Hier kommt alles, was du wissen solltest, kompakt erklärt. Heute ist wieder tag eins!

Hallo!
Ich habe mich bisher ja sehr zurückgehalten mit dem Hitzesudern. Aber angesichts der extremen Hitzewelle, in der sich Europa gerade befindet, fällt es mir sehr schwer, mich ordentlich zu konzentrieren. Das liegt am Hitzestress, dem der Körper bei so hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Der ORF (Öffnet in neuem Fenster) liefert Hintergründe dazu.
Das Wichtigste bei diesen Temperaturen ist, den Körper nicht zusätzlich anzustrengen: Sport nur in Maßen, am besten keinen Alkohol und keine direkte Sonneneinstrahlung. Wenn man das Haus verlassen muss, helfen kleine Ventilatoren für unterwegs. Was auch noch gut hilft, ist eine Wasserflasche aus dem Gefrierfach, die man auch auf Handgelenk, Nacken und Stirn legen kann. Ein weiterer Geheimtipp sind sogenannte Cooling-Handtücher, die kühle Feuchtigkeit speichern können.
Bei Überhitzung droht dem Körper im schlimmsten Fall ein lebensgefährlicher Hitzschlag, erkennbar an roter, oft nicht schwitzender Haut, Schüttelfrost und hohem Puls (Notfall!). Die Körpertemperatur steigt dabei auf 40 Grad Celsius und mehr. Wichtig ist, die Person dann unverzüglich in den Schatten zu bringen, einen Notruf abzusetzen und die Person mit feuchten Tüchern zu kühlen. Wenn möglich, ist es gut, ihr Wasser zu verabreichen.
Der Standard (Öffnet in neuem Fenster) liefert auch einen Überblick, was gegen Hitze in der Nacht hilft. Mein persönlicher Tipp: ein kühles Fußbad vor dem Einschlafen. Weitere individuelle Tipps liefert eine Beratung beim Hitzetelefon (Öffnet in neuem Fenster).

Außerdem geht es heute um mutmaßlich rechtsextreme Vorfälle bei einem steirischen Burschenschafterfest, den E-Auto-Boom und die USA als Verlierer im Iran-Krieg.

Mutmaßlich gewalttätiger Übergriff bei steirischem Burschenschafterfest
Bereits im Vorfeld gab es heftige Debatten. Denn die in Leoben ansässige deutschnationale Burschenschaft Leder hatte am Wochenende ihre 140-jährige Stiftung gefeiert. Dabei waren neben hunderten Burschenschaftern auch andere rechtsextreme Prominente wie der ehemalige AfD-Politiker Matthias Helferich als Festredner vor Ort. Helferich bezeichnete sich selbst als „freundliches Gesicht des NS“.
Bereits am Freitag kam es im Rahmen des Festes mutmaßlich zu einem rassistischen Gewaltvorfall gegenüber einem Taxilenker durch drei der Burschenschafter, wie der Standard (Öffnet in neuem Fenster) zuerst berichtete. Zudem sollen die Burschenschafter „Sieg-Heil“-Rufe von sich gegeben haben. Die Behörden ermitteln nun wegen des Verdachts der Körperverletzung sowie wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung seitens. Auch das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) ermittelt in letzterem.
Die Stadt und die Montanuni Leoben ziehen aufgrund der Vorfälle außerdem Konsequenzen. Die Stadt wird künftig auf die Vermietung städtischer Räumlichkeiten an die Burschenschaft Leder und auch an andere politisch extremistische Organisationen verzichten. Die Montanuni schiebt Kooperationen mit der Burschenschaft den Riegel vor.
Wie der Standard (Öffnet in neuem Fenster) heute berichtet, soll es am Wochenende in Leoben außerdem noch einen weiteren Vorfall gegeben haben, in den Personen der steirischen FPÖ involviert gewesen seien. Die kommt nach Parteiausschlüssen im Vorfeld der Graz-Wahl kommendes Wochenende auch nicht zur Ruhe. Auch die Ermittlungen im Finanzskandal sitzen ihr im Nacken, wie diese Kunstaktion am Wochenende (Öffnet in neuem Fenster) am Grazer Hauptplatz zeigt.

Trend zum E-Auto nicht aufzuhalten
Der europäische Verband der Automobilhersteller berichtet heute: In den ersten Monaten von 2026 waren bereits ein Fünftel aller Neuzulassungen in der EU reine E-Autos. Der Trend zum E-Auto setzt sich fort, als Grund dafür werden auch die zuletzt stark angestiegenen Spritpreise genannt. Am beliebtesten sind weiterhin Hybrid-Autos. In Österreich lag der Anteil an E-Autos im März bei rund 25 % und damit etwas über dem EU-Durchschnitt. Außerdem steigen die Neuzulassungen im Jahresvergleich weiter an, die Anzahl an Autos steigt also weiter an.
Zudem gebe es inzwischen einen regen Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos, wie der ORF (Öffnet in neuem Fenster) berichtet. Der Standard (Öffnet in neuem Fenster) weist darauf hin, dass E-Autos eine wesentlich bessere Klimabilanz als Verbrenner haben, weil sich die CO₂-Emissionen der Herstellung bereits nach zwei Jahren durchschnittlicher Nutzung amortisieren.

