
Herzlich willkommen!
Was treibt Eltern von Schulkindern derzeit um, was wird bildungspolitisch in dieser Woche diskutiert und wo findet man als Elternteil Rat und Unterstützung, wenn man selbst nicht weiterkommt? Darum geht es wöchentlich in diesem kleinen Mittwochsbriefing.
Und da dieser Newsletter nicht als Einbahnstraße gedacht ist, können Sie mir Ihre Frage(n) gern an Schulkonferenz@MarcoFechner.de (Opens in a new window)schicken.
Jede Woche beantworte ich anonymisiert Fragen aus meiner Community in diesem Newsletter.
Ich weiß zwar auch nicht alles, aber mir fällt im Zweifel immer jemand ein, den ich fragen könnte. Also schreiben Sie mir.
Los geht’s.
Diesmal
Die Elternfrage. “Alle sind erschöpft. Wie kommen wir gut ans Schuljahresende?”
Veranstaltungshinweis: MINTmachtage der Stiftung “Kinder forschen”.
Aktuelles:
Podiumsdebatte mit den Spitzenkandidat:innen von CDU, SPD, Bü´90/Grünen und DIE LINKE zur Abgeordnetenhauswahl.
Der neue Nationale Bildungsbericht liegt vor.
Schule erklärt: Was macht die Bundeswehr in den Schulen?
Diese Woche im Abgeordnetenhaus: Anträge von DIE LINKE, Grünen und AfD
1. Die Elternfrage
“Alle sind erschöpft. Wie kommen wir gut ans Schuljahresende?”
Indem Sie Druck rausnehmen. Die Zensuren stehen fest, die Zeugnisse werden demnächst geschrieben und die Sommerferien stehen auch bald an.
Schulen führen in diesen letzten Wochen vor dem Schuljahresende häufig noch Klassenfahrten, Wandertage, Projektwochen, oder ein Schulfest durch.
Diese Veranstaltungen werden bisweilen als “Lückenfüller” zwischen Zensurenschluss und Zeugnisausgabe betrachtet, sie sind aber Teil des schulischen Auftrags und auch ohne Noten wichtig.
Motivieren Sie ihr Kind zur aktiven Teilnahme und freuen sich ansonsten auf die baldigen Ferien.
2. Veranstaltungshinweis
In dieser Woche starteten die bundesweiten MINTmachtage unter dem Motto „Sag mal Aaah! Gesund in die Zukunft“ der Stiftung “Kinder forschen”. Forschungsideen für Familien mit ihren Kindern finden sich hier (Opens in a new window).
Feierliche Verleihung des Anerkennungspreises "Gemeinsam sind wir stark und schlau!" 2026
Mittwoch, 24. Juni 2026, 15 – 17:30 Uhr
Ort: Großer Saal im Rathaus TreptowZum vierten Mal verleiht der Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg (LsfB) den Anerkennungspreis "Gemeinsam sind wir stark und schlau!". Der Preis würdigt mit insgesamt 5.000 € Projekte an Kitas und Schulen, in denen Partizipation gelebt wird, in denen junge Menschen aktiv zur Teilnahme ermutigt werden und in der sie Mitspracherechte haben und Selbstwirksamkeit erfahren.
Im Anschluss sind alle Gäste herzlich eingeladen, mit Getränken, Kuchen und kleinen Snacks den Nachmittag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Details und Anmeldung (Opens in a new window)Empfehlung: Podcastgespräch mit dem LSfB (Opens in a new window)
3. Aktuelles:
Das “Berliner Bildungsbündnis” lud zur Podiumsdebatte mit den Spitzenkandidat:innen von CDU, SPD, Bü´90/Grünen und DIE LINKE zur Abgeordnetenhauswahl - Ein Bericht (LINK) (Opens in a new window).

