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Ich kann der Funke sein, aber niemals das Feuer…!

Ich kann der Funke sein.

Nicht unbedingt der, den man auf den ersten Blick bemerkt,

sondern der, der leise etwas verändert.

Der, der weckt,

  • was schläft,

  • was zögert,

  • was sich noch nicht traut zu existieren.

Ich kann dieser fragile, fast unsichtbare Anfang sein,

dieser genaue Moment, in dem alles entstehen könnte…

oder vergehen, ohne dass es jemand bemerkt.

Denn ein Funke macht keinen Lärm.

  • Er verlangt nichts.

  • Er erscheint, bietet etwas an… und wartet.

Ich habe lange geglaubt,

es wäre meine Aufgabe, zum Feuer zu werden.

  • Dass, wenn ich genug gebe,

  • genug liebe,

  • genug tue,

die Flammen irgendwann von selbst entstehen würden.

Also habe ich immer wieder geblasen,

habe Glut geschützt, die nicht einmal meine war,

habe Anfänge bewacht, die nur darauf warteten zu sterben.

Ich habe mich erschöpft in dem Glauben,

dass Liebe sich durch Ausdauer beweist,

  • durch endlose Geduld,

  • durch die Fähigkeit, allein zu tragen,

was eigentlich zwei hätten tragen müssen.

Aber die Wahrheit ist…

ein Feuer entsteht nicht aus nur “einem” einzigen Willen.

Du kannst der schönste Funke sein,

  • wenn auf der anderen Seite weder Holz,

  • noch Atem,

  • noch Absicht ist,

dann wird nichts passieren.

Und das liegt nicht daran, dass du nicht genug bist.

Nicht daran,

  • dass du nicht richtig geleuchtet hast.

Sondern daran,

dass man kein Feuer macht

mit jemandem, der sich gar nicht wärmen will.

  • Heute verstehe ich das tief.

  • Ich kann der Funke sein, ja.

  • Ich kann der Auslöser sein,

  • dieses Kribbeln,

  • dieser Anfang, der Lust macht zu glauben.

Aber ich werde niemals allein das Feuer sein.

Ich werde nicht die sein, die sich für zwei verbrennt,

nicht die, die sich aufreibt, um am Leben zu halten,

was der andere still verlöschen lässt.

Ich will nicht mehr Versprechen tragen,

die nur auf meinen Schultern liegen.

Ich will mich nicht mehr verlieren,

nur damit es so aussieht, als würde etwas existieren.

Denn ein echtes Feuer,

  • eines, das wärmt ohne zu zerstören,

  • das leuchtet ohne zu verbrennen,

entsteht aus Begegnung.

  • Aus Gleichgewicht.

  • Aus Austausch.

  • Aus einem gemeinsamen Wunsch, das Licht am Leben zu halten.

Also ja,

ich kann der Funke sein.

Aber jetzt

entscheide ich, wo ich lande.

  • Ich wähle Herzen, die wissen, wie man empfängt,

  • Seelen, die wissen, wie man nährt,

  • Menschen, die mich nicht allein vor der Leere stehen lassen.

Und wenn mir nur Stille begegnet,

  • nur Abwesenheit,

  • nur Hände, die sich niemals ausstrecken…

Dann bleibe ich nicht mehr.

  • Ich zwinge nichts mehr.

  • Ich brenne nicht mehr umsonst.

  • Ich erlösche…

  • und ich gehe.

Denn auch ein Funke,

so klein er auch ist,

verdient es,

zu einem Feuer zu werden —

aber niemals um den Preis, sich selbst zu verlieren.

Und es gibt eine Wahrheit,

die niemand gern sehen will,

die aber niemals lügt:

Man verliert niemanden,

weil man nicht genug war.

Man verliert ihn,

weil er nie wirklich mit einem aufbauen wollte.

Und das tut weh…

weil es bedeutet,

dass all das, was man gegeben hat,

nichts verändert hätte…

weiter mit Thomas

Ich war und bin das Feuer, das, was man nicht übersehen konnte.

Man hat mich bewundert,

man hat sich in mein Strahlen verliebt.

Ich habe geleuchtet wie ein König, und ihr habt euch an meinem Glanz gewärmt.

Doch nun,

  • da ich gestürzt bin,

  • da ich nicht mehr auf dem Thron sitze,

  • da mein Licht nicht mehr in die Ferne blendet,

höre ich plötzlich Stimmen, die sagen: „So bist du zu viel. So bist du falsch.“

Wie kann das sein?

War es nicht genau das, was euch einst zu mir gezogen hat, jetzt der Grund sein soll, mich von euch zu stoßen?

Ihr habt mein Strahlen gefeiert, doch ihr wolltet nie wissen, wie es brennt, wenn man selbst die Flamme ist.

Ich sage euch:

Mein Licht gehört mir.

Es war nie für eure Bewunderung alleine bestimmt.

Selbst im Sturz, selbst im Fallen,

trage ich dieses Leuchten in mir.

Es ist kein Schmuck, den ich an- oder ablegen kann. Es ist mein Wesen.

Wenn ihr nur das Feuer wolltet,

  • euch sonnen,

  • euch wärmen aber nie gemeinsam brennen…

dann habt ihr mich nie wirklich gesehen.

Denn ich bin nicht nur der Glanz, ich bin auch der Mensch dahinter –

  • mit Wunden,

  • mit Schatten,

  • mit der unerschütterlichen Wahrheit:

Ich bin, wie ich bin.

Und wenn dieses Sein,

dieses Feuer zu viel für euch ist, dann wendet euch ab.

Aber vergesst nicht:

  • Selbst wenn ich falle,

  • selbst wenn ihr mich nicht mehr tragen könnt –

ich leuchte weiter.

Nicht für euch, nicht für eure Augen, sondern weil ich nicht anders kann.

Denn mein Licht stirbt nicht mit eurer Liebe.

Es brennt, weil ich es bin.

Das Feuer

Doch auch ein Feuer braucht seinen Funken Sicherheit,

  • die Sicherheit, dass er bleibt,

  • niemals erlischt,

und mich immer wieder daran erinnert:

… dass ein Feuer ohne Funken nicht existieren würde!!

Thomas

Topic Liebe und Beziehungen

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