Weil sein Lebenspartner verstarb, ist Charlie depressiv und lässt sich gehen. Er ist so dick geworden, dass er sich nicht mehr richtig bewegen kann. Sein Blutdruck ist lebensgefährlich hoch, doch er will nicht ins Krankenhaus gehen. Charlie verlässt sein Haus nicht mehr und arbeitet als Englischlehrer über das Internet. Als seine Tochter Ellie acht Jahre alt war, verließ er die Familie für einen seiner Schüler. Um sich mit der wütenden Ellie, die mittlerweile eine Teenagerin ist, zu versöhnen, zahlt Charlie ihr Geld und erledigt ihre Englischhausaufgaben, damit sie Zeit mit ihm verbringt. Die einzig anderen Menschen, die der depressive Mann an sich heranlässt, sind seine erwachsene Tochter Liz, die ihn pflegt, seine überforderte Exfrau Mary, Thomas, ein junger Missionar von einem apokalyptischen Christenkult, und den hilfsbereiten Pizzaboten Dan.
In dem tief traurigen Drama aus dem Jahr 2022 provoziert Darren Aronofsky mit teils krassen Szenen, bei denen ich mir nicht sicher bin, wozu sie gedacht sind. Sie erscheinen mir als reine Provokation, Charlies krankhafte Fettsucht hätte man auch anders inszenieren können. Ob diese Szenen zu weit gehen oder nicht, muss wohl jeder für sich selbst ergründen.
Brendan Fraser, in der Rolle des Charlie, spielt auffallend gut, er bekam dafür einen Oscar. Ebenso erhielt der Special Makeup Effects Artist Adrien Morot für seinen lebensechten "Fatsuit", einen sehr aufwendigen Prothesen-Anzug, den Fraser im Film trägt, einen Oscar.
Wirklich viel passiert in dem Familiendrama nicht. Ein paar Dialoge um Gott und den Tod wirken nicht besonders tiefgehend und das Ende schrammt hart am Kitsch vorbei. Dazu konnten mich die Charaktere nicht wirklich abholen, zu holzschnittartig scheinen sie um die provokanten Szenen herumgebaut zu sein.
https://www.imdb.com/title/tt13833688/ (Opens in a new window)