📍Genova
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
tanzen und Musik hören, am besten unter freiem Himmel. Das klingt nach Freiheit. Nach Sommer.
Ich gebe zu, ich kann es kaum erwarten, dass die Temperaturen auch in München wieder auf über 25 Grad ansteigen. Ich bin ein Sommermensch. Ich möchte eigentlich für immer Sommer, estate.
Musica, ein bisschen Sommer-Feeling, und felicità gab es am vergangenen Wochenende in Genua, auf der Piazza Matteotti.

Vielleicht habt ihr die Videos von der knallvollen Piazza gesehen? Dort hat die Stadt einen kostenlosen Rave organisiert, bei dem Charlotte de Witte, eine der derzeit bekanntesten Techno-DJs der Welt, auflegte.
Und wer tanzte hinter dem DJ-Pult mit? 💃
Genuas Bürgermeisterin Silvia Salis, die den Abend möglich gemacht hat.
In diesem Newsletter widme ich mich der Frage: Wer ist Silvia Salis, von der in Italien gerade alle reden und die sogar als mögliche Gegenspielerin von Giorgia Meloni gehandelt wird?
Welche Rolle spielt das Event für ihre Politik?
Im zweiten Teil, weiter unten (heute wieder ein Longread, scusate), gibt es die deutsche Version des Textes, den meine Kollegin Lisa Di Giuseppe und ich für die italiensiche Tageszeitung Domani geschrieben haben.
Es geht darin um das Wahlverhalten junger Menschen in Deutschland und Italien: Was macht rechtsextreme Parteien attraktiv für junge Wähler:innen? Und was sagt die hohe Wahlbeteiligung beim Referendum letzten Monat über die politische Stimmung unter jungen Italiener:innen aus? 🗳️
Die Buchempfehlung am Schluss gibt es, wie gewohnt, im nächsten Newsletter wieder, versprochen. Sonst wäre das heute hier wirklich viiiiel zu lang geworden.
Und jetzt: buona lettura, hoffentlich. 💙
Mit Techno Politik machen?🔊
Certo!
Ganz Italien spricht gerade über Genuas Bürgermeisterin Silvia Salis. Nicht nur, weil sie am Wochenende einen Techno-Rave mit 20.000 Menschen mitten in Genua organisiert hat, sondern auch, weil viele in ihr eine mögliche Gegenspielerin zu Giorgia Meloni sehen
Ein kostenloser Rave am vergangenen Samstag, mitten auf der Piazza Matteotti in Genua. Das Publikum drängt sich dicht an dicht. Da sind junge Menschen, Touristen, Familien mit Kindern. Später wird man erfahren, dass schätzungsweise 20.000 Leute auf der Piazza mitgetanzt haben.
Main Act: Charlotte de Witte, eine international bekannte Techno-Ikone. Als sie ein Sample von Bad Bunnys Song „NUEVAYoL“ auflegt, tobt die Menge. Hinter dem DJ-Pult tanzt eine blonde Frau mit, sie trägt eine große Sonnenbrille und ein Jeanshemd: Silvia Salis. Die 40-Jährige ist Genuas Bürgermeisterin. Sie hat die Veranstaltung für ihre Stadt organisiert. Kostenlos für alle.
https://www.instagram.com/charlottedewittemusic/reel/DXAY9NPDG2h/ (Opens in a new window)Rund 8.000 Menschen hielten sich über die gesamte Dauer des Sets hinweg durchgehend auf dem Platz auf. Durch den anhaltenden Zustrom von Besuchern stieg die Zahl der Anwesenden während des Auftritts von Charlotte de Witte auf mehr als 20.000 (Opens in a new window).
„Wir wissen, dass Genua zu den europäischen Städten mit dem höchsten Durchschnittsalter gehört, und gerade deshalb muss unser Einsatz für die jüngeren Generationen oberste Priorität haben: Wir müssen sie für uns gewinnen und ihnen Raum geben“, sagte Salis am Samstag in einem Video während der Veranstaltung (Opens in a new window).

