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Ich war das Licht…

Ich war das Licht, das man nicht übersehen konnte.

Man hat mich bewundert, man hat sich in mein Strahlen verliebt. Ich habe geleuchtet wie ein König, und ihr habt euch an meinem Glanz gewärmt.

Doch nun, da ich gestürzt bin, da ich nicht mehr auf dem Thron sitze, da mein Licht nicht mehr in die Ferne blendet, höre ich plötzlich Stimmen, die sagen: „So bist du zu viel. So bist du falsch.“

Wie kann das sein?

War es nicht genau das, was euch einst zu mir gezogen hat, jetzt der Grund sein soll, mich von euch zu stoßen?

Ihr habt mein Strahlen gefeiert, doch ihr wolltet nie wissen, wie es brennt, wenn man selbst die Flamme ist.

Ich sage euch: Mein Licht gehört mir.

Es war nie für eure Bewunderung alleine bestimmt.

Selbst im Sturz, selbst im Fallen, trage ich dieses Leuchten in mir. Es ist kein Schmuck, den ich an- oder ablegen kann. Es ist mein Wesen.

Wenn ihr nur den König wolltet, dann habt ihr mich nie wirklich gesehen.

Denn ich bin nicht nur der Glanz, ich bin auch der Mensch dahinter – mit Wunden, mit Schatten, mit der unerschütterlichen Wahrheit: Ich bin, wie ich bin.

Und wenn dieses Sein zu viel für euch ist, dann wendet euch ab.

Aber vergesst nicht:

Selbst wenn ich falle, selbst wenn ihr mich nicht mehr tragen könnt – ich leuchte weiter.

Nicht für euch, nicht für eure Augen, sondern weil ich nicht anders kann.

Denn mein Licht stirbt nicht mit eurer Liebe.

Es brennt, weil ich es bin.

Thomas

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