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Sei “vorsichtig” mit Frauen, die nichts verlangen…


Man nennt sie stark.

  • Unabhängig.

  • Fähig.

Aber die Wahrheit ist weniger schön als das.

Sie verlangen nichts, weil sie gelernt haben,

dass Fragen keine Garantie ist, etwas zu bekommen.

Oder schlimmer noch…

Dass zu bekommen bedeutet, zu schulden.

Also haben sie aufgehört.

  • Aufgehört, die Hand auszustrecken.

  • Aufgehört zu warten.

  • Aufgehört zu glauben,

dass jemand einfach da sein kann…

  • ohne Berechnung,

  • ohne Erwartung,

  • ohne Gegenleistung.

Denn heute funktioniert alles wie ein Tausch:

  • „Ich gebe dir… du gibst mir.“

  • „Ich bin da… aber vergiss das nicht.“

  • „Ich helfe dir… aber eines Tages gibst du es mir zurück.“

Aber das…ist keine Hilfe.

Das ist Interesse, getarnt als Freundlichkeit.

  1. Denn echte Hilfe erinnert sich nicht.

  2. Sie fordert nichts zurück.

  3. Sie wird dir später nicht vorgehalten.

Sonst ist es keine Liebe-

Es ist Strategie.

Also haben diese Frauen eines verstanden:

Wenn alles seinen Preis hat…

dann zahle ich lieber selbst.

Also tragen sie alles.

  • Ohne Pause.

  • Ohne Unterstützung.

  • Ohne Sicherheit.

Und man nennt das Stärke.

Aber das ist keine Stärke.

Das ist ein Überlebensmodus, der sich nie abschaltet.

Denn Vertrauen ist für sie nichts Natürliches…

…Es ist ein Risiko.

  • Jede Hilfe wird analysiert.

  • Jede Präsenz hinterfragt.

  • Jede Geste wirkt verdächtig.

„Warum tust du das?“

„Was erwartest du dafür?“

Also erschöpfen sie sich lieber, als jemandem etwas zu schulden.

Und in einer Beziehung…wird es kompliziert.

Denn sie wissen nicht, wie man wirklich teilt.

  • Sie sagen ja…

    …-aber übernehmen wieder.

  • Sie delegieren…

    …aber kontrollieren.

Nicht, weil sie dominieren wollen.

Sondern weil Loslassen für sie nie sicher war.

Also ja, sie können hart werden.

  • Kontrollierend.

  • Unnachgiebig.

Aber dahinter steckt keine Macht.

Dahinter steckt ein Trauma…

Und dann bin da ich…Laurie..

Ich habe gelernt, alles allein zu tragen.

  • Nicht, weil ich stark war.

  • Sondern weil ich keine Wahl hatte.

Und heute, selbst wenn jemand da ist…

weiß ich nicht immer, wie ich es anders machen soll.

Mit Thomas

weiß ich, dass er es ehrlich meint.

  • Ich weiß, dass er gibt, ohne etwas zurückzunehmen.

  • Ich weiß, dass er nichts im Verborgenen erwartet.

Aber das reicht nicht, um das zu beruhigen, was ich gelernt habe.

Denn meine Reflexe sind schneller als mein Vertrauen.

Also habe ich meinen Plan.

  • Meine Art.

  • Mein Tempo.

Und ohne es zu merken, werde ich manchmal kontrollierend.

Nicht, weil ich alles bestimmen will,

sondern, wenn ich nicht kontrolliere…

…irgendetwas in mir in Panik gerät.

Also versuche ich es.

  • Ich versuche zu delegieren.

  • Ich versuche, ihm Raum zu geben.

  • Ich versuche, nicht alles wieder an mich zu reißen.

Auch wenn alles in mir schreit:

„Mach es selbst, dann ist es sicher.“

Und das…ist schwer

Viel schwerer, als es von außen aussieht.