Genua kämpft mit verschiedenen Schwierigkeiten. Einige davon sind auch auf nationaler Ebene in Italien aktuell, zum Beispiel eine immer älter werdende Bevölkerung, die Abwanderung junger Menschen und die marode Infrastruktur.
Silvia Salis möchte junge Menschen in der Stadt halten, indem sie den urbanen Raum attraktiver für sie macht. Der Rave ist nicht nur ein Kulturangebot. Er hat eine starke symbolische Wirkung: Eine Bürgermeisterin, die mittanzt, statt nur Reden zu halten.
Kann man aber mit Techno Politik machen? Kurzfristig lautet die Antwort: Sì, certo! Denn was während dem Event passiert: Die Leute filmen, posten, teilen. So auch das Social-Team von Charlotte de Witte und Salis selbst.
Die kurzen Clips des Rave-Abends gehen auf Social Media schnell viral. Ein viraler Moment ersetzt noch lange keine langfristige und nachhaltige Politik. Trotzdem: Über Silvia Salis wird in Italien schon länger gesprochen. Und jetzt noch mehr.
Salis rückt junge Menschen in den Fokus
Eine kostenlose, von der Stadt organisierte Techno-Party mitten im Stadtkern? Mit internationalem DJ-Star? Das ist gekonnte Kulturpolitik, in einem Land, in dem konservative Politiker junge Menschen und ihre Bedürfnisse gerne mal als letzte Priorität sehen.
Kritiker warnten, die weit gefassten Regeln könnten nicht nur illegale Raves treffen (Opens in a new window), sondern auch spontane Kulturveranstaltungen und damit die Versammlungsfreiheit einschränken.
Auch deshalb wurde das Event in Genua von jungen Italienern und Italienerinnen so positiv aufgenommen.
Die neue Ministerpräsidentin?
Insgesamt zwei Ereignisse haben die Aufmerksamkeit in den letzten Tagen verstärkt auf Salis gelenkt: einmal der Rave in Genua, und ein paar Tage vorher ein Interview mit dem US-amerikanischen Wirtschaftsmagazin Bloomberg Businessweek (Opens in a new window).
Dort reagierte Salis auf die Spekulationen, sie könne eine neue Führungsfigur des Mitte-links-Lagers werden. Das sei interessant und es schmeichele ihr, sagte sie im Interview. Gleichzeitig betonte sie, dass sie nicht an Vorwahlen teilnehmen werde. Sollte sie jedoch direkt aufgefordert werden, als potenzielle Ministerpräsidentin anzutreten, würde sie es zumindest in Erwägung ziehen: „Angesichts eines vereinigenden Aufrufs kann ich nicht sagen, dass ich es nicht zumindest in Betracht ziehen würde – das wäre gelogen“, sagte Salis dem Magazin.
Schon Monate vor diesem Interview mit Bloomberg las man in der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera außerdem die Frage: Hat diese Frau wirklich schon die begehrte Position der Premierministerin im Palazzo Chigi im Visier? (Opens in a new window)
Wer ist also Silvia Salis, die als potenzielle Gegenspielerin von Giorgia Meloni gehandelt wird?
Silvia Salis, 40, geboren in Genua, ist erst seit dem 29. Mai 2025 Bürgermeisterin ihrer Heimatstadt. Zuvor war sie Leistungssportlerin. Ihre Disziplin: Hammerwurf. Sie nahm an den Olympischen Spielen 2008 in Peking und 2012 in London teil. Nach einer Verletzung wechselte sie ins Sportmanagement, wurde Funktionärin und später Vizepräsidentin des italienischen Olympischen Komitees.
(Opens in a new window)Salis gehört keiner Partei an, positioniert sich jedoch im linken Spektrum. Bei den Bürgermeisterwahlen in Genua vor gut einem Jahr, schaffte sie es als Kandidatin die zersplitterte Mitte-Links-Opposition zu einen. Dadurch gelang ihr auch der Schlag gegen einen mit Meloni verbündeten Kandidaten. Zuvor stand Genua mehrere Jahre unter einer konservativen Stadtregierung. Das bedeutet auch: Silvia Salis konnte Wähler und Wählerinnen überzeugen, die früher eher konservativ gewählt hätten. Und das, obwohl man sie in der Politik vorher nicht kannte.
