Aus der Sommerpause bin ich schon etwas länger zurück, jetzt folgt auch der erste Newsletter. Ich hoffe, du hattest einen wunderschönen Sommer - vielleicht ja auch in Schweden.
In Schweden ist während der Sommerferien, die mittlerweile auch schon wieder seit über einem Monat vorbei sind, nicht allzu viel los. Die Politik ruht, viele Betriebe haben zu, die Schwedinnen und Schweden suchen ihre sommarstugor auf. Viel passiert da nicht.
Doch gleich nach der Sommerpause gab es für den Tourismus ein Ausrufezeichen. Denn Umwelt- und Klimaministerin Romina Pourmokhtari weihte Anfang September den Nämdöskärgårdens Nationalpark ein. Es ist der 31. Nationalpark Schwedens und der zweite nach dem Kosterhavets Nationalpark mit einem maritimen Schwerpunkt. 97% der Fläche des Parks besteht aus Wasser.
Schärenparadies Bullerö
Die restlichen 3% sind mehr als 1000 Inseln, die meisten davon aber nur sehr klein und - wenn überhaupt - nur von Möwen und Kormoranen bewohnt (und beschissen). Ein paar größere Inseln gibt es, darunter Bullerö, was als Eingangstor zum neuen Nationalpark gilt. Ich habe die Gelegenheit der Eröffnung genutzt, um zusammen mit meiner Frau und meinem sechsjährigen Sohn nach Bullerö zu fahren.
Und was soll ich sagen? Ich kenne viele Schären, aber Bullerö ist auf der Schärentraum-Hitliste ganz sicher sehr weit oben. Allein schon die Ankunft, wenn man aus dem kleinen Schärenboot, das einen von Stavsnäs vinterhamn hinausbringt, steigt und auf dem Steg steht: Da blickt man auf eine kleine Häuseransammlung, die in rot und weiß strahlen, darüber - in unserem Fall zumindest - herrlich blauer Himmel, rechts davon Granitfelsen, links glitzerndes Meer.
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Unser Sohn kraxelte gleich los, suchte den gut markierten Weg über die Felsen und wanderte, wie wohl noch nie zuvor in seinem Leben. Weil der Weg spannend ist, immer wieder tolle Blicke aufs Meer zulässt, weil es hoch und runter geht und es ständig Neues zu entdecken gibt.
Das Schöne an Bullerö: Obwohl es jetzt Zentrum eines Nationalparks ist, ist der Ansturm ausgeblieben. Vielmehr wandert man in großer Einsamkeit. Wer also Schären ohne Trubel sucht, der wird auf Bullerö fündig.
Wenn du mehr über Bullerö, das Bullerölaget, wie man hinkommt, wo man übernachten kann, erfahren willst, dann höre jetzt in die neue Bonusfolge rein, die gestern erschienen ist:
Reiten in Schweden
Du willst Schweden mal auf dem Pferderücken entdecken? Bei der Anzahl von Pferdehöfen, die es in Schweden gibt, ist das kein Problem, egal, in welcher Region du dich aufhältst.
Zwei Reiterhöfe kann ich empfehlen. Beide sind bei Urshult im südlichen Småland am See Åsnen (da kann dann gleich der nächste Nationalpark besucht werden). Beide werden von Auswanderern (einmal aus Deutschland, einmal aus der Schweiz) betrieben. Das ist, vor allem wenn man mit Kindern dort ist, von Vorteil, da die Kommunikation einfach leichter ist. Was ja nicht ganz unwichtig ist beim Reiten.
Mit Melanie von der Ranch52 (Opens in a new window) habe ich mich Anfang September prinzipiell übers Reiten in Schweden unterhalten. Sie bietet auch mehrtägige Ausritte an. Als sie davon erzählte, bekam ich richtig Lust, das auch einmal auszuprobieren, wenn nur meine Reitfertigkeiten ein bisschen ausgeprägter wären…
Melanie hat übrigens auch eine spannende Auswanderergeschichte. Schon vor mehreren Jahren hat sie davon bei Elchkuss erzählt. Hier kannst du ihre Geschichte nachlesen (Opens in a new window).
