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Andor / Staffel 1 (2022)

Der Kleinkriminelle Cassian Andor muss seinen Heimatplaneten verlassen, weil er zwei Sicherheitskräfte ermordet hat. Da wird er von Luthen Rael, einem Verbindungsoffizier der Rebellenallianz, für einen aufsehenerregenden Coup rekrutiert: dem Imperium soll ein riesiger Schatz gestohlen werden. Obwohl dies gelingt, gerät Casian wenig später in Gefangenschaft und muss aus einem imperialen Hochsicherheitsgefängnis fliehen. Doch Dedra Meero, eine imperiale Geheimdienstagentin, ist Cassian Andor auf die Spur gekommen und jagt ihn unbarmherzig.

Andor von 2022 ist eine Prequel-Serie zu Star Wars: Rogue One (2016) und erzählt die Geschichte des späteren Rebellen-Captains Cassian Andor während der Anfangsjahre der Rebellion gegen das Imperium. Geschaffen hat diese Serie Tony Gilroy, der auch schon das Drehbuch zu Rogue One verfasste. In der Hauptrolle als Cassian Andor sehen wir Diego Luna, der die Rolle zum zweiten Mal spielt.

Star Wars ist mit seinen legendären Kamerafahrten, die ikonische Aliens zeigen, in die Filmgeschichte eingegangen. Sicherlich stehen in den meisten Star Wars-Filmen und -serien die menschlichen Protagonisten im Vordergrund, doch immer hatte man das Gefühl, dass die Menschen im Star Wars-Universum eben nur eine Spezies unter vielen sind. Für mich machen vor allem die Aliens, also zumeist die Nebencharaktere, den Zauber von Star Wars aus. Das fehlt bei Andor gänzlich. Die Serie braucht zehn Folgen, um ein einziges Alien zu zeigen. Überall sind ausschließlich Menschen zu sehen. Sogar im Gefängnis sitzen nur menschliche Männer ein, was soll das?

Andor ist eine solide Action-Science-Fiction-Serie, hat aber mit Star Wars nur bedingt etwas zu tun. Nicht nur die fehlenden Aliens sind dafür verantwortlich, auch die komplette Abwesenheit der Macht, einem weiteren klassischen Star Wars-Element, begründet dies. Ich beneide so manche Eltern nicht, die ihrem Kind nach Sichtung von Andor erklären müssen, dass die Rebellen nun auch böse sind und die Macht überhaupt gar nicht mehr wirkt.

Man verstehe mich nicht falsch, ich bin durchaus ein Freund von zeitgemäßen Neuinterpretationen alter Stoffe und Franchises, aber mit Andor liegt eine Serie vor, die die schwer erkämpften Neuerungen von Star Wars wieder unterminiert. In Star Wars - Episode IX: Der Aufstieg Skywalkers (2019) bekommt Chewbacca nachträglich seinen verdienten Orden verliehen, weil er den in den alten Filmen nicht bekommen hatte. Die neue Sequel-Trilogie und The Mandalorian (2019) machen ohnehin einiges besser, was das Thema Gleichberechtigung von Nichtmenschen betrifft. Endlich bekomen Aliens und übrigens auch menschliche Frauen Rollen zugesprochen, die nicht nur Staffage oder Kulisse sind. Und was macht Andor? Es zeigt uns die Heldenreise eines einsamen, toxischen Mannes und eiskalten Mörders, so als wäre das nicht schon seit den James Bond-Filmen unerträglich langweilig.

https://www.imdb.com/de/title/tt9253284/ (Opens in a new window)

Topic Serie