So ein Quereinstieg ist in der italienischen Politiklandschaft nicht ungewöhnlich: Giuseppe Conte war Anwalt und Dozent, ohne politische Erfahrung, bevor er 2018 Ministerpräsident wurde.
Aber zurück zu Silvia Salis. Ihre Kommunikation ist klar, direkt und sie verzichtet auf politische Verklausulierungen. Als Bürgermeisterin hat Salis einen Mindestlohn von 9 Euro pro Stunde bei kommunalen Ausschreibungen eingeführt. Dieser wird schon länger auch auf nationaler Ebene von der Opposition gefordert. Die Regierung unter Giorgia Meloni winkt ihn aber jedes Mal ab. Während Meloni die rechtliche Anerkennung von Kindern gleichgeschlechtlicher Paare erschwerte, nahm Salis in Genua an der Pride-Parade teil (Opens in a new window).
Salis profitiert einerseits von dem, was ihr fehlt: einer klassischen Parteikarriere. Sie ist dadurch frei von Machtkämpfen, bringt frischen Wind und keine Skandale mit.
Andererseits fehlt ihr auch etwas, was für höhere Ämter entscheidend ist: Erfahrungen auf nationaler Ebene hat sie bisher noch nicht.
Trotzdem wächst im Moment die Begeisterung um Salis. Man kann schon fast von einem Hype sprechen, der in den letzten Tagen ausgelöst wurde.
Ob das alles reicht, um an die Spitze eines Mitte-links-Bündnisses zu gelangen, ist völlig offen. Und hängt auch davon ab, ob Salis wirklich antreten würde. Die Parlamentswahlen finden in Italien im nächsten Jahr statt. Für Meloni wird das vermutlich keine einfache Wahl werden, ganz gleich ob Salis antritt oder nicht.
Schwierige Ausgangslage für Giorgia Meloni
Im März stimmte nämlich die Mehrheit der italienischen Bürger und Bürgerinnen beim Referendum zur Justizreform mit Nein. Das Ergebnis des Referendums hat deutlich gemacht, dass die politische Stimmung in Italien angespannt ist. Die Reform wurde maßgeblich von Seiten der rechtspopulistischen Meloni-Regierung unterstützt.
Ob alle Nein-Stimmen bei der nächsten Parlamentswahl dann auch gegen Giorgia Meloni stimmen würden, kann nicht sicher gesagt werden. Aktuelle Anwärter der Opposition für das Mitte-links-Bündnis sind Elly Schlein (Partito Democratico) und Giuseppe Conte (MoVimento 5 Stelle).
Giorgia Meloni hält sich zudem als Ministerpräsidentin, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, schon fast ungewöhnlich lange im Amt. Italienische Regierungen sind in der Regel sehr fragil und von kurzer Lebensdauer. Meloni hält aktuell eine der langlebigsten Regierungen in Italien.
Eine politische Kehrtwende mit jungen Kandidaten auf kommunaler Ebene (die auch immer wieder auf Partys mittanzten) gab es zuletzt in New York mit Zohran Mamdami oder auch in München mit Dominik Krause.
Genua hat mit Silvia Salis eine Bürgermeisterin, die vieles anders macht als ihre Vorgänger. Ob sie das auch auf nationaler Ebene tun wird? Das bleibt offen.
Deutsche Vita meets Autostrada del sole 🇩🇪✍️🇮🇹
Seit April 2025 schreiben meine Kollegin Lisa Di Giuseppe (Opens in a new window) in Rom und ich an dieser Stelle immer wieder mal einen gemeinsamen Text. Lisa ist Journalistin und arbeitet für die italienische Tageszeitung Domani (Opens in a new window). Dort schreibt sie jede Woche den Newsletter Deutsche Vita (Opens in a new window), in dem sie die italienischen Lesenden über aktuelle Themen aus Deutschland informiert.
In meinem Newsletter erscheint unser Text auf Deutsch. Im Newsletter Deutsche Vita von Lisa bei Domani erscheint er auf Italienisch.
