Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser des Expedition Arbeit-Newsletters,
es ist ziemlich genau fünf Jahre her, da entstand aus der intrinsify-Community und einigen Mitgliedern des AUGENHÖHE-Netzwerks die Expedition Arbeit-Mitgliedschaft.
Dieser Corona-Winter 2020/21 scheint Ewigkeiten in der Vergangenheit zu liegen. Die Pandemie war - so bescheuert das klingt - ein echter Treiber für die neue Community. Manche hatten mehr Zeit, viele hatten ein Bedürfnis, mit anderen im Gespräch zu bleiben und sehr viele merkten: Diese gesundheitliche und gesellschaftliche Krise wird die Arbeitswelt stark verändern. Und das hat sie - bis heute.
Heute ist auch der Tag, an dem ich mir selbst eingestehen muss: Ein Netzwerk, wie wir und ein kleiner Kreis von aktiven Mitgliedern uns das vorgestellt haben, funktioniert nicht. Am Ende hingen alle inhaltlichen Aktivitäten (Online-Sessions, Vor-Ort-Basecamps, Newsletter-Versand, Blog-Artikel, Website), vor allem aber alle administrativen Pflichtaufgaben immer an ganz wenigen. Und ganz oft auch an mir persönlich:
2021: 872 Stunden
2022: 710 Stunden
2023: 805 Stunden
2024: 324 Stunden
2025: 203 Stunden
Ich habe - freiwillig - 2914 Stunden in den Aufbau und den Betrieb der Community gesteckt, das entspricht, Stand heute, 364 8-Stunden-Tagen. Und ich kann sagen: Es war ein gut investiertes “Mannjahr”. Nicht finanziell. Auch nicht, was meine Freizeit betraf. Aber in mein Netzwerk, meine Kompetenzen in Sachen Community Building und vor allem in mein persönliches Wissen. Denn die Gespräche mit - zumeist viel klügeren - Gestalter:innen der Arbeitswelt, das Lernen mit und von Kolleg:innen, das war immer mein stärkstes Motiv.
Bedanken muss ich mich bei ganz vielen, die zusammen wahrscheinlich weitere Frau- und Mannjahre in dieses Projekt gesteckt haben. Ihr wisst, wer gemeint ist, vor allem die, die im Laufe des letzten Jahres im Rahmen unserer Kernteam-Aktivitäten noch einmal alles versucht haben, ein tragfähiges Modell für die Community in der bisherigen Form zu finden. Am Ende hat die Energie nicht gereicht, um genug Bewegung, Aktivität und Eigeninitiative bei den bestehenden Mitgliedern zu wecken.
Deswegen passiert jetzt Folgendes:
Wir beenden zum Ende des Jahres die bezahlte Mitgliedschaft.
Ich werde noch dieses Jahr zum Notar gehen und die Liquidation der Expedition Arbeit UG beantragen. Die Löschung der Gesellschaft erfolgt nach einer Sperrfrist von einem Jahr, also Ende 2026.
Der Steady-Account bleibt bestehen, damit wir über den Newsletter noch weiter in Verbindung bleiben können.
Der Podcast Expedition Arbeit wird weiter als “Community Radio” bestehen bleiben, im neuen Jahr werde ich alle bisherigen, ehrenamtlichen Redakteurinnen und Kolumnisten informieren, wie es weitergeht und wie man sich bei Interesse einbringen kann.
Weiterhin wird es die LinkedIn-Seite und die LinkedIn-Gruppe geben, über die dann in Zukunft vor allem Podcast-begleitende Meldungen verbreitet werden.
Die Website www.expedition-arbeit.de (Opens in a new window) wird ebenfalls beibehalten und im neuen Jahr inhaltlich angepasst.
Was bedeutet das für die, die bisher eine bezahlte Mitgliedschaft haben?
Bitte meldet euch aktiv über Euren Steady-Account von der Mitgliedschaft ab.
Wenn Ihr den öffentlichen Newsletter der Expedition noch nicht (via Steady oder die Website) abonniert habt, dann tut das unbedingt jetzt, damit wir weiterhin in Kontakt bleiben.
Was Mitgliedschaften mit jährlicher Zahlung betrifft, die noch ins neue Jahr hineinreichen, so können wir von Steady kein Geld zurückverlangen. Wenn Ihr damit unzufrieden seid, meldet Euch bei mir, dann finden wir eine Lösung (*).
Bei allen Fragen könnt Ihr mich über staedtler@spielplan4.com (Opens in a new window) oder via Messenger/Telefon +49 171 201 50 66 erreichen.
(*) Auf dem Konto der UG befinden sich, Stand heute, 2.026,17 Euro. Diesen Puffer würde ich bis zur endgültigen Löschung für Notarkosten, Steuer usw. auf dem Konto belassen. Mögliche Restbeträge werde ich an eine geeignete gemeinnützige Organisation spenden.
Es war eine tolle Zeit, ein wunderbares Kapitel meiner eigenen Lernreise in Sachen Arbeit und Zusammenarbeit. Was für mich bleibt, ist das Netzwerk von Menschen, die sich in einer “vernünftigen Mitte”, gleichermaßen fern von Beton-BWL wie New-Work-Romantik um gute Ideen für gute Arbeit bemühen.
Diese Freundschaften, Bekanntschaften und kollegialen Beziehungen bleiben, auch wenn die Mitgliedschaft geht.
Und so hoffe ich, dass ich ganz viele von euch auch weiter dabei beobachten kann, wie Ihr diskutiert, hinterfragt, lernt, auf die Nase fallt, wieder aufsteht und dabei nie aufhört, neugierig zu sein.
Danke an alle, die Expedition Arbeit fünf Jahre lang zu einem Lern- und Diskussionsraum gemacht haben. Es bleibt spannend.
Herzlich, Euer
FSt/Florian