/Ponomarenko, Kam/O’Shea und Chan/Howe. Die gebürtige Finnin Efimova und der aus Russland stammende Parkman wurden nicht nominiert, da sie noch nicht die US-Staatsbürgerschaft besitzen.
Der Deutsch-Amerikaner Patrick Blackwell wurde Juniorenmeister, bei den Juniorinnen siegte Angela Shao. Im Eistanz gewannen erwartungsgemäß die Sieger des Junioren-Finales Hana Maria Aboian/Daniil Veselukhin. Im Paarlauf verteidigten Reagan Moss/Jakub Galbavy ihren Titel aus dem Vorjahr.
Photos von der U-Meisterschaft gibt es auf unserer Partnerseite www.figureskating-online.com (Öffnet in neuem Fenster)
Ergebnisse US Meisterschaft 2026 (Öffnet in neuem Fenster) (Meisterklasse) und Junioren & Nachwuchs (Öffnet in neuem Fenster)
Stellato-Dudek/Deschamps verlieren in Kanada
Deanna Stellato-Dudek/Maxime Deschamps haben bei der Kanadischen Meisterschaft in Gatineau nach zwei Stürzen und Unsauberkeiten in der Kür ihren Titel verloren (201,36 Punkte). Den holten sich Lia Pereira/Trennt Michaud, die allerdings auch nicht ganz fehlerfrei liefen (204,14). Kelly Ann Laurin/Loucas Ethier überholten Ava Kemp/Yohnatan Elizarov im Kampf um Bronze (197,41). Stephen Gogolev feierte seinen ersten Meistertitel mit guten Leistungen (275,50). Für Roman Sadovsky reichte es nach Fehlern zu Silber (255,10) vor Aleksa Rakic (246,20). Rückkehrer Keegan Messing stand zwar einen 4T, mehrere Doppelsprünge aber kosteten viele Punkte (5.).
Madeline Schizas lief nach einem 2R im KP, wo sie nur die Vierte war, die beste Kür und setzte sich an die Spitze vor Gabrielle Daleman, die zum wiederholten Mal ein Comeback startete (200,86 bzw. 195,35). Die aus Korea stammende Minsol Kwon wurde Dritte (193,18). Im Eistanz feierten wie erwartet Piper Gilles/Paul Poirier ihren fünften nationalen Titel vor Marjorie Lajoie/Zachary Lagha (231,05 bzw. 217,32). Das Duell um Bronze entschieden Marie-Jade Lauriault/Romain Le Gac mit 200,93 Zählern für sich, vor Alicia Fabbri/Paul Ayer. Die Wettbewerbe wurden kostenlos auf der Skate Canada Webseite live gestreamt.
Bei der Olympianominierung gab es keine Überraschungen: Madeline Schizas, Stephen Gogolev, Stellato-Dudek/Deschamps, Pereira/Michaud, Gilles/Poirier, Lajoie/Lagha und Lauriault/Le Gac.
Ergebnisse Kanadische Meisterschaft 2026 (Öffnet in neuem Fenster); Live Streams (Öffnet in neuem Fenster)
EM in Sheffield mit Hase/Volodin und Britschgi
Minerva Hase/Nikita Volodin peilen die Titelverteidigung bei der EM in Sheffield in der kommenden Woche an. Die Dritten des Grand Prix Finales sind die Topfavoriten, zumal sich am Samstag die starken Konkurrenten Sara Conti/Niccolo Macii von der Meldeliste streichen ließen. Ein Grund hierfür war zunächst nicht bekannt. Hase/Volodins stärkste Rivalen dürften daher die Georgier Anastasiia Metelkina/Luka Berulava sein. Annika Hocke/Robert Kunkel (Berlin) hoffen nach dem Aufwärtstrend der vergangenen Monate auf eine starke Olympia-Generalprobe.
Lukas Britschgi aus der Schweiz reist als Titelverteidiger nach Sheffield. Der Herren-Wettkampf verspricht viel Spannung, da außer Britschgi u.a. der Franzose Kévin Aymoz, Daniel Grassl aus Italien, der Georgier Nika Egadze sich Hoffnungen auf eine Medaille oder gar den Titel machen. Adam Siao Him Fa verzichtet auf die EM (wir berichteten). Genrikh Gartung (Oberstdorf) gibt sein EM-Debüt.
Sehr offen sieht das Rennen bei den Damen aus, hier sind mit Anastasiia Gubanova, Loena Hendrickx und Niina Petrökina die Europameisterinnen der Jahre 2023-2025 am Start. Die Schweizerin Kimmy Repond hofft auf ein erfolgreiches Comeback nach Verletzungsproblemen. Olga Mikutina (Österreich) strebt die Top-Ten an.
Im Eistanz schließlich kommt es zum Showdown zwischen Laurence Fournier Beaudry/Guillaume Cizeron, Lilah Fear/Lewis Gibson und den dreimaligen Europameistern Charlene Guignard/Marco Fabbri. Dazu gibt es weitere Medaillenkandidaten wie Allison Reed/Saulius Ambrulevicius (Litauen) und Olivia Smart/Tim Dieck (Spanien). Jennifer Janse van Rensburg/Benjamin Steffan (Oberstdorf) haben sich einen Platz unter den besten Zehn als Ziel gesetzt, um zwei Startplätze zu sichern.
Weitere Teilnehmende aus den deutschsprachigen Ländern: Livia Kaiser (Schweiz), Gabriella Izzo/Luc Maierhofer (Österreich) und Oxana Vouillamoz/Tom Bouvart (Schweiz) in Paarlauf, Maurizio Zandron (Österreich), Ean Weiler (Schweiz), Anita und Andreas Straub (Österreich), Gina Zehnder/Leon Beda Sieber (Schweiz) im Eistanz.
