Polen im Winter 1943: Eine Holzfällerin entdeckt eines Tages ein Baby im Schnee, unweit der Bahngleise, auf denen die Züge nach Auschwitz rollen. Die kinderlose Holzfällerin nimmt das kleine Bündel an sich, es wird zu ihrem kostbarsten aller Güter. Doch der Antisemitismus ist stark im Land der Holzfällerin und so kann der Holzfäller es nicht gutheißen, dass seine Frau das Kind "einer verfluchten Rasse von herzlosen Gottesmördern" ins Haus gebracht hat. Doch die Holzfällerin sieht in dem kleinen Mädchen ein Göttergeschenk. Das Kind wächst auf mit Hilfe der Milch ihrer dritten Mutter, einer lieben Ziege, die einem entstellten Waldmann gehört, der das schwarze Herz der Menschen kennt. Der beste Freund des Mädchens ist der dünne Hund und schon bald hat sie den Holzfäller von seinem Hass geheilt, als der feststellt, dass sie ein schlagendes Herz im Leibe trägt. Doch die Holzfällerin, die dritte Mutter und das Mädchen müssen fliehen, als der Hass der Menschen auch das Haus des Holzfällers erreicht.
Eigentlich wollte ich vor dem Beginn des Tagwerks nur einen kurzen Animationsfilm von 80 Minuten Länge angucken, doch ich fand einen der schönsten Filme, die ich je sah. Dieser Film rührte mich zu Tränen. Das Drama des oscarprämierten französischen Regisseurs Michel Hazanavicius aus dem Jahr 2024 ist im Stil einer düster-realistischen Graphic Novel gestaltet und mit melancholischer Musik von Alexandre Desplat unterlegt, der u.a. auch für den Soundtrack von Shape of Water - Das Flüstern des Wassers (2017) und Isle of Dogs - Ataris Reise (2018) verantwortlich ist. Der Film basiert auf dem Jugendbuch “Das kostbarste aller Güter” von Jean-Claude Grumberg.
Das kostbarste aller Güter ist pure Poesie, ein stilles Werk, so schön wie die Liebe, so traurig wie das Leben und so grausam wie die Menschen. Alle sollten sich diesen wunderbaren Film anschauen!
https://www.imdb.com/de/title/tt10462154/ (Opens in a new window)