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So unterscheidest du die verschiedenen Cover von Büchern

– Coverarten und Bindungen –

Die heutigen technischen Möglichkeiten sind schon irgendwie grandios. Wenn der Kunde gerade den Unterschied zwischen umlaufendem Cover und separiertem Buchrücken und die alternative Heftbindung nicht kennt, macht man heute einfach mal schnell ein Bildchen davon und schickt es als Erklärung per E-Mail oder WhatsApp.

Ich grübele gerade, wie ich das meinen Kunden vor über 25 Jahren erklärt habe. Ich bin sicher, die Kunden haben damals ähnliche Fragen gestellt. ...

Manchmal merkt man gar nicht - oder erst in der Rückschau -, wie man mit der Zeit wächst und was man alles dazu lernt! …

Für meine Kunden hier ein paar kurze Erklärungen für verschiedene Coverarten und unterschiedliche Bindungen für Bücher.

Coverarten

Softcover (Paperback)

Das sind die bekannten, klassischen Taschenbücher mit einem flexiblen, weichen Umschlag aus foliertem Karton. Es ist die kostengünstigste und bekannteste Variante eines Buches und wird üblicherweise für Taschenbücher, manche hochwertigen Magazine und auch Broschüren verwendet. Der Unterschied ist, dass das Paperback meistens eine hochwertigere und stabilere Art eines Buches mit Softcover beschreibt.

Hardcover

Ein fester, sehr stabiler Umschlag, in der Regel aus dickerer Pappe, die mit verschiedenem Bezugsmaterial (Stoff, Papier, Leder etc.) kaschiert wird. Ein Hardcover ist haltbarer und strapazierfähiger als ein Softcover und hat eine höherwertige Optik.

Broschur

Bezeichnet eine Mischform aus Softcover und Hardcover. Der Umschlag besteht normalerweise aus einem festeren und dickeren Karton als beim Softcover, es bleibt aber flexibler als ein Hardcover. Manchmal wird es auch als Klappenbroschur oder „Paperback mit stärkerem Einband“ bezeichnet.

 

Bindungen

 

Klebebindung

Der Buchblock, also das Innenleben des Buches wird am Rücken angeraut und die zusammengefügten Blätter werden mit einem speziellen Klebstoff (Heißkleber) fixiert und in den Umschlag (Cover) eingelegt. Dieses Verfahren ist die gängigste Methode für Taschenbücher mit Softcover.

Fadenheftung

Die Blätter werden in Lagen (Bogen) gefalzt, und dann in der Mitte des Falzes mit Fäden vernäht und dann zum kompletten Buchblock verleimt. Die Fadenheftung ist die haltbarste und langlebigste Bindungsart, und wird meistens für hochwertige Hardcover-Bücher verwendet.

Klammerheftung (Rückendrahtheftung)

Die gefalzten Bögen des späteren Buches werden hier ineinander gelegt und im Buchrücken (an der Falz) mit Drahtklammern (wie bei einem Hefter im Büro) zusammengehalten. Diese Bindungsart eignet sich nur für geringere Seitenzahlen, also Broschüren, Hefte und Magazine, verwendet.

Spiralbindung

Die einzelnen Blätter des Buches werden seitlich gelocht und durch eine Metall- oder Kunststoffspirale miteinander verbunden. Ein großer Vorteil ist, dass das Buch komplett flach aufgeschlagen werden kann, so dass man es gut beschreiben oder auch bemalen kann. Daher ist diese Bindeform ideal für Kochbücher, Kalender oder auch Arbeitsbücher, Journale oder Skripte.

Fadensiegelung

Ist eine Kombination aus Fadenheftung und Klebebindung. Die einzelnen Lagen werden zuerst mit Fäden gesichert (versiegelt) und der gesamte Buchblock wird dann zusätzlich verklebt. Dieses Verfahren bietet eine sehr hohe Beständigkeit und ist gut geeignet für Bücher, die viel und häufig genutzt werden, z.B. Schulbücher.

 

Das alles gilt natürlich für Printbücher und nicht für E-Books. ;)

https://gudrun-anders.tentary.com/p/QW2b0B (Öffnet in neuem Fenster)
Kategorie Bücher machen & KI

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