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Lesezeit: 4 Minuten
Leicht soll es sein
Beim Üben streben wir nach Leichtigkeit. Sei es beim Spielen einer einfachen Tonleiter oder bei der Vorbereitung des neuen Konzertprogramms: unser Ziel, nachdem wir uns länger mit einer Passage beschäftigt haben ist, dass sie uns leichter fällt. Motorisch gesprochen - wir automatisieren sie.
Ich mag dieses Wort nur bedingt, weil in ihm noch keine klare Zielvorstellung steckt. Leichtigkeit spüren wir beim Üben - aber spürst du auch, wenn eine Stelle automatisiert wurde?
Geht es noch leichter?
Bevor es los geht, lade ich dich ein dir folgende Frage zu stellen:
Wann ist dir zum letzten Mal beim Üben etwas leicht gefallen?
Woran hast du es gemerkt?
Im Gespräch mit Tabea Zimmermann (Öffnet in neuem Fenster) hat sie mir verraten, dass immer wenn sie eine Stelle übt, sie sich am Ende die Frage stellt, ob es ihr gelingt, sie noch leichter zu spielen.
“Wenn es gut ist, dann mache ich es nochmal mit weniger Aufwand. In dem Moment, wo man etwas erreicht, dass vom Klangergebnis schon gut ist, man in den Körper hineinfühlt und überlegt: Brauche ich eigentlich wirklich so viel Kraft?”
(Tabea Zimmermann)