Dieses Mal blicken wir auf das Wahlverhalten junger Menschen in Italien und Deutschland:
Warum die AfD für junge, männliche Wähler so attraktiv ist
Während in Italien die hohe Beteiligung junger Menschen am Referendum zur Justizreform in Italien überraschte (die Mehrheit stimmte zudem mit Nein), zeigt sich in Deutschland ein anderes Bild: Viele junge Menschen wenden sich dort der extremen Rechten zu. Gründe sind vor allem Zukunftsängste. Doch es gibt auch Gegenbewegungen.
Rekordbeteiligung in Italien
Die Wahlbeteiligung war außergewöhnlich, besonders unter jungen Wähler:innen: 67,3 Prozent der 18- bis 34-Jährigen nahmen am Referendum teil, fast acht Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt. Zudem stimmten rund 60 Prozent von ihnen mit Nein, ebenfalls über dem Gesamtergebnis von 54 Prozent (Opens in a new window).
Laut dem Analyseinstitut Youtrend handelt es sich dabei um ein „On-Demand-Votum“: hohe Beteiligung bei einzelnen Themen, ohne dass dies auf eine stabile Parteibindung hindeutet. Entsprechend ist nicht sicher, ob sich diese Stimmen auch direkt auf das Mitte-links-Lager übertragen lassen.
Dennoch entsteht der Eindruck, dass junge Wähler:innen in Italien gerade eher nach links tendieren. Nicht zuletzt wegen Themen wie der Unterstützung für Gaza, die traditionell stärker von der Opposition vertreten werden. An den großen Demonstrationen der vergangenen Monate zu diesem Thema beteiligten sich auch viele junge Menschen engagiert.
Ein klarer Trend nach links?
Die Zahlen der Europawahlen vor zwei Jahren bestätigen diesen Trend: In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen wurde der Partito Democratico mit 18 Prozent stärkste Kraft, gefolgt vom Movimento 5 Stelle (17 Prozent) und Alleanza Verdi e Sinistra (16 Prozent). Die Fratelli d’Italia (zu der auch Giorgia Meloni gehört) landete mit 14 Prozent nur auf Platz vier.
Dieser Trend ist jedoch relativ neu. Noch 2022 lag Fratelli d’Italia unter jungen Wähler:innen vorn, wenn auch mit geringerer Zustimmung als im Gesamtergebnis. Gleichzeitig erzielten kleinere Parteien wie +Europa und Avs überdurchschnittliche Werte bei sehr jungen Wähler:innen.
Beobachter führen das gestiegene Engagement auf die wahrgenommene Wirksamkeit von Referenden zurück, aber auch auf ein selektives Interesse an einzelnen politischen Themen, weniger auf feste Parteibindungen. Zudem spielte die symbolische Bedeutung der Abstimmung über eine mögliche Verfassungsänderung eine Rolle: ein „Gegen-Votum“, das mobilisiert, aber auch eine bewusste Positionierung zu grundlegenden Werten.
Zwischen Antifa und AfD
„Siamo tutti antifa“, rappt der deutsche Künstler Disarstar und füllt damit Konzerthallen mit jungem Publikum. Seine politisch aufgeladenen Songs zeigen: Ein Teil der deutschen Jugend orientiert sich klar nach links.
Doch Umfragen und Wahlergebnisse zeigen ebenso eine gegenteilige Entwicklung: Viele junge Menschen wählen die AfD, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und in Teilen als rechtsextrem gilt.
Die Gründe dafür sind vielfältig: Enttäuschung über das politische System, das Gefühl mangelnder Repräsentation sowie wachsende Sorgen über steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Jobs und hohe Mieten. Gleichzeitig verlieren rechte Positionen für manche ihren Tabu-Charakter, da sie stärker im öffentlichen Diskurs präsent sind.
Die Rolle der sozialen Medien
Social-Media-Plattformen wie TikTok spielen eine wichtige Rolle: Die AfD setzt dort gezielt auf kurze, emotionale Inhalte und erreicht damit ein die junge User.
