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Echt jetzt? Antifeministische Meldungen, die fast untergegangen wären.

Redaktion free.fem.minds MAGAZIN

Die weltweiten Meldungen überschlagen sich. Katastrophen, Kriege, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen passieren inzwischen täglich vielfach. Vieles geht unter. Zeit, die wichtigsten antifeministischen Nachrichten der letzten Wochen noch einmal aus dem News-Pool zu fischen.

Das hat er nicht gesagt!

Auch schlechte PR holt aus der Versenkung, wird sich Mario Basler gedacht haben. Anders ist kaum zu erklären, in welcher Form der Ex-Fussballer über Frauenfußball hetzt. 2011 in der eigenen BILD-Kolumne und jetzt wieder. Das sei kein Sport für Frauen und er werde sich weiterhin keinesfalls ein Frauenfußballspiel anschauen. Vereine und Fußballexperten weisen Basler auf sein fehlendes Fußballwissen hin. Einfach mal die Fresse halten, formuliert es SWR-Podcast-Moderatorin Katharina Reckers.

Immerhin. Oder zu wenig?

Ex-irgendwie alles Andrew, einstmals Prinz, wird verhaftet. Jedoch nicht wegen seiner Taten im Kontext der Epstein-Files, sondern weil er in seiner Funktion als ehemaliges Mitglied der Königsfamilie unbefugt Daten und Dokumente weitergegeben haben soll. Die einen jubeln über das immerhin, andere schütteln den Kopf darüber, dass Geheimnisverrat dem Anschein nach schwerer wiegt als Missbrauch. Derweil hängt sein Porträt Ende Februar für 15 Minuten zwischen Mona Lisas Lächeln und großer Kunst im ehrwürdigen Louvre. Die aktivistische Gruppe Everyone Hates Elon hängte das Foto, den Verhaftungszustand am Ex-royalen Geburtstag, mit dem Titel He's Sweating Now – 2026.

Bühnenreif gescheiterter Manipulationsversuch

Olympia 2026. Die Winterspiele der größten Athlet:innen unserer Zeit, Ikonen der Sportwelt – und ihm: Sturla Holm Lægreid. Unmittelbar nach seinem Gewinn der Bronze-Medaille bricht der Norweger tränenreich zusammen und offenbart der Weltpresse, er habe seine Freundin betrogen. Infolgedessen habe er nun die, für ihn, schlimmste Woche seines Lebens durchlebt. Die weltweit einhellige Reaktion, besonders von Frauen? Augenrollen und ein kollektives Heul leiser! Auch die Ex lässt auf den öffentlichen Manipulationsversuch hin irritiert vermelden, sie wolle sich jetzt nicht weiter dazu äußern. Die Lebenslektion zum Umgang mit zur Medaille gab’s für den Biathleten kostenlos.

Strafrechtsänderung legalisiert Gewalt

Pro Asyl und andere Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm. Die Einführung eines neuen Strafgesetzbuches durch die Taliban in Afghanistan schafft dort endgültig die Gleichstellung von Frauen und Männer vor dem Gesetz ab. Die Änderungen legitimieren etwa die Unterdrückung religiöser Minderheiten und physische Gewalt an Frauen. Gewalt durch den Mann sei dann zulässig, wenn sie keine schweren Verletzungen hinterlasse.
Der Gesetzestext besagt, dass Frauen Misshandlungen vollverschleiert und unter Anwesenheit eines männlichen Begleiters beweisen müssen.

Sexismus im Ländle

Zugegeben, Manuel Hagel hat für sein Interview von 2018 mit Regio TV Schwaben schon genug Kritik kassiert. Angesichts dessen, dass der CDU-Politiker sich um das Amt zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg bewirbt, darf das Kopfschütteln jedoch ruhig deutlicher ausfallen. Damals erzählte er bierselig von einem Termin in einer örtlichen Realschule und schwärmt von den minderjährigen Mädchen, die ihm den Termin versüßt hätten. Erst seine Frau habe ihn nach dem Interview zurechtgewiesen und ihm den Kopf gewaschen, schildert er später.
Sexismus-Sensitivity klingt anders und das Amt des Ministerpräsidenten und Schwärmerei um Minderjährige sollten nicht zusammenfallen. Die Wahl am Weltfrauentag wird zeigen, wie es um das Bewusstsein im Ländle steht.

Topic Stimme gegen Gewalt

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