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Halloween und die Angst

Zwischen Angst, Furcht, Erschrecken und Overload 🧠

Heute Abend wir wieder ein Webinar zu Emoflex (Opens in a new window), der Stress-Verarbeitung ĂŒber innere Bilder und bilateraler Stimulation. Da geht es auch viel um Furcht, Angst, Erschrecken, ja auch Trauma. Ausgerechnet an Halloween. Und einem Feiertag (hier bei uns)

Es ist Freitag . Dieser seltsame Tag zwischen „Ich halt noch durch“ und „Ich geb gleich auf“. Und ausgerechnet heute ist Halloween – die Nacht, in der Reizoffenheit auf open Air trifft und selbst das limbische System kurz fragt:

„MĂŒssen wir das fĂŒhlen? Oder reicht es, wenn wir drĂŒber nachdenken?“

đŸ‘» Furcht – die ehrliche Körperreaktion

Furcht ist das Ur-Signal des Lebens. Ein plötzlicher Schatten. Ein Knall. Ein Blick. Dein Nervensystem sagt: „Wir sollten das ĂŒberleben.“ Zack – Adrenalin, Herzklopfen, Muskelspannung.

Furcht ist physiologisch, konkret, prĂ€sent. Sie meint es gut. Sie schĂŒtzt dich. Sie fragt nicht nach Kontext – sie drĂŒckt nur auf „Alarm“.

Wenn du neurodivergent bist, arbeitet deine Amygdala vielleicht auf Dolby-Surround-Empfindlichkeit. Das heißt: Du hörst, riechst, fĂŒhlst, denkst schneller Gefahr. Nicht, weil du hysterisch bist – sondern weil dein Nervensystem einfach mehr KanĂ€le offen hat.

Und manchmal findet man dann nicht so schnell (oder gar nicht) den Ausknopf der Alarmanlage.

đŸ•Żïž Angst – das mentale Echo der Furcht

Angst ist Furcht, die geblieben ist, nachdem die Gefahr lĂ€ngst gegangen ist. Sie ist der Nachhall der Erregung im Kopf – eine Art emotionaler Tinnitus.

„War das wirklich vorbei?“ „Was, wenn es wiederkommt?“ „Was, wenn das Zittern das Zittern vor etwas Schlimmerem ist?“

Das ist die Geburtsstunde der Angst vor der Angst. Dein Körper sendet normale Stresssignale – dein Gehirn macht daraus eine Netflix-Produktion: „Sympathikus – der Film“

So entsteht phobisches Verhalten: Man vermeidet die Orte, wo der Körper reagiert hat, weil man denkt, dort wohnt die Angst. Dabei wohnt sie lÀngst im Kopf. Ein Phantom, erschaffen aus MissverstÀndnissen zwischen Körper und Geist.

⚡ Overload – das ganz andere Monster

Overload ist kein GefĂŒhl – es ist SystemĂŒberlastung.

Das passiert, wenn zu viele Reize, Emotionen, Aufgaben oder Menschen gleichzeitig auf dein System prasseln. Nicht eine Bedrohung, sondern zu viel Input fĂŒr zu wenig VerarbeitungskapazitĂ€t.

Der Unterschied:

  • Bei Furcht reagierst du auf etwas Bestimmtes.

  • Bei Angst auf etwas Mögliches.

  • Beim Overload auf alles gleichzeitig.

Dein Nervensystem ruft dann nicht „Gefahr!“, sondern eher:

„Ich kann das gerade nicht sortieren!“

Manche erstarren, manche implodieren, manche ziehen sich leise zurĂŒck und flĂŒstern nur:

„Bitte niemand mehr reden.“

Das ist kein Vermeiden – das ist Selbstschutz durch Abschalten.

đŸ§© Resonanzdynamisch betrachtet

In der Resonanzdynamik sind das drei Ebenen desselben Kontinuums:

Neurodivergente Menschen erleben alle drei oft gleichzeitig – weil ihr System schneller anspringt, langsamer runterfĂ€hrt und tiefer verarbeitet.

Darum braucht es VerstĂ€ndnis, keine Bewertung. Man ist nicht â€žĂŒberempfindlich“ – man ist feinfĂŒhlig bis in die synaptische Tiefe.

🧙 Halloween-Edition

Heute darfst du alle drei PhĂ€nomene anerkennen: Die Furcht, die dich schĂŒtzt. Die Angst, die dich warnt. Und den Overload, der dich stoppt, bevor du verbrennst.

Keines davon ist dein Feind. Sie sind nur verschiedene Stimmen deines Nervensystems – und alle wollen, dass du sicher bist.

Also zĂŒnde deine Kerze an. Sag deinen Monstern:

„Danke, ich hab euch gehört. Jetzt atme ich. “

Und wenn dein Gehirn dann doch wieder fragt:

„Aber was, wenn...?“ Dann lĂ€chle und sag: „Dann machen wir Emoflex. Oder Tee.“ ☕

💀 Happy Neurodivergent Halloween! Denn manchmal ist das grĂ¶ĂŸte KostĂŒm einfach das soziale Funktionieren. Und das schönste Geschenk: zu wissen, wann man einfach „Pause“ sagt.

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