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Hellboy: The Crooked Man (2024)

1959 wird der noch junge Hellboy zusammen mit einer frischgebackenen Agentin des "Bureau for Paranormal Research and Defense" (in den deutschen Comics heißt die Institution "Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen") in die abgelegenen Appalachen von Virginia entsandt. Hellboy und Bobbie Jo Song sollen den Transport einer Riesenspinne per Zug begleiten. Doch die Kreatur entkommt und das Team muss das umliegende Gebiet erkunden. Dabei stoßen sie auf eine Gegend, die von einem mächtigen Teufel heimgesucht wird: dem Crooked Man. Dieser ist eine Figur der lokalen Folklore und agiert als Seelensammler im Auftrag des Satans. Zusammen mit dem Ex-Hexer Tom Ferrell kämpfen die Agenten gegen den Dämon und seine Hexen und Zombies.

Hellboy: The Crooked Man ist ein US-amerikanischer Fantasy-Actionfilm aus dem Jahr 2024, der auf der gleichnamigen dreiteiligen Comic-Serie von Mike Mignola basiert. Es handelt sich um den vierten Hellboy-Realfilm und die Fortsetzung des Reboots Hellboy - Call of Darkness (2019) von Neil Marshall. Regie führte Brian Taylor, der auch gemeinsam mit Mike Mignola das Drehbuch schrieb. In den Hauptrollen sehen wir Jack Kesy als Hellboy, Jefferson White als Tom Ferrell und Adeline Rudolph als Bobbie Jo Song.

Zwar erinnert die wild-romantische Folkhorror-Landschaft, die schlecht gelaunten und rassistischen Bewohner und der lebendige Berg mit den Minengängen an Lovecrafts Kurzgeschichte "Das Grauen von Dunwich", doch mit dem subtilen "Cosmic Horror" des Altmeisters hat das ganze wenig zu tun. In der Welt von Hellboy: The Crooked Man ist die Magie so allgegenwärtig, dass sie nichts Besonderes mehr ist. Der Einbruch des Fantastischen in die Realität wird dadurch extrem langweilig und austauschbar.

Auch den besonderen Charme von Mignolas Comics schafft der Film nicht zu transportieren. Dazu ist hier alles zu glatt und CGI-lastig. Von der Machart erinnert der Film an die Folge eines typischen Serienprodukts dieser Zeit. Nervige Rückblenden und Visionen sollen charakterliche Tiefe dort erzeugen, wo die Fertigkeiten der Schauspieler nicht dazu in der Lage sind. Eine Story, gespickt mit christlicher Mythologie und dümmlichen Erklärungen, eine rein auf Action gepolte Dramaturgie sowie vorhersehbare Horror-Klischees runden diese filmische Enttäuschung ab.

Wo die ersten beiden Hellboy-Filme noch originelle Ideen, Humor und eine cthulhoide Stimmung besaßen, da fällt auch dem zweiten Reboot-Film nichts wirklich Neues ein. Dieses Machwerk ist ein gutes Beispiel dafür, wie die unsäglichen Seriensehgewohnheiten auf den Genrefilm übergreifen. Grauenvoll ist das.

https://www.imdb.com/de/title/tt26757462/ (Opens in a new window)
Topic Film