  • Denn etwas abzugeben,

  • loszulassen,

  • zu akzeptieren,

dass nicht „meiner erlernten Art“ entspricht-

ist ein unsichtbarer Kampf.

Ein innerer Kampf, den niemand wirklich sieht.

Vielleicht nicht einmal er…

Moment mal...

Da ,möchte ich, Thomas doch mal kurz etwas zu sagen;)

Natürlich sehe ich diesen Kampf.

Unsichtbar ist der nicht.

Der ist ziemlich… präsent.

Du hast gelernt, alles alleine zu machen.

Und vor allem: so zu machen, dass es funktioniert.

Und das tut es ja dann auch…

Wenn man alles selbst macht, läuft es genau so, wie man es kennt.

  • Keine Überraschungen.

  • Keine Abhängigkeit.

  • Kein Risiko.

Und genau da wird es interessant.

Weil ich ähnlich ticke.

Und vielleicht ist das der Grund, warum es manchmal knirscht.

Zwei Menschen, die gelernt haben, alles alleine zu regeln…

…versuchen plötzlich, es zusammen zu tun.

Nimm den Flixbus.

Ich sage nur: „Ich habe keinen Strom.“

Und bei dir…

gehen gefühlt 27 Programme gleichzeitig online.

Plan A bis X.

  • „Hast du die Steckdose geprüft?“

  • „USB 30, Steckdose oder Normal.“

  • „Wir haben dafür bezahlt!“

  • „Haben die Plätze deiner Nachbarn Strom?“

  • “ Ist der Bus schon losgefahren, erst dann gibt es Strom!?”

Gefühlt fehlt nur noch, dass du kurz die Weltenergiekrise löst, damit mein Handy lädt.

Und ich sitze da und denke:

Ich hab das alles schon durch.

  • Seit 30 Minuten.

  • Jede Steckdose,

  • jeden Gedanken,

  • jede Option.

Und plötzlich habe ich nicht nur keinen Strom…

sondern auch eine To-do-Liste mit 300 Punkten.

Alles Liebevoll gemeint - ist es jedoch gleichzeitig der Versuch,

die Kontrolle zu übernehmen - ohne dass dies die Motivation war.

Und ich sehe, woher das kommt, weil ich eben genauso bin.

Oder wenn es ums Bezahlen geht.

Du bist gerade dabei, etwas zu übernehmen.

Und ich komme entspannt rein und sage:

„Passt schon, ich mach das.“

Und in diesem Moment…sieht man es.

Dieses ganz kurze innere Zusammenzucken.

Fast so, als würden irgendwo im Hintergrund Zahnräder kurz stocken.

  • Du bleibst ruhig.

  • Du bleibst liebevoll.

Aber innerlich?

Ganz kurz Rumpelstilzchen-Modus:

Wer hat dir erlaubt die Kontrolle zu übernehmen und in meinen Komfortbereich den Kill Switch zu finden!!??!

  • Nur für einen Moment.

  • Und dann fängst du dich wieder.

Und genau das meine ich:

Ich sehe das.

  • Nicht dramatisch.

  • Nicht wertend.

  • Aber ziemlich klar.

Diesen Moment zwischen „Ich kann das alleine“ und „Ich lasse das jetzt zu“.

Also nein…unsichtbar ist dieser Kampf nicht.

Er ist nur verdammt gut verpackt.

Und ich bin nicht außerhalb davon.

Ich bin mittendrin.

weiter mit Laurie

Aber ich mache es trotzdem.

Weil ich weiß, dass ich nicht mehr im Überlebensmodus leben will.

Ich will lernen,

dass man zu zweit sein kann,

  • ohne dass es ein Gewicht wird,

  • ohne dass es eine Schuld wird.

Und vielleicht ist es das, was ich am Ende lernen muss zu verstehen:

Es geht nicht darum, dass ich stark bin.

Sondern dass ich gerade lerne, nicht mehr alles allein zu tragen.

Laurie und Thomas

Topic Liebe und Beziehungen

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