EM-Eventseite der ISU (Öffnet in neuem Fenster)
EM-Sendezeiten beim ZDF
Das ZDF überträgt die Kürentscheidungen von Sheffield im Livestream. Aktuell sind folgende Sendungen geplant:
15.01. Kür der Paare ab 20 Uhr
16.01. Kür der Damen ab 19 Uhr
17.01. Kür der Herren ab 14 Uhr und Kür Eistanzen (letzte 2 Gruppen)
18.01. Schaulaufen 16-18 Uhr
Weitere Infos auf der Livestreamseite des ZDF (Öffnet in neuem Fenster)
Olympiaticket für Reitan/Majorov
Das schwedische Nationale Olympische Komitee hat Milla Ruud Reitan/Nikolaj Majorov für die Spiele in Mailand nominiert. Reitan/Majorov sind das erste schwedische Eistanzpaar überhaupt, das sich für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte. Die gebürtige Norwegerin Reitan hat offenbar inzwischen die schwedische Staatsbürgerschaft erhalten. Majorov war vor vier Jahren 2022 als Einzelläufer bei den Olympischen Spielen in Peking dabei und ist einer der wenigen, die sich in zwei Disziplinen für die Spiele qualifizieren konnten. Bei der Olympiaquali im September in Peking hatten Reitan/Majorov als Viertplatzierte knapp und umstritten einen Startplatz verpasst. Da Finnland den zweiten Startplatz wegen der fehlenden Staatsbürgerschaft für Yuka Orihara zurückgeben musste, rückten die in Oberstdorf trainierenden Schweden nach.
Quelle: Skate Sweden Pressemitteilung (Öffnet in neuem Fenster)
Papadakis teilt gegen Cizeron aus
Eistanz-Olympiasiegerin Gabriella Papadakis erhebt in ihrem am 15. Januar erscheinenden autobiographischen Buch „Pour ne pas disparaître“ (Um nicht zu verschwinden) Vorwürfe gegen Ex-Eispartner Guillaume Cizeron. Er habe sie mental unter Druck gesetzt, kontrolliert und ständig kritisiert. Sie sei an den Rand gedrängt, ihre Meinung nicht beachtet worden. In ihrem Buch berichtet Papadakis außerdem, dass sie als Jugendliche zweimal vergewaltigt worden sei, einmal davon von einem Trainer in Lyon.
Die fünfmalige Weltmeisterin hatte bereits früher enthüllt, dass sie sich von Cizeron und dem Trainerteam im Stich gelassen gefühlt habe, nachdem sie 2021 einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen ließ und unter Depressionen gelitten habe.
Cizeron wies die Vorwürfe in einem Interview mit L’Equipe zurück. Er habe sich im Gegenteil um Papadakis bemüht und versucht, ihr zu helfen.
Das Buch ist in französischer Sprache z.B. bei Amazon als Print oder E-Book erhältlich und kostet 19,90 bzw. 13,99 Euro.
Quellen: Gabriella Papadakis auf Instagram (Öffnet in neuem Fenster); Rezension by France Info (Öffnet in neuem Fenster)
Val/Kazimov siegen in Sofia – Bronze für Gerke
Das spanisch-deutsche Eistanzduo Sofia Val/Asaf Kazimov ist mit einem Sieg bei der Sofia Trophy in der bulgarischen Hauptstadt ins neue Jahr gestartet (193,20). Bei den Herren gewann der Wahl-Italiener Corey Circelli (220,99), während bei den Damen Barbora Vrankova aus Tschechien die Nase vorn hatte (168,44). Die Schweizerin Sara Franzi nahm Bronze mit nach Hause. Ebenfalls Bronze holte Anna Gerke mit 159,81 Punkten bei den Juniorinnen hinter den slowakischen Schwestern Olivia und Alica Lengyelova.
Ergebnisse Sofia Trophy (Öffnet in neuem Fenster)
Team Unique gewinnt Britannica Cup
Team Unique aus Finnland hat den Synchro-Challenger Britannica Cup in Nottingham vor den Helsinki Rockettes gewonnen. The Haydenettes (USA) wurden Dritte.
Ergebnisse CS Britannica Cup (Öffnet in neuem Fenster)
Schwedinnen beim Dresden Cup vorn
Team Inspire aus Schweden landete beim Dresden Cup deutlich vor den United Angels aus Stuttgart und den Skating Graces aus Chemnitz auf dem ersten Platz. Vierte waren die Colibris Vienna aus Österreich.
Ergebnisse Dresden Cup (Öffnet in neuem Fenster)
Artikel auf Pirouette bei Steady
Die Ausgabe 1/26 der Pirouette ist erschienen. Unsere Mitglieder auf Steady lesen online Berichte und Interviews vorab bzw. die längeren Originalfassungen, z.T. auf Englisch. Aktuell ist u.a. das Interview mit Elizaveta Tuktamysheva online. Es folgen in Kürze weitere Interviews. Hier geht es zur Pirouette-Steady Seite (Öffnet in neuem Fenster).
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13. bis 18. Januar Europameisterschaft in Sheffield (Öffnet in neuem Fenster)
14. bis 18. Januar Crystal Skate (Öffnet in neuem Fenster) in Bucharest (Rumänien)
15. bis 17. Januar Hevelius Cup (Öffnet in neuem Fenster) (Synchro) in Gdansk (Polen)
16. bis 18. Januar Spring Cup (Öffnet in neuem Fenster) (Synchro) in Sesto San Giovanni (Italien)
Photo: Maggie Wang