USA lockern Sanktionen gegen iranisches Öl
Die USA setzen für eine Zeitspanne von 60 Tagen die Sanktionen auf iranisches Öl aus. Teheran darf nun bis zum 21. August Rohöl sowie petrochemische Produkte und Erdölprodukte produzieren, liefern und verkaufen – auch in die USA, wie die Zeit (Öffnet in neuem Fenster) erläutert. Es ist die bislang größte Sanktionserleichterung seit Kriegsbeginn am 28. Februar, ordnet der Spiegel (Öffnet in neuem Fenster) ein. Die Genehmigung des US-Finanzministeriums folgte auf die Absichtserklärung, die die Präsidenten der beiden Länder vergangene Woche unterzeichnet hatten. US-Vizepräsident JD Vance war daraufhin in die Schweiz gereist, um erste Gespräche mit Vertretern aus dem Iran zu führen. Gestern kehrte er in die USA zurück, die Verhandlungen gehen aber auf Arbeitsebene weiter. Parallel dazu reist US-Außenminister Marco Rubio heute in die Golfregion – er will in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und in Bahrain wohl um neues Vertrauen werben, heißt es beim Deutschlandfunk (Öffnet in neuem Fenster).
Den USA geht es bei den Verhandlungen mit Teheran neben der Öffnung der Straße von Hormus (der Streit darüber geht weiter, wie etwa der US-Sender CNBC (Öffnet in neuem Fenster) berichtet) vor allem um das iranische Atomprogramm. Washington will wirtschaftliche Vorteile für Teheran gewähren, wenn die dortige Führung im Gegenzug auf die Anreicherung von Uran verzichtet und die Vernichtung seiner Bestände an hoch angereichertem Uran zulässt. „Wir haben eine sehr solide Grundlage für den Abschluss einer erfolgreichen endgültigen Vereinbarung geschaffen“, erklärte Vance gestern. Nach seinen Worten will der Iran wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) ins Land lassen. Allerdings äußerte man sich in Teheran deutlich zurückhaltender zu dem Thema, wie ntv (Öffnet in neuem Fenster) erläutert. Demnach teilte das iranische Außenministerium zwar mit, es habe eine kurze Debatte über die Atomfrage gegeben. Über die angebliche Einladung an IAEA-Inspektoren gab es zunächst allerdings keine Informationen. Was hat sich also verändert nach fast vier Monaten Krieg? Das fragt die New York Times (Öffnet in neuem Fenster) und zitiert Analyst*innen mit den Worten: „nicht viel“. (Luzia Geier)

Hier empfehlen wir dir jeden Tag ein Recherchestück eines unabhängigen, kleinen Mediums aus Österreich, den aktuellen Krautreporter-Text und unser Fundstück des Tages. Viel Spaß!

Bad Bunny und die Adidas-Jacke aus Oberösterreich
Wenn der puerto-ricanische Superstar Bad Bunny eine Jacke mit einem Logo des klitzekleinen oberösterreichischen Eisstockvereins Hilkering trägt, dann ist das Grund genug für die Kolleg*innen des Standard, genauer hinzuschauen.
Bei manchen Journalismus-Stücken fragt man sich zurecht: Braucht es das? Bei dieser Recherche würde ich diese Frage zwar mit Nein beantworten, und trotzdem hat sie in meinen Augen ihre Berechtigung. Einfach, weil die Sache kurios ist und es Spaß macht, sie zu lesen.
https://www.derstandard.at/story/3000000328447/warum-traegt-bad-bunny-die-jacke-eines-oberoesterreichischen-eisstockvereins (Öffnet in neuem Fenster)
Das ist für viele Menschen ohne Migräne undenkbar
Betroffene, ihre Familie und Freunde scheitern häufig daran, einander zu verstehen. Dieser Text hilft dir, die Distanz zu überwinden.


Wenn Wirtschaftsdelikte ernster genommen werden würden
Es ist mir ein großes Rätsel. Kleinkriminalität emotionalisiert die Menschen sehr. Doch so große Wirtschaftsskandale wie Steuerhinterziehung bei Cum-Ex oder Korruptionsskandale, wo es um Milliarden geht, kommen bei den Menschen oft nicht einmal an. Dabei zahlen wir alle den Preis dafür. Quarks hat sich angesehen, was dahintersteckt und was es bräuchte, damit Wirtschaftskriminalität endlich ernster genommen wird.
https://www.quarks.de/gesellschaft/wirtschaftskriminalitaet-steuerhinterziehung-mal-angenommen/ (Öffnet in neuem Fenster)Aktualisiert regelmäßig die Wetterprognose fürs Wochenende (38 Grad sollen es in Wien werden):
Emil

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