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28 Years Later: The Bone Temple (2026)

Achtundzwanzig Jahre ist es her seit sich das Zombie-Rage-Virus in Großbritannien ausgebreitet hat. Nach den Abenteuern im Vorgängerfilm hat der zwölfjährige Spike seine Heimatinsel gänzlich verlassen und muss sich dem satanistischen Mörderkult um Sir Jimmy Crystal anschließen. Der Junge sucht händeringend nach einer passenden Situation, um entkommen zu können. Als die Gruppe auf Dr. Ian Kelson, der mittlerweile den Alpha-Zombie Samson von den schlimmsten Auswirkungen des Virus befreit hat, in dessen Knochentempel trifft, eskaliert die Situation in wahrhaft mythologischem Ausmaß.

Der zweite Teil der neuen 28 Years Later-Trilogie, der mit 28 Years Later (2025) "back-to-back" gedreht wurde, kam entsprechend schnell nach dem Vorgänger in die Kinos. Den britisch-US-amerikanischen Endzeit-Horrorfilm aus dem Jahr 2026 inszenierte Regisseurin Nia DaCosta. Das Drehbuch schrieb wieder Alex Garland, Danny Boyle fungierte als einer der Produzenten. Die Hauptrollen übernahmen Alfie Williams, Ralph Fiennes und Jack O’Connell. Chi Lewis-Parry spielt erneut den Samson und Cillian Murphy schlüpft wieder in die Rolle des ehemaligen Fahrradkuriers Jim aus 28 Days Later (2002).

Ich war in Bezug auf diesen Film zunächst etwas zwiespältig. Einerseits war der Knochentempel und die poetischen Bilder rund um dieses monumentale Memento Mori das beste an 28 Years Later. Nun ist die Fortsetzung sogar nach diesem Tempel benannt. Das freute mich. Andererseits bekommen nun die seltsamen Jogginganzugträger, die dem Vorgänger den berechtigten Titel eines Meisterwerks abspenstig machten, mehr Raum. Das machte mich skeptisch. Die Hampelmänner aus dem ersten Teil bekommen nun etwas Story und sind im zweiten Film der Reihe nur noch halb so schlimm. Jack O’Connell weiß einfach, wie man englische Proleten spielt.

Erneut im Knochentempel von Dr. Ian Kelson angekommen, erleben wir Großartiges. 28 Years Later: The Bone Temple schafft es, eine mythologische Bildsprache in die Popkultur zurückzubringen, die eine düster-nihilistische Ästhetik besitzt und die poppig-hässlichen Gefilde des Magischen Realismus´ vieler Serienprodukte von American Gods (2017) über Good Omens (2019) bis hin zu Wednesday (2022) endlich verlässt. Wer Ralph Fiennes im beleuchteten Knochentempel zu Iron Maidens "The Number Of The Beast" tanzen gesehen hat, weiß, was ich meine. Die Kreuzigungsszene am Schluss spricht die selbe Sprache. Allein wegen dieser Momente hat sich der Film schon gelohnt.

Im dritten Teil der neuen Triloge soll es um den von Cillian Murphy gespielten Jim gehen, den wir aus der alten Filmreihe kennen. Passend dazu lief im Abspann dann auch "In the House - In a Heartbeat" von John Murphy, der Hit aus 28 Days Later.

https://www.imdb.com/de/title/tt32141377/ (Opens in a new window)
Topic Film