Der neue Nationale Bildungsbericht (Download) (Opens in a new window) belegt erneut, dass soziale Herkunft über den Bildungserfolg in Deutschland entscheidet. Lehrkräfteverbände sind uneins über die Schlüsse, die daraus gezogen werden müssen. (LINK) (Opens in a new window)
4. Schule erklärt
Was macht die Bundeswehr in den Schulen?
Der Besuch so genannter “Jugendoffiziere” in den Schulen ist umstritten. Während die Einen sie als notwendigen Teil der Bildung über sicherheitspolitische Fragen betrachten, sehen andere diese als Werbung oder gar “Propaganda für Aufrüstung” (Elif Eralp, Die Linke) für den Kriegsdienst.
Bildungssenatorin Günther-Wünsch (CDU) hat kürzlich eine Rahmenvereinbarung mit dem Landeskommando Berlin über die Arbeit der Bundeswehr in den Schulen geschlossen (Dokument als PDF) (Opens in a new window).
Die Entscheidung, ob die Bundeswehr in die Schulen geholt wird, trifft aber weiterhin jede Schule für sich selbst.
Hörtipp: vor einiger Zeit sprach ich im Podcast mit Jan Czarnitzki. Er ist Jugendoffizier beim Landeskommando Berlin und berichtete mir von seiner Arbeit (LINK). (Opens in a new window)
Lesetipp: Positionierung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gegen den Einsatz der Bundeswehr in den Schulen (LINK). (Opens in a new window)
5. Aus dem Abgeordnetenhaus
Am morgigen Donnerstag tagt das Plenum des Abgeordnetenhauses. Die Sitzung kann ab 10 Uhr in der Mediathek (Opens in a new window) des Abgeordnetenhauses verfolgt werden.
Es gibt verschiedene Anträge zur Bildungspolitik:
Antrag der Fraktion Die Linke
“Keine Kooperationsvereinbarung mit der
Bundeswehr – Keine Militarisierung der Berliner
Schulen!” Drucksache 19/3312 (Opens in a new window)
DIE LINKE spricht sich gegen Unterrichtsbesuche der Bundeswehr in den Berliner Schulen aus.
Beschlussempfehlung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie vom 28. Mai 2026 zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen unter Drucksache 19/3286 (Opens in a new window)
Verbraucher:innenbildung an Schulen stärken –
Beratungsnetzwerk zum Thema Finanzbildung,
Marktgeschehen und Verbraucher:innenrecht
einrichten. Drucksache 19/1367 (Opens in a new window)
Die Grünen fordern den Senat auf, eine Koordinierungsstelle bei der Verbraucherzentrale einzurichten, mit dem Ziel, ein Beratungsnetzwerk für Finanzbildung und Verbraucher:innenrecht an Berliner Schulen aufzubauen.
Antrag der AfD-Fraktion
“Zukunft Handwerk: Praxisschulen etablieren und
praktisch begabte Schüler gezielt fördern.”
Drucksache 19/3297 (Opens in a new window)
Die AfD fordert eine weitere Schulform mit eigenem Rahmenlehrplan, die in weiten Teilen der früheren Hauptschule entspricht. Dies fügt sich in allgemeine Bemühungen der AfD ein, das Schulwesen strikter zu segregieren.
Antrag der AfD-Fraktion
“Gegen Grenzverletzungen in Kita und Unterricht –
Übergriffige Sexualpädagogik beenden.”
Drucksache 19/3305 (Opens in a new window)
Die AfD möchte die Sexualaufklärung in den Berliner Bildungseinrichtungen auf ein Mindestmaß zurückschrauben, wenn nicht gar unmöglich machen.
Letzteres wird nicht explizit erklärt, aber die Wahl unklarer Begrifflichkeiten bei gleichzeitiger negativer Konnotierung von Aufklärungsarbeit weist darauf hin und fügt sich ein in Programmatik und frühere Anträge der AfD.
Bis nächste Woche. Wenn Ihnen der Newsletter gefällt, empfehlen Sie ihn gern weiter.
Marco Fechner