Ein Beispiel: Hätten bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz nur junge Menschen abgestimmt, wäre die AfD mit 21 Prozent stärkste Kraft geworden, ein Trend, der sich auch bei Europa-, Bundestags- und anderen Landtagswahlen für Deutschland zeigt. Junge Wähler:innen orientieren sich zunehmend an Parteien an den äußeren Rändern des politischen Spektrums.
Unterschiede zwischen jungen Frauen und Männern
Eine im März veröffentlichte Studie („Jugend in Deutschland 2026 (Opens in a new window) – Zukunft unter Druck“) zeigt zudem klare Geschlechterunterschiede: Junge Frauen tendieren stärker nach links, während junge Männer überdurchschnittlich häufig rechte Parteien wählen.
Das verstärkt den Eindruck, dass etablierte Parteien die Bedürfnisse der jungen Generation nicht ausreichend aufgreifen. Und zugleich erklärt das möglicherweise die wachsende Abkehr von der politischen Mitte.
Einfache Antworten auf komplexe Fragen
Die AfD liefert häufig einfache Antworten auf komplexe Debatten wie Migration, Identität und Sicherheit, sie steht außerdem für ein veraltetes Bild von Geschlechterrollen.
Junge Menschen, die eher links wählen, haben oft ein Gefühl von wirtschaftlicher Ungerechtigkeit. Für Themen wie bezahlbaren Wohnraum oder Mindestlohn nehmen Parteien aus dem linken Spektrum sehr stark wahr.
Besonders gut hat man das zuletzt in München gesehen, wo der Grünen-Kandidat Dominik Krause nicht nur, aber durchaus viele Stimmen von jungen Menschen erhielt, weil er in seine Kampagne das Thema Wohnen stark angesprochen hat und die Mietpreise in München zu den höchsten in ganz Deutschland gehören.
Unterschiedliche Sorgen junger Frauen und Männer
Auch bei den Geschlechtern zeigen sich deutliche Unterschiede: Junge Frauen sorgen sich stärker um den Klimawandel und die Demokratie. Zudem berichten sie häufiger von psychischer Belastung und Stress.
Bei jungen Männern sind diese Sorgen insgesamt weniger ausgeprägt; sie geben häufiger an, keine vergleichbaren Probleme zu haben.
Gemeinsame Ängste
Die junge Generation in Deutschland ist politisch alles andere als homogen. Was sie jedoch verbindet, sind Zukunftsängste und der Wunsch nach Veränderung. Genau darin liegen die Herausforderungen für die Politik. Vor allem für die Parteien der Mitte.
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Wir lesen uns demnächst wieder.
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Ciao, ich bin Ornella und die Autorin hinter Autostrada del sole.
Mit diesem Newsletter möchte ich ein vielschichtiges Bild von Italien zeigen. Abseits von vino, dolce vita und amore. Tipps für Reisen wird es bei mir also nicht, oder, wenn überhaupt, nur in Ausnahmefällen geben.
Stattdessen möchte ich Themen aus Italien aufgreifen, die in Deutschland in dieser Form weniger sichtbar sind. Ich möchte in die Tiefe gehen, euch mitnehmen nach Italien zu Menschen, Geschichten, Orten und Dingen, die ich erzählenswert finde, und euch dazu einladen, auf dieses Land ohne romantisierende Sonnenbrille zu schauen. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr Italien dann von einer anderen, neuen Seite (und könnt mit dem Wissen beim nächsten Urlaub punkten)?

Ich bin Tochter und Enkelin italienischer (Gast)arbeiter aus Sizilien, arbeite als Journalistin für verschiedene Medien (u.a SZ, fluter, The Weekender, etc.) und bin zweisprachig aufgewachsen. Studiert habe ich Italienische und Romanische Philologie. Schon immer bewege ich mich viel, bedingt durch meine Familiengeschichte, zwischen Deutschland und Italien. Ich kenne beide Länder sehr gut, bin in München und Süditalien Zuhause. Aus dieser Perspektive heraus möchte euch mitnehmen nach Italien. Schön, dass ihr dabei seid. 💙
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