Liebe Leser*innen,
es gibt wieder einen aktuellen Anlass, denn bis zum 5. März könnt ihr bei Solidale leckere Tomatensauce aus Bari (Süd-Italien) bestellen, die ohne Ausbeutung hergestellt wird, und damit auch ein palästinensisches Kulturprojekt unterstützen.
Darüber hinaus möchte ich euch Women in Exile vorstellen – eine Initiative geflüchter Frauen, die bis zum 21. März Geld für ein Wohnprojekt sucht, und die ihr am 6. März zum Flüchtlingslager Wünsdorf begleiten könnt.
SfruttaZero im Netzwerk Fuorimercato
Viele Migrant*innen, die die Flucht über das Mittelmeer überleben, werden in den südeuropäischen Ländern, in denen sie ankommen, ausgebeutet. In der Landwirtschaft arbeiten sie zu Hungerlöhnen und müssen unter oft erbärmlichen Bedingungen wohnen.
2014 gründeten Migrant*innen und Einheimische gemeinsam Solidaria (Opens in a new window), um Kollektivbetriebe als solidarische Alternativen zu ermöglichen. Sie bauten die Lieferkette SfruttaZero (Opens in a new window) (Null Ausbeutung) auf, für „eine andere Art zu arbeiten, in Selbstverwaltung. Eine Art, die die Menschen und die Beziehungen in den Mittelpunkt stellt, getragen von Kooperation und internationaler Solidarität.“
SfruttaZero gehört zum landesweiten Netzwerk Fuorimercato (Opens in a new window) (Jenseits des Marktes), das sich für den direkten Austausch zwischen Produzierenden und Konsumierenden auf der Grundlage von Bedürfnissen, Solidarität und sozialer Gerechtigkeit engagiert.
Im letzten Jahr gab es eine reichhaltige Tomatenernte und es konnte viel Tomatensauce hergestellt werden. Ein paar weitere Produkte sind auch im Angebot.
Preisliste und Bestellung bis 5. März: solidale-berlin(at)protonmail(dot)com (Spamschutz, bitte Mailadresse abtippen).
Das Popular Art Centre (PAC) in Palästina
In diesem Jahr hat das Etikett der SfruttaZero-Tomatensauce die Farben der palästinensischen Flagge, als „eine Form des Protests gegen den Genozid an der palästinensischen Bevölkerung“. Zehn Prozent des Erlöses gehen an das Popular Art Centre (Opens in a new window), das im Westjordanland und in Gaza landwirtschaftliche, kulturelle und künstlerische Projekte durchführt „um das Land als Quelle von Erbe, Identität und Widerstand im Kampf gegen die israelische Besatzung zu schützen“.
Mehr Informationen über Solidale, SfruttaZero und das Popular Art Cente findet ihr HIER (Opens in a new window).
Women in Exile
Women in Exile wurde 2002 in Brandenburg von geflüchteten Frauen gegründet, um sich für ihre Rechte einzusetzen und gegen die doppelte Diskriminierung durch Rassismus und Frauenfeindlichkeit zu wehren. Auch Frauen ohne Fluchterfahrung sind als Unterstützerinnen willkommen.
Die ersten 20 Jahre ihres Engagements haben sie in dem Buch „Breaking Borders to Build Bridges“ veröffentlicht, das es in einer deutschsprachigen und einer englischsprachigen Fassung (Opens in a new window) gibt.
Im Kreuzberg Museum gibt es bis zum 17. Mai eine Ausstellung „Wege des Widerstandes (Opens in a new window)“ über „die Rolle feministischer Solidarität und Basisbewegungen im Kampf gegen Rassismus“.
Ein Hausprojekt für geflüchtete Frauen
Jetzt möchte Women in Exile einen langjährigen Traum verwirklichen, und ein Hausprojekt mit Wohnraum für geflüchtete Frauen und mit einem Seminarbereich aufbauen. Ein Haus mit großem Garten in Ostbrandenburg haben sie bereits gefunden. Seit einem Jahr schaffen sie den Müll weg und haben schon mit ersten Bauarbeiten begonnen.
Das „Haus ‚Home in Exile‘ wird Schutz, Beratung, politische Bildung und Gemeinschaft bieten. Es soll ein Raum sein, in dem Frauen* sich organisieren, Erfahrungen teilen, heilen und ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können.“ Und es soll ein „antirassistischer Knotenpukt“ in der Region werden.
Für den Kauf ist noch viel Geld nötig, darum gibt es bis zum 21. März eine Spendenkampagne bei Startnext (Opens in a new window).
Zum Frauentag nach Wünsdorf
Bereits am 6. März fährt Women in Exile zum Flüchtlingslager in Wünsdorf, „um gemeinsam mit den Frauen* den Internationalen Frauentag zu feiern.“ Dort protestieren sie gegen rassistische Flüchtlingspolitik, gegen die diskriminierende Bezahlkarte (Opens in a new window) und gegen die Zustände im Lager.
Abfahrt mit dem Soli-Bus um 12h am Oranienplatz (Opens in a new window).
So weit für heute mit vielen Soli-Grüßen
Elisabeth