
Wie ich es liebe, mit dem hyperaktiven ADHS-Gehirn von Thomas zu spielen
Es gibt etwas, das ich mit Thomas zusammen besonders liebe…
Es ist zu einem kleinen Spiel zwischen uns geworden…
Naja… zwischen uns ist vielleicht nicht ganz richtig.
Denn er hat in diesem Moment absolut keine Ahnung, dass ich eigentlich gerade mit ihm spiele.
Thomas hat ein hyperaktives ADHS.
Sein Gehirn ist eine faszinierende Maschine.
Eine Idee kommt nie allein
sie bringt zehn weitere mit,
dann zwanzig,
und plötzlich entsteht ein ganzes Szenario, das vor dreißig Sekunden noch gar nicht existiert hat.
Und ich, mit meinem unaufmerksamen ADHS, beobachte das mit fast wissenschaftlicher Faszination.
Manchmal fühle ich mich wie eine kleine ADHS-Wissenschaftlerin in ihrem Labor.
Denn eigentlich braucht es dafür fast nichts.
Einen kleinen Satz.
Ein Detail.
Eine Frage, die vollkommen harmlos wirkt.
Und ich weiß genau, was gleich passieren wird.
Der Motor startet.
Thomas denkt nach, analysiert, stellt sich Möglichkeiten vor, entwickelt Szenarien, sucht Lösungen…
…und ich sehe einfach zu, wie seine Gedanken in alle Richtungen davonlaufen – mit einem absolut ernsthaften Gesichtsausdruck.
Manchmal füge ich noch eine kleine Bemerkung hinzu.
Eine ganz kleine.
Gerade genug, um das Experiment weiterlaufen zu lassen.
Denn während er glaubt, wir würden gerade eine völlig normale, ernsthafte Unterhaltung führen…
…beobachte ich in Wirklichkeit einfach sein hyperaktives Gehirn in voller Entfaltung.
Es ist faszinierend.
Ideen verbinden sich,
Hypothesen entstehen,
Lösungen vermehren sich…
und ich nähre das Ganze weiter mit meinem unschuldigsten Gesichtsausdruck.
Bis zu dem Moment, an dem ich beschließe, dass das wissenschaftliche Experiment beendet ist.
Ich sehe ihn an.
Und sage ganz ruhig:
„Nein… ich habe überhaupt keine Ahnung, wovon du sprichst.“
Und dann…kommt mein Lieblingsmoment.
Ich sehe förmlich, wie sich sein Blick verändert.
Seine Augen werden weicher.
Ein kleines Lächeln erscheint in seinem Mundwinkel.
Und sofort…stoppt die ganze Maschine.
Er versteht.
Die ganze Zeit über habe ich einfach nur mit all seinen Monks gespielt.
Dann sieht er mich mit diesem amüsierten Lächeln an und sagt schließlich immer:
„Du weißt, dass du wirklich Glück hast, meine Frau zu sein.“
Und in diesem Moment müssen wir beide lachen.
Denn am Ende kann zwischen einem hyperaktiven ADHS-Gehirn und einer unaufmerksamen ADHS-Wissenschaftlerin…
…sogar eine einfache Unterhaltung zu einem wunderbaren kleinen Experiment werden
Laurie als liebevolles “Miststück” ( Wissenschaftlerin—Hust^^)