Melanie wiederum inspirierte Angelika und Tobi aus der Schweiz, ebenfalls nach Schweden auszuwandern und dort einen Ponyreiterhof aufzubauen. Ihr Hof Gingas Gård (Opens in a new window) ist eine tolle Anlaufstelle für kleinere Kinder, für die die großen Pferde noch eine Nummer zu groß sind. Mit unserem Sohn haben wir dem Hof im August einen Besuch abgestattet. Es war sehr entspannt, Angelika nimmt sich viel Zeit und unser Sohn hatte noch lange danach große leuchtende Augen.
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In der neuen Podcast-Episode, die am Sonntag erscheint, erzählen die beiden von ihrer Auswanderung, die in Teilen doch recht spontan verlief. Aber sie scheinen jetzt sehr glücklich zu sein. Bald kannst du ihre Geschichte auch auf dem Elchkuss-Blog nachlesen.
Schwedens beste Herbststadt?
Der Herbst ist da, die große Reisezeit in Schweden ist vorbei. Aber ich finde, dass Schweden auch im Herbst sehr reizvoll ist. Jetzt noch im September lockt das Fjäll mit seinen tausend Farben, an der Westküste kann in den vielen guten Restaurants frischer Fisch gegessen werden, alles ist etwas ruhiger, gedämpfter. Ich mag das.
Der Herbst ist auch ideal für einen Städtetrip. Aber welche Städte sind perfekte Herbststädte?
Visby ist (nicht nur im Herbst) wunderschön, lockt jetzt aber mit schönen Spaziergängen am Strand und zwischen den Ruinen. Auch Umeå ist im Herbst eine Reise wert, denn die vielen Bäume der Stadt verwandeln sie jetzt in ein Farbenmeer. In Göteborg gruselt man sich im Herbst in Liseberg, wenn der Vergnügungspark zu Halloween einlädt. Wer einsame und endlose Spaziergänge am Meer liebt, der findet in Ystad einen idealen Ausgangspunkt.
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Die beste Herbststadt ist für mich aber Stockholm. Das hat zum einen mit den unglaublich vielen gemütlichen Cafés in der Stadt zu tun. Zum anderen mit den Schären, die jetzt im Herbst einsamer und rauer, dadurch aber ganz besonders reizvoll sind. Und zum Dritten liegt es an den vielen Museen in der Stadt. Stockholm ist eine der Städte weltweit mit der höchsten Museumsdichte. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Welches Museum sollte man gesehen haben? Ich habe mich mal in einer Auswahl versucht und die - meiner persönlichen Meinung nach - zehn besten Museen der Stadt zusammengestellt.
Was ist deine liebste Herbststadt in Schweden? Schreibe gerne an elchkuss@elchkuss.de!
Schweden auf einer App?
Die Zeit, die ich zur Verfügung habe, ist nur sehr knapp bemessen. Aber momentan versuche ich sie, bestmöglich zu füllen, indem ich an einem neuen Projekt bastle: Schweden entdecken mit einer App.
Klingt das gut?
Zunächst einmal sollen der Elchkuss-Podcast und der Blog über die App erreichbar sein. So verpasst du nie etwas Neues und kannst die neuen Folgen direkt über die App abspielen.
Das habe ich technisch bereits umgesetzt und funktioniert gut.
Die App soll aber noch mehr bieten. Momentan arbeite ich an einer Schwedenkarte, in die ich alle Orte, Sehenswürdigkeiten, Hotels, Cafés … eintrage, die ich guten Gewissens empfehlen kann. Wenn du dann in Schweden unterwegs bist, kannst du dir anzeigen lassen, was es in deiner Umgebung Spannendes zu sehen, zu erleben oder zu essen gibt.
Da es in Schweden aber ziemlich viele empfehlenswerte Orte gibt, ist der Aufbau dieser Karte mit viel Zeitaufwand und Arbeit verbunden. Aber sie wächst langsam, doch stetig.
Was mich nun interessiert: Findest du eine solche Schweden-App interessant? Gibt es Funktionen, die du spannend fändest? Da freue ich mich sehr über deine Rückmeldung. Im Winter will ich dann in eine erste Erprobungsphase eintreten. Wenn du Interesse hast und zu den ersten Testern gehören magst, gib gerne Bescheid!
Ich wünsche dir nun einen guten Start in den Herbst mit hoffentlich vielen goldenen Tagen!
Ha det så bra! Vi hörs!
Jo